Das Virtue Comp mit 120 Millimetern Federweg an Front und Heck gibt sich trotz leichten Übergewichts sportlich und spricht in erster Linie Marathon-Einsteiger und ambitionierte Touren-Fahrer an. In der von uns gefahrenen Größe fällt die Sitzposition sehr kurz, mit ordentlich Sattelüberhöhung aber recht flach aus. In Kombination mit dem steilen 73er-Sitzwinkel ein Garant für gute Klettereigenschaften.
Genau wie beim deutlich teureren Race-Modell Edict glänzt auch der Virtue-Hinterbau mit Rock-Shox-Ario-Dämpfer durch feines Ansprechen und gut nutzbarem Federweg. Ein gewisses Dämpfernicken im Wiegetritt ist der Preis für den sensiblen Hinterbau mit viel Komfort und Traktion. Die verbaute Recon-Gabel mit ebenfalls 120 Millimetern Federweg rangiert von der Funktion her zwischen einer Sektor und Reba. Im Vergleich zum Rest des Feldes kann die Ausstattung mit Deore-9fach-Schaltung und wenig bissigen Deore-Bremsen sowie günstigen Komponenten am wenigsten überzeugen. Zudem fehlen Sattelschnellspanner, die Sattelstütze müsste tiefer versenkbar sein.
PLUS Sensibler Hinterbu 120 mm, gute Geometrie
MINUS Schwache Ausstattung, Sattel kaum versenkbar
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