In den Grundzügen bleibt das Specialized Levo SL auch für 2025 unverändert. Keine schlechte Sache, schließlich gehört das Light-E-MTB von Specialized in Sachen Handling nach wie vor zu den besten E-Bikes am Markt. Das zeigt etwa auch unser Test-Duell gegen das Heckler SL von Santa Cruz. Gleich bleibt also auch der Motor: Der SL 1.2 liefert nach wie vor 50 Newtonmeter und 280 Watt Spitzenleistung und wird aus einem Akku mit 320 Wattstunden gespeist. Das sind auch im Light-Kontext keine Rekordwerte. Gegenüber dem ersten Levo SL hat der Antrieb bei Leistung und Geräuschkulisse aber deutliche Fortschritte gemacht und ist am Markt konkurrenzfähig.
Neu für 2025 ist dagegen die Ausstattung der Levo SL Modelle. So bekommt Specializeds Light-Bike in allen Modellvarianten den neuen Genie-Dämpfer mit doppelter Luftkammer. Specialized hatte diesen neuartigen Dämpfer erstmals mit dem neuen Stumpjumper (hier im Test) vorgestellt. Der komplexere Aufbau soll mit einem deutlich vergrößerten Luftvolumen ein Ansprechverhalten auf Stahlfederniveau bringen. Durch die spezielle Genie-Technik fallen die letzten 30 Prozent des Hubs trotzdem zunehmend progressiv aus, um harte Durschläge sauber abzufangen. Das System ermöglicht außerdem ein detaillierteres Luft-Kammer-Tuning mittels Spacern für verschiedene Federwegsbereiche. Im Unterschied zum Stumpjumper kriegt das Levo SL erstmals auch einen Genie-Dämpfer auf Basis des Float X mit Ausgleichsbehälter.
Die einzige Alternative zum Fox-Fahrwerk mit Genie-System: Ein Modell mit Heavy-Duty-Ausstattung und Stahlfederdämpfer sowie dicker 38er Gabel von Öhlins. Als einziges Modell kommt dieses Bike auch mit Specializeds pannensicheren Gravity-Reifen an Front und Heck. Aber auch die anderen Levo SL Modelle erhalten jetzt Specializeds Gravity-Reifen ab Werk, zumindest hinten. Ein sinnvolles Update, denn die bisherigen Trail-Reifen sparten zwar Gewicht, boten gerade am Heck aber keinen ausreichenden Pannenschutz.
Die Preise bleiben typisch Specialized. Los geht’s erst mit dem einzigen Alu-Modell Levo SL Alloy für 6600 Euro, das S-Works markiert mit 14.000 Euro das obere Ende der Fahnenstange. Für das Heavy-Duty-Modell mit Öhlins-Fahrwerk rufen die Amerikaner 9900 Euro auf. Außerdem gibt’s ein S-Works Frameset inklusive Genie-Factory-Dämpfer für stolze 7000 Euro.

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