Bereits beim Fotoshooting in den Lienzer Dolomiten im September konnte das knallrote FAB.4 650B den einen oder anderen Akzent setzen. Per Konfigurator werden in der Fahrrad-Manufaktur Maxx nahezu alle Wünsche erfüllt. Zwischen dem ersten fahrbaren Fotomuster und unserer jetzigen Testversion wurde noch fleißig optimiert. Leider erreichte uns noch nicht die finale Version des Bikes, wodurch sich in der Serie der Lenkwinkel auf 67 Grad und das Tretlager auf 352 Millimeter verändert. Nichtsdestotrotz konnte schon das gelieferte Modell überzeugen. Durch den breiten Lenker und den kurzen Vorbau sowie den feinfühligen Hinterbau, der mit viel SAG gefahren werden kann, verfügt das Maxx über ein gutes Handling und satten Komfort bergab. Der große Negativ-Federweg beim Dämpfer relativiert den noch zu steilen Lenkwinkel und das hohe Tretlager des Vorserien-Bikes. Ein sehr leichter Alu-Rahmen bildet das Herzstück des FAB.4 650B, wodurch sich das Gesamtgewicht trotz solider Ausstattung auf moderate 13,85 Kilo einpendelt. Vor allem die montierten Hans-Dampf-Reifen in Trailstar-Compound sorgen bei nassen Bedingungen für ordentlichen Grip, rollen dafür natürlich etwas schlechter. Obwohl Maxx kein sortenreines Fahrwerk verbaut, harmoniert der Marzocchi-Dämpfer sehr gut mit der nicht absenkbaren Fox-Gabel und besitzt sinnvolle Verstelloptionen. Im Vergleich zum Rotwild, das über den gleichen Federweg verfügt, fährt sich das Maxx etwas verspielter und quirliger. Der Rahmenpreis ist ausgesprochen fair.
Fazit Gelungenes Enduro mit leichtem Rahmen und potentem Fahrwerk, das obendrein über ein verspieltes Handling verfügt. Die solide Ausstattung passt zum Einsatzzweck.
PLUS Leichter Rahmen, sinnvolle Ausstattung
MINUS Prototyp besitzt noch zu steilen Lenkwinkel und recht hohes Tretlager
Die Alternative: Per Konfigurator ist bei Maxx fast alles möglich. Ausstattung, Farbe, Rahmendekor. Für die SRAM-XX1-Version mit elf Gängen zahlt man 100 Euro drauf bei ansonsten unveränderter Ausstattung.