Propain schickt das teuerste Bike in den Test, schöpft dafür aber auch bei der Ausstattung aus dem Vollen: Ein Rockshox-Fahrwerk aus der Ultimate-Güteklasse, edle Newmen-Laufräder und ein GX-Transmission-Antrieb von Sram – hier bleiben keine Wünsche offen. Dank Online-Konfigurator kann man sich sein persönliches Traumbike aber auch selbst zusammenklicken. Die Sitzposition gefällt auf Anhieb. Schön mittig und aufrecht erklettert man auch lange Anstiege entspannt. Das geringe Gewicht und das nahezu antriebsneutrale Heck tun ihr Übriges. Top! Auf technischen Anstiegen hatten wir anfangs allerdings Mühe, genügend Last über dem Vorderrad zu verteilen, was die Kontrolle erschwerte. Als wir jedoch den 35 Millimeter kurzen Vorbau durch einen 50er ersetzten, zeigte das Versender-Bike ein komplett anderes Gesicht: gut kontrollierbar und souverän. Das passt. Die Hinterbautraktion könnte jedoch besser sein. Im Downhill entpuppt sich das Hugene mit seinem angenehm direkten Handling und dem poppigen Fahrwerk als perfekter Spielkamerad für aktive Piloten. Die Fahrwerke der anderen All Mountains bieten jedoch mehr Komfort.
Das agile Handling des Hugene gefällt auf Anhieb und hält den Spaßfaktor hoch. Für harte Einsätze im alpinen Gelände gibt es aber souveränere Bikes. Mehr Trailbike als All Mountain.
Benotung: Das BIKE-Urteil setzt sich aus den subjektiven Eindrücken der Testfahrer und unseren Labormesswerten zusammen. Das Urteil ist preisunabhängig. Notenspektrum: sehr gut (0,5–1,5), gut (1,6–2,5), befriedigend (2,6–3,5), ausreichend (3,6–4,5), mangelhaft (4,6–5,5).

Redakteur