Neues Merida SpeederFlatbar-Bike mit 50-mm-Reifenfreiheit wird zum Gravel-Pendler

Max Fuchs

 · 14.08.2026

Merida Speeder 2027: Dieses Flatbar-Bike kann mehr als nur zur Arbeit fahren.
Foto: Merida
Merida schärft das Speeder für 2027 nach: 50 mm Reifenfreiheit, überarbeitete Geometrie und zahlreiche Montagepunkte machen das Flatbar-Bike zum vielseitigen Pendler- und Gravelrad. Drei Modelle starten in Deutschland ab 899 Euro. Wir klären, für wen sich das neue Bike eignet und für wen nicht.

Themen in diesem Artikel

Einordnung: Alltagstalent mit Gravel-Genen

Das neue Merida Speeder verschiebt die Grenze zwischen schnellem Alltagsrad und vielseitigem Gravel-Bike. 50 mm Reifenfreiheit, eine entspannte Geometrie und zahlreiche Befestigungspunkte decken ein breites Einsatzspektrum ab. Mit der komfortablen Sitzposition mit Flatbar zielt Merida auf Fahrer, die werktags zur Arbeit rollen und am Wochenende Ausfahrten auf Schotter oder kleine Bikepacking-Trips unter die Stollen nehmen. Vielseitig ist der Neuling also allemal. Aber auch der Preis stimmt. Mit drei Modellen zwischen 899 und 1.599 Euro ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Das Wichtigste zum Merida Speeder 2027

  • 50 mm Reifenfreiheit für breite Reifen und mehr Komfort auf Schotter
  • Flacherer Lenkwinkel für mehr Laufruhe auf unbefestigten Wegen
  • 27,2-mm-Sattelstütze für zusätzlichen Komfort dank mehr Flex
  • Zwei Rahmenvarianten: Semi-Tiefeinsteiger oder Diamantrahmen
  • Viele Montagepunkte für Schutzbleche, Gepäckträger und Co.
  • Flatbar-Konzept mit aufrechter, alltagstauglicher Sitzposition
  • Einsatzbereich: Pendeln, Touren, Schotter und Bikepacking
  • Drei Modelle: Speeder 100, 300 und 500
  • Preise: 899, 999 und 1.599 Euro
  • Erhältlich ab Januar 2027

50 Millimeter schaffen neue Möglichkeiten

Mit bis zu 50 Millimeter breiten Reifen wappnet Merida das Speeder auch ohne schwere Federgabel für groben Untergrund. Breitere Pneus erhöhen Komfort und Traktion und verleihen dem Bike mehr Reserven, wenn Asphalt in Schotter übergeht. Damit distanziert sich das Speeder klar vom klassischen Fitness-Bike.

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Auch die Geometrie folgt diesem Kurs. Merida spendiert dem neuen Modell einen flacheren Lenkwinkel als dem Vorgänger. Das bringt mehr Laufruhe und Stabilität, gerade wenn der Untergrund rauer wird. Auf schnellen Abfahrten dürfte das Speeder damit weniger nervös reagieren.

Beim Komfort setzt Merida zusätzlich auf ein neues Sattelstützenmaß. Die 27,2 Millimeter dünne Stütze lässt mehr Flex zu und ragt beim neuen Modell weiter aus dem Rahmen. Das soll Vibrationen stärker herausfiltern. Gerade auf längeren Touren und schlechten Wegen dürfte sich das bemerkbar machen.

Zwei Rahmen, drei Ausstattungsstufen

Merida teilt die Baureihe in zwei Rahmenausführungen. Das Speeder 500 rollt mit dem hochwertigeren AL-A-Rahmen und verschliffenen Schweißnähten in Carbon-Optik. Die Speeder-Modelle 100 und 300 nutzen die AL-C-Variante, die eine kostengünstigere Fertigung mit einfacherem, unbearbeitetem Look ermöglicht.

Bei der Ausstattung staffelt Merida die Modelle entsprechend der Preisklasse. Das Speeder 100 startet bei 899 Euro, das 300 folgt mit 999 Euro. Das Topmodell Speeder 500 kostet 1.599 Euro.

Alle Varianten gibt es mit klassischem Diamantrahmen oder tiefer Durchstiegsgeometrie. Damit bedient Merida unterschiedliche Vorlieben beim Auf- und Absteigen, ohne das Grundkonzept des Speeder zu verändern.

Bereit für Schutzbleche, Gepäck und Bikepacking

Das Speeder bringt zahlreiche Montagepunkte am Rahmen mit. Schutzbleche lassen sich ebenso integrieren wie Gepäckträger und Zubehör, das im Rahmendreieck befestigt werden kann. Das macht das Bike für den täglichen Arbeitsweg interessant und schafft gleichzeitig eine gute Basis für Mehrtagestouren.

Merida positioniert das Speeder damit bewusst vielseitiger als ein reines Pendler- oder Fitness-Bike. Wer am Wochenende gerne lange Touren auf Schotter und Asphalt einlegt oder eine mehrtägige Bikepacking-Tour plant, kann dasselbe Rad nutzen, das einen unter der Woche auf dem Weg zur Arbeit begleitet.

Redaktionelle Einordnung

Merida entwickelt das Speeder weder zum kompromisslosen Gravel-Racer mit Flatbar noch zum reinen Alltagsbike. Das Bike will mehrere Einsatzbereiche auf einmal stemmen: Es verbindet Alltagstauglichkeit mit zusätzlichen Reserven für sportliche Einsätze an Wochenenden oder in der Freizeit.

Besonders interessant wirkt die Kombination aus breiten Reifen, ruhiger Geometrie, komfortabler Sattelstütze und umfangreichen Montagepunkten. Sie macht das Speeder zu einem langstreckentauglichen Allrounder, egal ob beim Pendeln, Tourenfahren oder Bikepacking.

Wie gut sich das Speeder in der Praxis tatsächlich schlägt, klären wir demnächst in einem ausführlichen Test.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • 50 mm Reifenfreiheit eröffnet einen breiten Einsatzbereich
  • Ruhigere Geometrie für Schotter und schlechte Wege
  • Komfortpotenzial durch die 27,2-mm-Sattelstütze
  • Viele Montagepunkte für Alltag und Bikepacking
  • Flatbar für aufrechte Sitzposition und bessere Kontrolle
  • Drei Preisstufen zwischen 899 und 1.599 Euro

Nachteile

  • Keine voll ausgestattete Alltags-Version erhältlich. Zubehör muss zusätzlich gekauft werden.
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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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