​CUBE Nuroad C:62 SLT CheckFederleichtes Highend-Gravelbike zum Knallerpreis!

Max Fuchs

 · 25.08.2026

Top-Ausstattung zum fairen Kurs: Hochwertiger Carbonrahmen, Carbonlaufräder, Powermeter und edle Anbauteile sind für 5999 Euro eine Kampfansage.
Foto: CUBE Bikes
Das CUBE Nuroad C:62 SLT verbindet einen leichten Carbonrahmen mit SRAMS Top-Gruppe Red AXS, Carbon-Laufrädern und 45er-Reifen. Dazu kommen 50 Millimeter Reifenfreiheit und zahlreiche Gepäckoptionen. Ein Gravel-Racer mit erstaunlich breitem Einsatzgebiet – zumindest auf dem Papier. Wir haben uns das Highlight-Modell für 2027 genauer angesehen.

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Fazit von Max Fuchs, BIKE-Redakteur

8,0 Kilo, Carbon, wohin das Auge blickt, und SRAM Red AXS mit 13 Gängen: Beim Nuroad C:62 SLT spart CUBE wie gewohnt nicht an der Ausstattung. Der Carbonrahmen soll mit rund 1150 Gramm in Größe M sehr leicht und gleichzeitig steif ausfallen, dazu rollt das Topmodell auf superhohen Newmen Streem G.62 CS Carbonlaufrädern und schnellen Schwalbe G-One RS Pro in 45 Millimeter Breite.

Damit positioniert CUBE das Nuroad klar auf der schnellen Seite des Gravel-Spektrums. Gleichzeitig spielt das Nuroad seinen vielseitigen Trumpf aus: Schutzbleche, Heckgepäckträger und sogar ein dritter Flaschenhalter lassen sich montieren. Bis zu 50 Millimeter breite Reifen schluckt der Rahmen, mit Schutzblechen bleiben immerhin 45 Millimeter. Der Spagat zwischen Racebike und Langstrecken-Graveller gelingt zumindest auf dem Papier erstaunlich gut. Und der Preis für den edlen Schotter-Flitzer fällt gemessen an der Ausstattung brandheiß aus. Bei anderen Herstellern muss man für eine ähnlich ausgestattete Variante manchmal fast das Doppelte ausgeben.

Das Wichtigste zum CUBE Nuroad C:62 SLT

  • Preis: 5.999 Euro
  • Gewicht: 8,0 kg
  • Rahmen: C:62 Carbon, Advanced Twin Mold
  • Gabel: C:62 Carbon
  • Schaltung: SRAM Red XPLR AXS E1, 13-fach
  • Übersetzung: 42 Zähne / 10–46
  • Kurbel: SRAM Red XPLR Wide mit Powermeter
  • Bremsen: SRAM Red AXS HRD, 160/160 mm
  • Laufräder: Newmen Streem G.62 CS Carbon
  • Reifen: Schwalbe G-One RS Pro, 45-622
  • Reifenfreiheit: bis 50 mm
  • Cockpit: CUBE IC Aero Carbon, einteilig
  • Sattelstütze: Newmen Advanced Carbon, 27,2 mm
  • Größen: XS bis XL
  • Maximales Fahrergewicht: 100 kg

Carbonrahmen mit Race-DNA

CUBE baut das Nuroad C:62 SLT um einen C:62-Carbonrahmen mit Advanced-Twin-Mold-Technologie. Dabei positioniert CUBE die Fasern um einen Negativ-Mold maximal präzise und passt die Faserdichte an stärker belastete Bereiche an. Das Ergebnis soll ein besonders leichtes und stabiles Chassis liefern. Rund 1150 Gramm nennt CUBE für den Rahmen in mittlerer Größe.

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Optisch gibt sich das Nuroad angenehm aufgeräumt. Die Sattelstützenklemme verschwindet im Rahmen, die Züge laufen weitgehend intern, und das einteilige IC-Aero-Cockpit räumt den Kabelsalat an der Steuerzentrale auf. Das sieht schnell aus – und genau das will dieses Bike auch sein. Wer selbst am Bike schraubt, muss sich durch das hohe Maß an Systemintegration eine extra Portion Geduld und Skills mitbringen.

SRAM Red AXS: Hier wird nicht gekleckert

Beim Antrieb greift CUBE ganz oben ins SRAM-Regal. Die Red XPLR AXS E1 schaltet 13 Gänge und kombiniert eine 10–46er-Kassette mit einem 42er-Kettenblatt. Für schnelle Gravel-Runden liefert die Übersetzung reichlich Bandbreite und eine feine Abstufung. Der Klettergang fällt dagegen stramm aus.

Besonders stark: CUBE spendiert dem Bike ab Werk sogar eine Powermeter-Kurbel für datengestütztes Training. Wer seine Trainingsdaten ernst nimmt, bekommt damit ohne Nachrüstung Leistungsmessung und elektronische Schaltung aus einem Guss.

Auch bei den Bremsen bleibt CUBE konsequent. SRAM Red AXS HRD verzögert das Nuroad mit 160-Millimeter-Scheiben an Hinter- und Vorderrad.

Acht Kilo treffen auf 45 Millimeter

Die 8,0 Kilo Gesamtgewicht stechen bei diesem Bike sofort heraus. CUBE kombiniert das geringe Gewicht allerdings nicht mit schmalen Schummel-Pneus, sondern montiert 45 Millimeter breite Schwalbe G-One RS Pro. Die Reifen rollen tubeless-ready auf superhohen Newmen Streem G.62 CS Carbonlaufrädern.

Das Paket klingt nach einem klaren Auftrag: möglichst viel Vortrieb, gute Aerodynamik, aber trotzdem genügend Komfort und Fahrsicherheit für lange Tage auf rauen Untergründen. Die maximale Reifenfreiheit von 50 Millimetern lässt zudem Spielraum für noch breitere Schlappen.

Racebike mit Reiseoption

Hier wird das Nuroad interessant. Trotz der sportlichen Ausstattung versieht CUBE das Chassis mit reichlich Montagepunkten. Schutzbleche und Heckgepäckträger finden ebenso Platz wie ein Seitenständer. Die Gabel bietet sogar zwei Befestigungspositionen für Gepäckträger; über die Lowrider-Aufnahmen lassen sich laut CUBE an der Front bis zu zehn Kilogramm Gepäck transportieren.

Dazu kommt eine dritte Flaschenhalteraufnahme an der Unterseite des Unterrohrs. Eine Oberrohrtasche gehört sogar serienmäßig zum Lieferumfang. Damit mutiert das 5.999-Euro-Racebike nicht gleich zum Reiserad, zeigt aber deutlich: CUBE hat dieses Nuroad nicht ausschließlich für Bestzeiten entwickelt.

Redaktionelle Einordnung

CUBE trifft mit dem Nuroad C:62 SLT einen interessanten Nerv der aktuellen Gravel-Szene. Das Bike flirtet unverhohlen mit dem Rennsport: 8,0 Kilo, Carbonlaufräder, SRAM Red XPLR, Powermeter und ein Aero-Cockpit sprechen eine ziemlich deutliche Sprache. Gleichzeitig verpasst CUBE dem Chassis genug Befestigungspunkte, damit auch die mehrtägige Tour nicht an der Gepäckfrage scheitert.

Genau diese Mischung macht das Nuroad spannender als einen reinen Gravel-Racer. Wer ausschließlich auf Bestzeiten aus ist, findet möglicherweise noch konsequenter auf Speed getrimmte Konzepte. Wer dagegen ein leichtes Gravelbike für schnelle Trainingsrunden, lange Tagestouren und gelegentliche Bikepacking-Abenteuer sucht, bekommt hier ein ungewöhnlich üppig ausgestattetes Gesamtpaket zum überaus fairen Kurs.

Plus

  • Sehr geringes Gesamtgewicht von 8,0 kg
  • Top ausgestattet
  • Bis zu 50 mm Reifenfreiheit
  • Zahlreiche Montagepunkte für Gepäck und Schutzbleche
  • Dritter Flaschenhalter
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Vollintegriertes Cockpit erschwert die Wartung
  • 100 kg Fahrer-Maximalgewicht lassen wenig Spielraum für schwere Fahrer samt Ausrüstung
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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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