XXL-Lastenrad als Kleinwagen-Killer:Cube Trike Flatbed Hybrid 750 im BIKE-Check

Max Fuchs

 · 02.08.2026

Das Kippfahrwerk sorgt für ein Fahrgefühl, das sich überraschend nah am klassischen Fahrrad orientieren soll.
Foto: Adrian Kaether
Drei Räder, riesige Ladefläche und ein souveräner Bosch-Antrieb: Das Cube Trike Flatbed Hybrid 750 transportiert Einkäufe, Werkzeug oder vielleicht sogar Möbel entspannt durch die Stadt. Das XXL-Lastenrad zeigt damit eindrucksvoll, wie überflüssig Autofahrten in der Stadt inzwischen geworden sind.

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Fazit von Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Das Cube Trike Flatbed Hybrid 750 macht deutlich, warum viele Stadtautos heute überflüssig geworden sind. Die Kombination aus innovativem Kippfahrwerk, kräftigem Bosch Cargo Line-Antrieb und riesiger Ladefläche verspricht selbst mit hoher Zuladung ein souveränes, sicheres Fahrerlebnis. Ob Wocheneinkauf, Baumarktbesuch oder Familienausflug an den Badesee – das Trike übernimmt Transportaufgaben, für die bisher meist der Autoschlüssel griffbereit lag.

Die wichtigsten Fakten zum Cube Trike Flatbed Hybrid 750

  • Modell: Cube Trike Flatbed Hybrid 750
  • Preis: 5799 Euro
  • Kategorie: E-Lastenrad mit drei Rädern
  • Einsatzbereich: Alltag, Gewerbe, Lieferdienste und kommunale Einsätze
  • Motor: Bosch Cargo Line
  • Akku: Bosch PowerTube mit 750 Wh
  • Schaltung: Stufenlose Enviolo-Nabenschaltung
  • Bremsen: Hydraulische Scheibenbremsen
  • Besonderheit: Kippmechanismus für ein natürliches Fahrgefühl bei gleichzeitig waagerecht bleibender Ladefläche
  • Ladefläche: Offene Flatbed-Plattform für individuelle Aufbauten
  • Transport: Hohe Zuladung für sperrige und schwere Lasten
  • Zielgruppe: Familien, Handwerksbetriebe, Lieferdienste und alle, die das Auto im Stadtverkehr ersetzen möchten

Warum Stadtautos zunehmend überflüssig werden

Kaum ein Fahrzeug zeigt den Wandel urbaner Mobilität so deutlich wie das Cube Trike Flatbed Hybrid 750. Während man mittlerweile auch mit Kleinwagen in der Stadt um Parkplätze kämpfen muss, transportiert das dreirädrige Lastenrad Einkäufe, Getränkekisten, Werkzeug oder Pakete nahezu lautlos, unkompliziert und emissionsfrei direkt bis vor die Haustür.

Immer mehr Städte reduzieren den Autoverkehr, schaffen Fahrradstraßen und bauen die Infrastruktur für Lastenräder aus. Genau hier spielt das Cube seine größten Stärken aus. Es umgeht Staus, benötigt kaum Stellfläche und verursacht deutlich geringere Betriebskosten als ein Auto. Für viele alltägliche Transportaufgaben liefert das Trike deshalb die praktischere Lösung.

Cleveres Fahrwerk mit besonderem Kniff

Auf den ersten Blick wirkt das Trike ungewöhnlich. Zwei Hinterräder tragen die großzügige Ladeplattform, während sich der Hauptrahmen mit normaler Gabel und Vorderrad um das Lenken kümmert. So weit, so gewöhnlich. Dreirädrige Fahrräder gibt es viele. Doch der Clou des Cubes liegt in seinem besonderen Fahrwerk.

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Während die Ladefläche stabil und waagerecht bleibt, ist der vordere Fahrzeugteil vom Hauptrahmen entkoppelt, sodass man sich in Kurven legen kann, während die Ladefläche waagerecht bleibt. Dank dieses Kippgelenks soll sich das Lastenrad trotz des dritten Rads wie ein normales Zweirad fahren. Das Ergebnis: mehr Dynamik, mehr Kontrolle und deutlich mehr Fahrspaß.

Kräftiger Bosch-Antrieb für schwere Aufgaben

Herzstück des Antriebs bildet der Bosch-Cargo-Line-Motor. Er liefert kraftvolle Unterstützung bereits bei niedriger Trittfrequenz und schiebt das Trike auch mit voller Beladung souverän an.

Der 750-Wh-Akku versorgt den Motor selbst auf längeren Touren zuverlässig mit Energie. Gemeinsam mit der stufenlosen Enviolo-Nabenschaltung entsteht ein Antriebssystem, das perfekt zum täglichen Einsatz passt. Schalten funktioniert selbst im Stand, der Wartungsaufwand bleibt gering und der Fahrkomfort hoch.

Große Ladefläche für nahezu jede Aufgabe

Die Flatbed-Version richtet sich an alle, die maximale Flexibilität benötigen. Statt einer festen Transportbox bietet sie eine offene Plattform mit Zurrpunkten wie in einem Transporter für individuelle Aufbauten.

Werkzeugkisten, Transportboxen, Getränkekisten oder spezielle Gewerbeaufbauten lassen sich problemlos befestigen. Dadurch eignet sich das Trike nicht nur für Familien, sondern ebenso für Handwerksbetriebe, Gärtner, Hausmeisterdienste oder Lieferunternehmen.

Hohe Sicherheit trotz großer Abmessungen

Trotz seiner Größe soll sich das Cube überraschend unkompliziert fahren. Die breite Spur sorgt für viel Stabilität beim Be- und Entladen. Gleichzeitig vermittelt das Kippfahrwerk in Kurven ein vertrautes Fahrgefühl, und das Gefährt droht nicht mehr, durch Fliehkräfte aus Kurven zu kippen.

Kräftige hydraulische Scheibenbremsen verzögern das Gespann zuverlässig. Die aufrechte Sitzposition verbessert die Übersicht im Straßenverkehr zusätzlich. Gerade im hektischen Stadtverkehr kann dadurch ein sicheres Fahrgefühl entstehen.

Verarbeitung auf gewohnt gutem Cube-Niveau

Rahmen, Schweißnähte und Anbauteile hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Alle Komponenten wirken konsequent auf den harten Alltagseinsatz ausgelegt. Leitungen verlaufen sauber integriert, die Verarbeitung überzeugt. Das zeigt: Cube hat das Trike nicht als Nischenprodukt entwickelt, sondern als ernstzunehmendes Nutzfahrzeug für den täglichen Einsatz.

Redaktionelle Einordnung

Das Cube Trike Flatbed Hybrid 750 zeigt, wie stark sich Lastenräder inzwischen weiterentwickelt haben. Moderne Fahrwerkskonzepte, leistungsfähige E-Antriebe und hohe Zuladungen verschieben die Grenzen zwischen Fahrrad und Nutzfahrzeug immer weiter.

Natürlich ersetzt das Trike keinen Familienurlaub mit vier Personen oder den Transport über mehrere hundert Kilometer. Für den Alltag in der Stadt dagegen erledigt es viele Aufgaben sogar effizienter als ein Auto. Wer regelmäßig Einkäufe, Material oder Waren transportiert, spart Kraftstoff, Parkgebühren und Zeit. Genau deshalb verlieren viele klassische Stadtautos zunehmend ihre Berechtigung – und genau hier setzt das Cube Trike Flatbed Hybrid 750 ein deutliches Ausrufezeichen.

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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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