Gleichzeitig steigt die Endprogression, was bei reduziertem Druck auch gleich die Federungscharakteristik für harte Trails anpasst. Mit dem Anlenkpunkt weiter hinten passiert das Gegenteil: steilere Winkel für ein agiles Handling, eine vortriebsorientierte Sitzposition und eine optimale Kennlinie für viel Traktion auf kniffligen Anstiegen. Für die Trails in B. C. ist die Kinematik auf Antriebsneutralität im kleinen Kettenblatt hin optimiert. Simples Konzept mit großer Wirkung.
Stattliche 1,8° in den Winkeln und 22,5 mm in der Tretlagerhöhe liegen zwischen den Extrempositionen von RIDE-9 – Werte, die den Charakter des Bikes deutlich spürbar prägen. Rocky weist immer drei der neun Positionen einer Gewichtsklasse zu – wer aber nach Zwischenstufen sucht, findet diese in der Nachbarklasse. RIDE-9 ist sehr effektiv darin, den Bike-Charakter nach Vorlieben oder Trail-Anforderungen zu tunen und damit das Einsatzspektrum zu erweitern. Nur die nicht werkzeugfreie Verstellung verhindert, dass man es öfter unterwegs nutzt. Um das Optimum aus dem Ride-9-Fahrwerk herauszuholen, lohnt es sich,, den Luftdruck bei größeren Veränderungen nachzujustieren.
Bei Ride-9 geht es um ein großes Einsatzspektrum und Charakter-Tuning. Deshalb kommt es bevorzugt im mittleren Federwegsbereich zum Einsatz – z. B. beim 29er-Instinct (130 mm, sieben Modelle von 3400 bis 9000 Euro), dem 27,5"-All-Mountain/Enduro Altitude (150 mm, sieben Modelle von 2400 bis 9000 Euro) sowie den vier Carbon-Versionen des 27,5"-All-Mountains Thunderbolt (120 mm, 4000 bis 11000 Euro).