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Kein Produkt hat den Fahrradmarkt in den letzten Jahren so aufgewirbelt, wie der DJI E-Bike-Motor Avinox M1. Dieser Motor erreicht in Sachen Power neue Dimensionen - bleibt dabei aber leicht, kompakt und geschmeidig. Auch in unserem großen Test in Labor und Praxis konnte der DJI Avinox voll überzeugen. Während innovative Entwicklung in der Regel lange dem Highend-Segment vorenthalten bleiben, hat DJI schon früh angekündigt, auch den günstigen Preisbereich ins Visier zu nehmen. Mit Erfolg. Schon jetzt gibt es viele Avinox-Bikes, die es preislich locker mit der Konkurrenz von Bosch und Co. aufnehmen können. Wir geben den Überblick und ordnen die Modelle ein.
Das Tundra 9.0 gehört zwar nicht zu den aller günstigsten Fullys mit Avinox-Antrieb, kommt aber dafür schon mit einem schicken Vollcarbonrahmen. Das Ergebnis: An unserer Waage landet das E-Mountainbike bei sehr guten 22,1 Kilo. Für ein E-MTB dieser Preisklasse mit 800er-Akku ist das exzellent! Wie bei den DJI-Bikes üblich ist die Batterie dafür fest verbaut. Mit 160 Millimetern Federweg macht das Tundra schon auf Enduro, doch im Touren und Trail-Einsatz ist das Bike definitiv eher zu Hause. Allein die zahmen Maxxis-Reifen und die gemäßigte Geometrie zielen klar auf moderaten Geländeeinsatz. Das Suntour-Fahrwerk, die Magura-Bremsen und die Sram Eagle 70 Transmission-Schaltung sind uneingeschränkt für ernsten Mountainbike-Einsatz tauglich. Das Einstiegsmodell kommt ohne Schnellladegerät.
Mit knapp 7000 Euro ist das Einstiegsmodell des Commencal Meta Power SX Avinox zwar nicht mehr wirklich günstig, doch es ist in dieser Liste das abfahrtsstärkste Bike. Mit 170/160 mm ist es ein richtiges E-Enduro. Und in Sachen Fahrwerk und Geometrie wissen die Bikes der Andorraner in der Regel zu überzeugen. Allerdings muss man sich bei diesem Bike mit einem Alu-Rahmen und einem günstigen Rockshox-Fahrwerk aus Domain Gold R und Deluxe Select zufrieden geben. Die TRP DH-R Evo-Bremsen sind auch im härtesten Gelände absolut zuverlässig. Dazu gibt’s eine solide 11fach-Shimano XT-Schaltung mit robusten Linkglide-Komponenten.
Die tschechische Marke Crussis geht in Sachen DJI Avinox in die Vollen. Gleich eine ganze Palette mit verschiedenen Fullys und Hardtails, darunter auch Aluminium-Modelle, sind im Angebot. Das macht sie preislich besonders attraktiv. Das günstigste Fully e-Full 11.11 600 kommt mit Alu-Rahmen, 160/150 mm Federweg und 600er-Akku, der fest verbaut im Unterrohr sitzt. Der Preis: 4490 Euro. Dafür ist sogar schon ein Fahrwerk von Fox (günstige AWL-Gabel) an Bord. Dazu kommt Srams Eagle 70 Transmission - eine absolut zuverlässige Schaltung. Abstriche muss man mit den günstigen und nicht ultimativ bissigen Sram DB8-Bremsen machen. Für 300 Euro mehr gibt’s das Bike auch mit dem 800er-Akku. Achtung: Das maximal zulässige Gesamtgewicht von 120 kg (Fahrer, Ausrüstung und Bike zusammen!) muss beachtet werden.
Auch der spanische Hersteller Megamo peilt mit seinen Alu-Bikes das günstige Preissegment an. Das Reason AL ist als vielseitiger Allrounder ausgelegt. Die 160 mm Federweg klingen zwar nach Enduro, doch in der Praxis zeigt sich das Bike eher als klassisches All Mountain. Das Fahrwerk stammt schon beim Einstiegsmodell von Fox, allerdings mit der Einsteiger-Gabel AWL. Die günstigen Shimano-Bremse sind zwar nicht glanzvoll, packen im Gelände aber ordentlich zu und funktionieren zuverlässig. Das gilt auch für den Schaltungsmix aus Shimano XT und Deore. Das Bike gibt’s nur in den drei Größen S, M und L, die eher groß ausfallen. Der 800er-Akku steckt fest verbaut im Unterrohr.
Das Amflow PL Carbon war das erste Avinox-Bike überhaupt. Logisch, denn DJI hat diese Marke selbst aus dem Boden gestampft, um seinen eigenen Motor zu publizieren. Noch immer ist das Amflow ein Musterbeispiel für geringes Gewicht, leichter geht volle Power und viel Akku kaum. Auch hier ist die 800er-Batterie fest im Unterrohr verbaut. Die Option auf den 600er-Akku hat Amflow aktuell nicht mehr im Programm. Mit 6499 Euro gehört das Einstiegsmodell zwar nicht zu den günstigsten DJI-Bikes, doch der Vollcarbonrahmen macht es vermutlich zu einem der leichtesten. Und die Ausstattung ist mit Fox 36 Performance etwas hochwertiger, als bei den anderen hier vorgestellten Kandidaten. Das Schnellladegerät ist inklusive.
Günstiger geht es aktuell nicht: Das Crussis e-Hard 11.11 kostet 3590 Euro, kommt mit DJI Avinox M1 und soll voll geländetauglich sein. Das starre Heck schränkt Trail-Stärke und Komfort im Gelände zwar ein, doch für ein Hardtail ist das Bike sehr offroad-tauglich ausgestattet. Die Fox-Gabel liefert 130 mm Federweg und eine Teleskopstütze ist auch mit an Bord. 2,6 Zoll breite Maxxis Rekon-Reifen sollen einen guten Kompromiss aus Rollwiderstand, Dämpfung und Grip bieten. Der 600er-Akku ist fest im Unterrohr verbaut, für 300 Euro Aufpreis gibt’s 800 Wattstunden. Achtung: Insbesondere schwerere Fahrer müssen das maximal zulässige Gesamtgewicht von 120 kg (Fahrer, Ausrüstung und Bike zusammen!) im Auge behalten.
DJI wollte Beweisen, dass innovative E-Bike-Technik nicht teuer sein muss. Und das haben die hier gezeigten Hersteller umgesetzt. Preislich brauchen sich die Avinox-Bikes nicht vor Konkurrenten mit anderen Motoren verstecken. Im Gegenteil. Und nach unsere Einschätzung wird sich diese Ausrichtung in Zukunft sogar noch weiter verstärken. Auch in Sachen Preis könnte DJI den E-Bike-Markt künftig noch deutlicher aufrütteln.

Redakteur CvD