Laurin Lehner
· 08.06.2026
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Neue Saison, neues Gravelbike. Ich hab mir das Specialized Diverge bestellt - in der Diverge 4 Comp Carbon Variante für 4499 Euro. Damit will ich nicht nur die 18 Kilometer zur Arbeit pendeln, sondern auch die ein oder andere Bikepacking-Tour unternehmen.
Zur Einordnung, Specialized hat drei Gravelbike Modelle im Programm und beschreibt sie folgendermaßen:
Crux: ”Das brandneue S-Works Crux 5 ist das schnellste Gravel Race Bike aller Zeiten. Es gibt kein anderes Gravel-Bike, das eine geringere Zeit bis ins Ziel ermöglicht. Ultraleicht, aerodynamisch und blitzschnell im Gelände. Wenn du auf dem Siegertreppchen ganz oben stehen möchtest, bringt dich nichts schneller dorthin.” (von der Specialized Website)
Diverge: “Das wettkampferprobte und abenteuertaugliche Diverge ist wie geschaffen für Radsporttage, an denen Vollgas angesagt ist, und für epische Touren abseits der Strecke. Fahre dem Horizont entgegen – oder deinen Rivalen vorneweg – mit dem Diverge geht beides.” (von der Specialized Website)
Creo: “Rennrad oder Gravelbike? Anstieg oder Abfahrt? Leiden oder Lächeln? Das elektrische Creo 2 ist Rennrad und Gravelbike in einem – du musst dich also nicht entscheiden. Dank überragender Leistung, enormer Reichweite und Future Shock 3.0 sprengt es Grenzen und macht bislang unmögliche Rides möglich.” (von der Specialized Website)
Zwei Farben standen hier zur Auswahl. Laurel Green Metallic und Dolomite Metallic - ich hab mich für letzteres entschieden - und finde den Mix aus dezentem Grau und dem Orange in den Lettern ne gute Kombi, wie ich finde.
Das Cockpit wirkt auffällig breit. Der Flare an sich gefällt mir, der Rise des Lenkers zumindest optisch weniger. Am Modell Adventure gibt es beim Diverge etliche Möglichkeiten, Flaschenhalter und Taschen zu befestigen.
Zu den wichtigsten Updates im Vergleich zu dem Vorgänger zählen eine größere Reifenfreiheit von bis zu 50 Millimetern, ein voluminöseres Staufach im Unterrohr und die aktuellste Version des hauseigenen Federsystems unter dem Vorbau.
Das Diverge hat beim letzten Update das sogenannte Future Shock 3.0 spendiert bekommen. Eine Federung unterhalb des Vorbaus soll einen Federweg von 20 Millimetern bieten. Drückt man im Stand drauf rum, wirkt das Konzept schlüssig.
Das Diverge 4 Comp kommt mit E-Schaltung (Sram S1000 Eagle AXS). Was nicht heißt, dass auch die unsauber laufen kann und eingestellt werden muss.
Die Waage zeigt 10 Kilo an (ohne Pedale) - das ist eher üppig für ein Carbon-Gravelbike.
Auf der Website kann man mithilfe der Körpergröße und der Schienbeinlänge die passende Rahmengröße ermitteln. Mit meinen 1,78 Meter Körpergröße und 45 cm Schienbeinlänge spuckte die Größentabelle Rahmengröße 56 cm aus.
Beim ersten Aufsitzen wirkt die Fahrposition jedoch sehr gestreckt. Hab ich etwa zur falschen Größe gegriffen? Bei der ersten Pendelfahrt nach Hause spüre ich deutlich Druck auf den Händen. Jetzt habe ich erstmal den Sattel etwas nach vorne geschoben, vielleicht probiere ich auch noch einen kürzeren Vorbau aus. Der besitzt aktuell eine Länge von 90 mm.
Das Diverge rollt geschmeidig. Die Tracer TLR All Terrain Reifen machen einen guten Eindruck und rollen gut. An die eher gestreckte Fahrposition muss ich mich gewöhnen, oder einen kürzeren Vorbau montieren. Der Future Shock 3.0 Dämpfer unter dem Lenker sorgt bei groben Passagen spürbar Komfort, aber hemmt weniger als eine Federgabel - bei der ersten Tour gefiel mir das Konzept.

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