Zwei Zentimeter machen einen großen Unterschied. Das gilt für viele Bereiche des Lebens. Modelmaße in Heidi Klums Spanner-Show oder Handgepäck zum Beispiel. Bei Bikes bezieht sich der Zentimeter-Poker auf Oberrohrlänge, Reifenbreite oder Lenkermaß. Und auf das gefühlte Ergebnis: passt oder passt nicht. Auch bei den Federwegen in der Kategorie All Mountain sind zwei Zentimeter ein Riesenunterschied.
Doch was bedeutet All Mountain? Für den Einen heißt es vielleicht: die technischen Trails im Fichtelgebirge zu bezwingen, dazu gelegentlich ein Marathon. Der Andere fühlt sich auf den schwersten Alpen-Trails daheim. In der Praxis sind die All Mountains die goldene Mitte, die Freiheit auf zwei Rädern. Vielseitiger wird’s nicht. Keine Einschränkungen, wenn die Kumpels zum Forstweg- Bolzen rufen, keine Aussetzer, wenn der Bike- Club zum Trail-Rocken an den Gardasee lädt. Man sieht mit weiten Hosen und Rucksack gut aus und auch mit engem Lycra-Kostüm. Über die Breite seiner Reifen definiert man die Mission – montiert man schmale, schnelle Flitzer oder 2,4-Zoll-Geländefresser?
Doch zurück zur Zwei-Zentimeter-Frage. Die Allrounder-Klasse bietet zwei Federwegs-Kategorien. 120-Millimeter-Fahrwerke nennen wir All Mountain Sport, ab 140 Millimeter Hub sprechen wir von All Mountain Plus.
Die entscheidende Frage lautet dabei: Wer braucht wie viel Federweg? So unterschiedlich wie die Meinungen sind auch die Bikes in unserem Test. Unser Testfeld aus 15 Modellen: Fünf 120er-Bikes und zehn 140er stehen zur Wahl. Alle gehen durch unser standardi siertes Testprogramm aus Labor- und Praxistest.
Die Testergebnisse aller All Mountains finden Sie unten als PDF-Download.