Aper Dryad Gravelbike mit Flex-HinterbauFräs-Skulptur aus Griechenland ab 1245 Euro

Jan Timmermann

 · 28.09.2026

Mal was anderes: Das Aper Dryad Gravelbike wird aus stark bearbeiteten Aluminium-Profilen zusammengesetzt.
Foto: jan Timmermann
Das Aper Dryad zieht unweigerlich Blicke auf sich. Der Aluminium-Rahmen wird exzessiv mit der CNC-Fräse bearbeitet und erstrahlt in funkelndem Eloxal. Normalerweise würde man bei solch einem Technik-Highlight einen hohen Preis erwarten. Doch das Gravelbike aus Griechenland bleibt erstaunlich günstig. Grund genug sich das Aper Dryad genauer anzuschauen.

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Aper ist den Fans CNC-gefräster und bunt eloxierter Mountainbike-Rahmen längst ein Begriff. Auf der Bespoked Messe in Dresden zeigte das griechische Label nun ein brandneues Gravelbike. Das Aper Dryad setzt auf die gleiche Fertigungsmethode, wie die vollgefederten Alu-Bikes der Marke und integriert auch ein federndes Element in den Hinterbau. Verblüffend ist das Preisschild. Mit 1245 Euro fürs Rahmenset bleibt das aufwändig verarbeitete Aper Dryad Gravelbike deutlich günstiger als viele konventionelle Wettbewerber.

Fazit

So ein Gravelbike hatte ich bis dato noch nicht gesehen: Aper überrascht mit dem neuen Dryad selbst gestandene Bike-Nerds. Nicht nur die CNC-Fertigungsweise in Griechenland, sondern auch das Flex-Konzept sind einzigartig. Angesichts dessen erscheint der Preis fürs Alu-Gravelbike verrückt günstig. Individualisten sollten sich das Aper Dryad also mal genauer anschauen. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Das Aper Dryad im Detail

  • Einsatzgebiet: Gravelbike
  • Material / Gewicht Rahmen: Aluminium / ab 1700 g
  • Material / Gewicht Gabel: Aluminium / ab 740 g
  • Preis Rahmenset: ab 1245 Euro
  • Preis Komplettbike: ab 2520 Euro
  • Besonderheiten: made in Greece, Rahmenflex indiviualisierbar

Aus den Vollen gefräst

​Hinter Aper Bikes stecken die zwei Maschinenbauingenieure Nikos und Giorgos - beides Tüftler mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Bike-Industrie. Mit dem Dryad verfolgt Aper einen ungewöhnlichen Ansatz im Aluminiumrahmenbau: Der Rahmen basiert auf 7075-T6-Aluminiumprofilen, die vollständig CNC-bearbeitet werden. Unter der Bezeichnung RibLogic werden Versteifungsrippen, variable Wandstärken und tiefe Ausfräsungen direkt in die Bauteile integriert, um die Materialverteilung gezielt an den jeweiligen Lastpfaden auszurichten. Theoretisch lassen sich diese Rippen auch individuell auf die Bedürfnisse des Fahrers anpassen, um ihm genau den Flex oder die Steifigkeit im Rahmen zu bieten, welche er sich wünscht.

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Die einzelnen Rahmenelemente werden anschließend über mechanisch ineinandergreifende Verbindungen, strukturelle Verklebungen und Verschraubungen zu einem Gesamtverbund gefügt. Aper setzt Konstruktion, Programmierung, Bearbeitung und Montage vollständig in Eigenregie in Griechenland um. Der konstruktive Fokus liegt dabei ausdrücklich nicht auf einem möglichst niedrigen Rahmengewicht, sondern auf struktureller Integrität, Dauerhaltbarkeit und hoher Belastbarkeit bei technischem Offroad-Einsatz und Bikepacking. Trotzdem muss sich das Rahmengewicht von circa 1700 Gramm nicht verstecken. Ganze sechs Flaschenhalteraufnahmen sowie Anschraubpunkte für Gepäck rüsten das Aper Dryad für Bikepacking-Touren mit herausfordernder Versorgungs-Infrastruktur.

​Besonders konsequent setzt Aper das Konstruktionsprinzip an der Gabel um. Die monolithische Gabel wird aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst. Gabelschaft, Krone und Gabelscheiden bilden damit eine durchgehende Struktur ohne Schweißnähte oder verklebte Kronenverbindung. Lokale Verstärkungen, variable Wandstärken und integrierte Rippen sollen auch hier die Steifigkeit und Verformung insbesondere bei Bremslasten, Schlägen und hohen Offroad-Belastungen kontrollieren. Laut Aper bringt die einteilige Gabel rund 740 Gramm auf die Waage. Erfreulich: Trotz der aufwändigen und lokalen Produktion in der EU bleibt das Dryad preislich auf dem Boden.

Flex-Hinterbau am Gravelbike

Gleichzeitig verfügt das Dryad über eine gezielt auf Komfort ausgelegte Hinterbaukonstruktion: Die Sitzstreben sind über Buchsen angebunden und können sich unter Belastung kontrolliert bewegen. So soll das Dryad bei ausdauernden Fahrten durchs raue Hinterland mit Sitzkomfort und Traktion überzeugen. Die Buchsen sind ebenfalls verschraubt und können je nach Bedarf ausgetauscht werden. Zusammen mit dem vergleichsweise hohen Stack und der auf Laufruhe ausgelegten Geometrie entsteht ein Konzept, das auf lange Distanzen und anspruchsvolles Gelände ausgerichtet ist. Die Kettenstreben messen je nach Größe 435 beziehungsweise 440 Millimeter, während der Lenkwinkel von 68,5° in XS bis 70,5° in XL reicht. Ausgeliefert wird das Gravelbike von Aper mit 45 Millimeter breiten Reifen.

Modelle und Preise

Aper bietet das neue Dryad als Rahmenset ab 1245 Euro an. Außerdem können Kunden je drei Komplettbike-Aufbauten mit Sram oder Shimano wählen. Zur Markteinführung ab Dezember 2026 sind die Preise zusätzlich reduziert.

  • Aper Dryad 2.11 (Shimano GRX 2x11): ab 2520 Euro
  • Aper Dryad 1.12 (Shimano GRX 1x12): ab 3250 Euro
  • Aper Dryad 1.12 Di2 (Shimano GRX Di2 1x12): ab 4463 Euro
  • Aper Dryad 1.13 Rival: ab 3657 Euro
  • Aper Dryad 1.13 Force: ab 3930 Euro
  • Aper Dryad 1.13 Red Power: ab 5920 Euro

Wie seht ihr das: Gefällt euch das neue Aper Dryad aus Aluminium oder setzt ihr lieber auf klassische Rahmenformen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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Jan Timmermann

Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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