Bergab steht es seinem großen Bruder nur geringfügig nach (7 Millimeter weniger Federweg am Heck) und am Berg macht es eine sportliche Figur. Die Sitzposition ist gestreckt, der Hinterbau lässt sich kaum aus der Ruhe bringen und dank Vollcarbon-Rahmen bleibt die Waage bei langstreckentauglichen 13,2 Kilo stehen. Etwas schade: Wer für lange Anstiege doch mal die Plattform einschalten will, wird das kaum während der Fahrt schaffen, zu tief sitzt der Dämpfer. Auf dem Trail erfreut das Propain mit ausgewogenem Handling. Trotz langem Radstand wuselt es agil um Kurven und ist potent genug, auch im groben Geläuf Sicherheit zu geben. Der Hinterbau arbeitet sensibel, schluckt große Schläge ohne Murren und gibt angenehmes Feedback – da kommt Enduro-Feeling auf. Auch die Ausstattung ist absolut erstklassig. Als einziges Bike schaltet der Bolide vom Bodensee mit Srams 12-fach-Eagle, top! Dank Baukasten-System lässt sich die Ausstattung in Details anpassen.
Fazit: Starker Allrounder mit Potenzial für anspruchsvollste Abfahrten. Top Ausstattung und Gewicht.
Die Alternative: In der Carbon Comp-Version für 3200 Euro verbaut Propain eine Rockshox Yari sowie den Deluxe-Dämpfer. Geschaltet wird mit GX.
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