Im All-Mountain-Sektor sind die Modelle der AMR-Plus-Baureihe eine sichere Bank. Robust, ausgereift, breiter Einsatzbereich, sehr gute Geometrie. Wir haben mit dem 5900 die preisgünstigste Variante mit zeitloser und pflegeleichter Alu-Optik zum Test geladen. Das Fahrwerk ist steif genug für schwere Piloten, allerdings recht schwer. Bei der Ausstattung setzt Ghost auf einen Mix aus Shimano-Deore-Hebeln mit SLX-Umwerfer und XT-Schaltwerk. Ergonomisch gefallen die Deore-Teile gut und funktionieren präzise. Durch das recht hohe Gewicht bleibt die Agilität auf der Strecke, dafür freut man sich bergab über hohe Spurstabilität und Präzision. Von der Federung waren wir überrascht: Weder Gabel noch Dämpfer geben den vollen Federweg frei, speziell der X-Fusion-Dämpfer konnte uns nicht begeistern. Der an und für sich sehr komfortable und feinfühlige Ghost-Hinterbau funktioniert mit Fox-Shock besser.
Fazit: solides Touren-Bike mit breitem Einsatzbereich. Vernünftig ausgestattet. Das Dämpfer-Setup ist aber nicht optimal.
PLUS Teleskop-Stütze, fünf Rahmengrößen, Dreifach-Kurbel, ausgereifte Geometrie
MINUS Dämpfer-Setup, schweres Fahrwerk
Die Alternative
Wer 500 Euro mehr in das AMR Plus 7500 investiert, kriegt eine hochwertigere Ausstattung (Shimano XT), einen besseren Dämpfer (Fox Float) und spart etwa 300 Gramm.