Heidi hat ein Foto für Dich! Diesen Satz würde das Rotwild sicher hören, wenn hier eine TV-Moderatorin und nicht die BIKE-Testcrew das Urteil fällen würde. Keine Frage: Ein Hingucker ist das Rotwild auf jeden Fall. Der Rahmen ist hochwertig und formschön. In der Ausstattung fällt das R.X2 aber etwas ab. Die SLX-Anbauteile liegen unter dem Niveau der Testgruppe. Bei der Laufradwahl zeigt sich das Rotwild wandlungsfähig. 29-, 27,5-Zoll und 27,5+ können gefahren werden.
In der Abfahrt ist Komfort angesagt. Homogen saugen Gabel und Hinterbau Schläge vom Trail auf. Spielerisch wieselt das handliche Rotwild durch verwinkelte Trails. Bei sportlicherer Gangart zeigt das R.X2 jedoch schnell seine Grenzen auf. Das Fahrwerk bietet wenig Gegendruck und gibt den Federweg schnell frei. Die leichten Continental-Reifen knausern zudem mit Grip und verspielen Potenzial. Auch die SLX-Bremsen mit 180er-Scheiben kommen schnell ans Limit. Im Anstieg neigt der sensible Hinterbau zum Wippen. Hier macht es Sinn, die gut erreichbare Dämpferplattform zu nutzen.
Test-Fazit: Das Rotwild R.X2 ist ein verspieltes und komfortables Toure-Bike mit hochwertigem Rahmen. Ausstattung und Fahrwerk können nicht mit der starken Konkurrenz an All Mountains mithalten.
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