Acros-Carbon-Lenker, DT-Swiss-Spline-1-Laufräder, Magura-MT7-Bremsen und eine Reverse-Kettenführung sind in dieser Klasse echte Raritäten. Das Resultat: geringstes Gesamtgewicht, leichtester Laufradsatz und damit eine Top-Beschleunigung sowie ein sehr gutes Fahrverhalten bergauf. Obendrein fällt auch der Rahmen, der allerdings ohne Boost-Standard kommt, mit 2738 Gramm relativ leicht aus. Bei der Geometrie des Signatures sticht bereits auf den ersten Metern das sehr lange Sitzrohr heraus, das in Verbindung mit der 150er-Stütze (Länge vom Kunden wählbar) für einen zu großen Sattelauszug sorgte. Im Trail prescht das Bike mit tiefer Front gut voran, lässt seinen Fahrer aber nie im Unklaren, worüber er gerade rollt. Im Vergleich zur Konkurrenz lässt der Hinterbau etwas Sensibilität und damit Traktion vermissen, besitzt aber hohe Reserven gegen Durchschläge. Die teurere Rockshox-Revelation-Gabel arbeitet etwas besser als die günstigere Revelation im Specialized, fällt aber ebenfalls im Vergleich zu den anderen Gabeln im Test zurück.
Fazit: top ausgestattetes und sehr leichtes All Mountain mit gutem Vortrieb, aber leichten Schwächen beim Fahrwerk.
Die Alternative: 2299 Euro kostet die Version 3.0 des Transalps. Günstigere Laufräder und eine Magura MT5 wurden daran verbaut.