CENTURION Crossfire R600Gravelbike trifft Boschs ersten Nabenmotor

Max Fuchs

 · 06.10.2026

Das Crossfire R600 D EQ bringt alles mit, was der Alltag verlangt: Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung und Seitenständer – kombiniert mit dem Bosch Hub Line und entnehmbarem Akku. Ab November 2026, 2.849 Euro.
Foto: Centurion
Bosch baut seit Jahren Mittelmotoren. Jetzt kommt der erste Nabenmotor. Und CENTURION gehört zu den ersten Herstellern, die ihn einsetzen.
Ab November 2026 rollt das Centurion-Gravelbike Crossfire in zwei neuen Varianten an den Start. Beide sind E-Bikes mit dem Bosch Hub Line – einem Nabenantrieb, der das Portfolio des schwäbischen Motorenspezialisten grundlegend erweitert. Wir haben uns das spannende Aggregat in Kombination mit Centurions Gravel-Plattform genauer angesehen.

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Fazit von Max Fuchs, BIKE-Testredakteur

Der Bosch Hub Line klingt nach einer spannenden Ergänzung für E-Gravelbikes. Wenn der Nabenmotor günstigere Modelle ermöglicht, könnte er E-Bikes für mehr Menschen erschwinglich machen. Wie sich das zusätzliche Gewicht am Hinterrad auf die Fahrdynamik des Crossfire R600 auswirkt, muss allerdings erst ein Praxistest zeigen.

Ein Motor, der verschwindet

Der Hub Line liefert 45 Newtonmeter Drehmoment, wiegt rund 2,3 Kilogramm und sitzt mit etwa 100 Millimetern Durchmesser in der Hinterradnabe – und fällt dort kaum auf. Kein Klotz am Tretlager, keine wuchtige Motoreinheit im Rahmen. Das Rad sieht aus wie ein normales Fahrrad.

Ein direkter Vergleich mit Mittelmotoren führt hier in die Irre: Ein Nabenmotor gibt seine Kraft unmittelbar am Hinterrad ab, ohne Verluste durch Kette oder Riemen. Für leichte Urban- und Fitness-Bikes reichen 45 Nm daher in fast allen Alltagssituationen völlig aus.

Vernetzt und aktualisierbar

Als Teil des Bosch Smart Systems ist der Hub Line vollständig vernetzt: Over-the-Air-Updates, Diebstahlschutz, Navigation und Personalisierung über die eBike Flow App gehören zum Funktionsumfang der digitalen Features. Wer sein Rad verleiht oder verkauft, kann den Zugang sperren. Wer eine neue Funktion will, bekommt sie drahtlos – kein Händlerbesuch nötig.

Der Akku als Alltagslösung

Das entscheidende Detail des R600 steckt nicht im Motor, sondern im Rahmen. Der 360-Wh-Akku lässt sich bequem nach oben entnehmen. CENTURION nennt das ausdrücklich als Reaktion auf Kundenwünsche: Wer kein Garagenstellplatz hat und sein Rad im Keller oder draußen abstellen muss, kann den Akku einfach mit in die Wohnung nehmen und an der Steckdose laden. Bosch gibt die Reichweite mit Hub Line und dem 360-Wh-Akku mit rund 89 Kilometern im Eco-Modus an – genug für mehrere Pendeltage ohne Nachladen.

Zwei Varianten, eine Rahmenform

Das Crossfire R600 gibt es ausschließlich mit Diamantrahmen – passend zum sportlichen Gravelbike-Charakter. Zwei Varianten stehen zur Wahl. Das R600 D ist der reduzierte Einstieg für 2.749 Euro. Das R600 D EQ kommt für 2.849 Euro mit vollständiger Alltagsausstattung ab Werk.

Uns interessiert auch eure Meinung: Nabenmotoren in sportlich angehauchten Bikes – macht das fahrdynamisch Sinn? Schreibt uns dazu gerne euren Input in die Kommentarspalte!

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Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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