Maik Schröder
· 09.10.2026
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Der Herbst auf dem Rad kann ungemütlich, aber auch sonnig und warm sein. Das bedeutet, die Kleidung muss flexibel sein, und wenn es morgens kalt ist und nachmittags warm, bringt die beste Winterjacke auch nichts. Entscheidend ist also nicht, ob dein Outfit beim Losfahren mollig warm ist. Entscheidend ist, ob du vor der Abfahrt schnell etwas überziehen und bei Sonne wieder ausziehen kannst.
Kauf nicht gleich ein komplettes Herbst-Outfit. Schau zuerst, welche Sportkleidung du schon besitzt, und ergänze nur das, was dir auf deinen Touren fehlt.
| Priorität | Was du brauchst | Günstige Lösung | Worauf du beim Kauf achtest |
| 1 | Schutz vor Fahrtwind | Leichte Windweste oder dünne Windjacke | Passt über dein Shirt, flattert wenig und lässt sich klein verstauen |
| 2 | Mehr Wärme bei Bedarf | Vorhandenes langärmeliges Sportshirt oder dünnes Fleece | Bequem beim Treten, nicht so dick, dass du sofort schwitzt |
| 3 | Griffige Hände | Dünne Langfingerhandschuhe | Gutes Gefühl an Bremshebeln und Lenker, keine drückenden Nähte |
Hast du bereits ein langärmeliges Laufshirt, musst du nicht sofort ein spezielles Herbsttrikot kaufen. Ein dünnes, angenehm sitzendes Sportshirt kann als zusätzliche Lage dienen. Ein normales Baumwollshirt ist für schweißtreibende Fahrten weniger praktisch: Es nimmt Feuchtigkeit auf und kann sich bei einer kühlen Abfahrt klamm anfühlen. Das Grundprinzip ist einfach: Die innere Lage soll Feuchtigkeit ableiten, die mittlere bei Bedarf wärmen und die äußere Wind oder Regen abhalten.
Starte lieber mit einer Schicht, die du ablegen kannst, statt mit einer Jacke, die den ganzen Tag zu warm ist. Diese Kombinationen sind Beispiele, keine festen Temperaturregeln. Wind, Fahrtempo und persönliches Kälteempfinden machen einen Unterschied.
Eine Windweste ist keine Regenjacke. Sie kann bei Wind und leichtem Nieseln angenehm sein, ersetzt aber bei anhaltendem Regen keinen verlässlichen Nässeschutz. Umgekehrt ist eine dichte Regenjacke an einem trockenen, milden Anstieg oft unnötig warm. Wir empfehlen für wechselhaftes Herbstwetter mehrere dünne Schichten und für längere Touren bei Regen geeignete Regenkleidung als äußere Lage.
Nicht unbedingt. Wenn du in deinen vorhandenen Shorts angenehm fährst, kannst du sie an milden Oktobertagen weiter nutzen. Wird dir an den Knien oder bei längeren Pausen kalt, probiere zunächst eine vorhandene leichte Sporthose oder ergänze später Knielinge. Erst wenn du regelmäßig bei kühlem Wetter fährst, lohnt sich die Suche nach einer eigenen langen Radhose.
Ähnlich bei den Händen: Dünne Langfingerhandschuhe sind für viele Herbsttouren nützlicher als sofort ein dickes Wintermodell. Probiere sie am Lenker aus. Du solltest Bremse und Schaltung sicher bedienen können, ohne dass der Stoff spannt oder sich unter der Handfläche staut. Für deutlich kältere, nasse Fahrten gelten andere Anforderungen. Vielleicht hilft dir auch unser Ratgeber, wie Hände und Füße im Herbst warm bleiben.
Armlinge, teure Thermotrikots und eine Jacke für jedes Wetter sind kein Pflichtkauf zum Einstieg. Fahr erst ein paar Runden und achte darauf, wo dir tatsächlich kalt wird. So kaufst du für ein konkretes Problem statt für eine komplette Ausrüstungsliste.
Prüfe vor der Abfahrt nicht nur die Temperatur beim Start, sondern auch das Wetter zur geplanten Rückkehr. Pack den Windschutz so ein, dass du ihn vor einer längeren Abfahrt erreichen kannst. Wenn die Tour bis in die Dämmerung dauern könnte, denke außerdem an funktionierende Beleuchtung und Sichtbarkeit. Die einfache Startkombination lautet: vorhandenes Sportshirt, bei Bedarf ein dünnes Langarmshirt oder eine dünne Jacke, verstaubare Windweste und dünne Langfingerhandschuhe. Bei Regenrisiko kommt eine Regenjacke mit. Alles Weitere kannst du nach den ersten Herbstfahrten entscheiden.

Redakteur
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