Max Fuchs
· 14.08.2026
Das neue Merida Speeder verschiebt die Grenze zwischen schnellem Alltagsrad und vielseitigem Gravel-Bike. 50 mm Reifenfreiheit, eine entspannte Geometrie und zahlreiche Befestigungspunkte decken ein breites Einsatzspektrum ab. Mit der komfortablen Sitzposition mit Flatbar zielt Merida auf Fahrer, die werktags zur Arbeit rollen und am Wochenende Ausfahrten auf Schotter oder kleine Bikepacking-Trips unter die Stollen nehmen. Vielseitig ist der Neuling also allemal. Aber auch der Preis stimmt. Mit drei Modellen zwischen 899 und 1.599 Euro ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Mit bis zu 50 Millimeter breiten Reifen wappnet Merida das Speeder auch ohne schwere Federgabel für groben Untergrund. Breitere Pneus erhöhen Komfort und Traktion und verleihen dem Bike mehr Reserven, wenn Asphalt in Schotter übergeht. Damit distanziert sich das Speeder klar vom klassischen Fitness-Bike.
Auch die Geometrie folgt diesem Kurs. Merida spendiert dem neuen Modell einen flacheren Lenkwinkel als dem Vorgänger. Das bringt mehr Laufruhe und Stabilität, gerade wenn der Untergrund rauer wird. Auf schnellen Abfahrten dürfte das Speeder damit weniger nervös reagieren.
Beim Komfort setzt Merida zusätzlich auf ein neues Sattelstützenmaß. Die 27,2 Millimeter dünne Stütze lässt mehr Flex zu und ragt beim neuen Modell weiter aus dem Rahmen. Das soll Vibrationen stärker herausfiltern. Gerade auf längeren Touren und schlechten Wegen dürfte sich das bemerkbar machen.
Merida teilt die Baureihe in zwei Rahmenausführungen. Das Speeder 500 rollt mit dem hochwertigeren AL-A-Rahmen und verschliffenen Schweißnähten in Carbon-Optik. Die Speeder-Modelle 100 und 300 nutzen die AL-C-Variante, die eine kostengünstigere Fertigung mit einfacherem, unbearbeitetem Look ermöglicht.
Bei der Ausstattung staffelt Merida die Modelle entsprechend der Preisklasse. Das Speeder 100 startet bei 899 Euro, das 300 folgt mit 999 Euro. Das Topmodell Speeder 500 kostet 1.599 Euro.
Alle Varianten gibt es mit klassischem Diamantrahmen oder tiefer Durchstiegsgeometrie. Damit bedient Merida unterschiedliche Vorlieben beim Auf- und Absteigen, ohne das Grundkonzept des Speeder zu verändern.
Das Speeder bringt zahlreiche Montagepunkte am Rahmen mit. Schutzbleche lassen sich ebenso integrieren wie Gepäckträger und Zubehör, das im Rahmendreieck befestigt werden kann. Das macht das Bike für den täglichen Arbeitsweg interessant und schafft gleichzeitig eine gute Basis für Mehrtagestouren.
Merida positioniert das Speeder damit bewusst vielseitiger als ein reines Pendler- oder Fitness-Bike. Wer am Wochenende gerne lange Touren auf Schotter und Asphalt einlegt oder eine mehrtägige Bikepacking-Tour plant, kann dasselbe Rad nutzen, das einen unter der Woche auf dem Weg zur Arbeit begleitet.
Merida entwickelt das Speeder weder zum kompromisslosen Gravel-Racer mit Flatbar noch zum reinen Alltagsbike. Das Bike will mehrere Einsatzbereiche auf einmal stemmen: Es verbindet Alltagstauglichkeit mit zusätzlichen Reserven für sportliche Einsätze an Wochenenden oder in der Freizeit.
Besonders interessant wirkt die Kombination aus breiten Reifen, ruhiger Geometrie, komfortabler Sattelstütze und umfangreichen Montagepunkten. Sie macht das Speeder zu einem langstreckentauglichen Allrounder, egal ob beim Pendeln, Tourenfahren oder Bikepacking.
Wie gut sich das Speeder in der Praxis tatsächlich schlägt, klären wir demnächst in einem ausführlichen Test.
Vorteile
Nachteile

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