Laurin Lehner
· 14.02.2026
Ein Druck auf den Einschaltknopf – nichts. Das Display bleibt schwarz. Akku abziehen, wieder einstecken. Das Display lebt. Die Unterstützung nicht. Die App meldet keinen Fehler. Also ab ins TQ-Headquarter. Die Diagnose ist banal: Beim Abspritzen ist Wasser ins LED-Display eingedrungen und hat den Defekt ausgelöst. Ärgerlich, aber immerhin ein Garantiefall.
Bei Propain lässt sich das Wunschbike per Online-Konfigurator zusammenstellen. Checkt meinen Artikel dazu: >> Post isch da! Das Dauertest-Bike von Tester Laurin ist angekommen <<
Davon abgesehen schlägt sich das Propain Sresh SL ordentlich – auch im Alltagseinsatz als Pendelbike durch Schnee und Matsch. Die gewählte Konfiguration bereue ich kaum. Beim Antrieb habe ich gespart und die SRAM Eagle 70 Transmission gewählt. Die Kette wechselt die Ritzel nicht immer entschlossen. Das fällt auf, bleibt aber tolerierbar.
Die OneUp Dropper V3 zeigt nach wenigen Wochen Spiel. Auch die Gabel ist nicht frei davon. Ich habe zur Rockshox Lyrik Ultimate gegriffen. Und die hat ordentlich Buchsenspiel. Den Service schiebe ich vor mir her. Funktional gibt es noch keinen Grund. Akustisch schon – besonders in der Abfahrt.
Ich fahre meist mit dem kleinen 360-Wh-Akku. Das senkt das Gewicht auf 19,3 Kilo (ohne Pedale) und gibt dem Sresh SL einen Hauch Biobike-Charakter. Genau das gefällt mir. Der TQ HPR60-Motor gefällt mir: leise, smooth, und dennoch genug Power, wenn's mal steil und technisch wird.
Auf den Hometrails steuert sich das Bike agil. Es lässt sich präzise durch Kurven drücken und liegt im Groben stabil. Doch ja, es gibt Feedback und verlangt saubere Linien. Komfort ist vorhanden, steht aber nicht im Mittelpunkt. Wer eine Enduro-Sänfte sucht, greift besser woanders zu.
Das Sresh SL ist kein Enduro, sondern eher ein leichtfüßiges Trailduro, das sich gut auf Geschwindigkeit pumpen lässt und direkt reagiert. Das gefällt mir, weil es ideal ist für die Art von Trails ist, die ich fahre: Schwarzwald, Voralpen-Trails und auf den Trails rund um München.
Geht's mal weiter hinaus, sind Touren mit dem dem 360-Wh-Akku bis zu 1200 Höhenmeter möglich – allerdings nur bei niedriger bis mittlerer Unterstützung. Im Boost-Modus ist der Akku im Nu alle. Das stört mich nicht. Schließlich will ich gerne weiterhin radeln, statt Mofa zu fahren.

Redakteur
Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.