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Vielleicht erstmal für diejenigen, die der Marke Ducati noch nicht im Radkontext begegnet sind: Der Hersteller aus Bologna ist weiterhin auf Motorräder spezialisiert, hat jedoch auch eine Handvoll Fahrräder im Sortiment - und erweitert dieses nun um ein E-Gravelbike. Das neue Futa All Road wird zwar von Ducati nicht direkt als E-Gravelbike bezeichnet, sondern lediglich als neue Version des E-Rennrads Futa. Jedoch wird schon beim Namen klar, wohin es mit dem Bike gehen soll.
Stellt man das Ducati Futa All Road und das Futa AXS nebeneinander, muss man schon zwei mal hinsehen, um die feinen Unterschiede zu erkennen. Beide Modelle haben den unverkennbaren Ducati-Look: der dunkelgraue Carbonrahmen wird von roten Akzenten geschmückt und bewahrt die Sport-Endurance-Geometrie. Außerdem verlaufen hier die Kabelzüge innen, was einen aufgeräumten Eindruck macht.
Und sogar die Komponenten sind überwiegend gleich: Der FSA System HM 1.0-Motor arbeitet mit 250 Watt und einem Drehmoment von 42 Newtonmeter in der Hinterradnabe. Damit ist der eher selten verbaute Motor allerdings ein kleines Kraftpaket im Vergleich zu anderen Nabenmotoren, wie dem Mahle x-20 mit 23 Nm oder dem X-35 mit 40 Nm.
Der FSA-Akku mit 250 Wh ist im Unterrohr integriert und kann, wie auch beim Futa AXS, mit einem zusätzlich erhältlichen Range Extender weitere 250 Wh Akkupower liefern. Über die FSA-App (sowohl für Android als auch iOS erhältlich) können die wichtigsten Daten, wie Fahrstatistiken, Ladezustand des Akkus und verbleibende Reichweite, eingesehen werden. Während der Fahrt können Bikerinnen und Biker zwischen fünf Unterstützungsstufen wählen und man soll laut Hersteller über die 25 Km/h-Marke hinaus kaum den Motorwiderstand beim Treten spüren.
Die Gemeinsamkeiten gehen weiter bis zur Schaltung, den Laufrädern und Bremsen: Das Ducati Futa All Road kommt wie das Futa AXS mit der Sram Rival eTap AXS-Gruppe. Beide Räder sind mit der Rival 160 mm Scheibenbremse und kabelloser, elektronischer 2x12-Schaltung ausgestattet. Allerdings schaltet das AXS mit der K-Force WE von FSA, statt mit der Rival eTap AXS von Sram. Die Vision AGX 30 Laufräder finden sich aber an beiden Bikes wieder.
Trotz der vielen Gemeinsamkeiten fallen einem auf den zweiten Blick die Unterschiede der beiden Modelle auf. Der K-Wing AGX Carbonlenker von FSA wurde speziell fürs Gravelbike entwickelt und biete durch speziell geformte Kontaktpunkte eine verbesserte Ergonomie. Durch 10 Grad Front Sweep soll der Lenker besonders komfortabel sein, da er so eine natürliche Position für die Handgelenke bietet. 12 Grad Flare bieten im Untergriff eine bessere Lenkkontrolle im Gelände.
Neu sind auch die Vittoria Terreno Dry-Reifen, die dank ihres Profils sowohl für Straße als auch Schotter geeignet sind. Von der unterschiedlichen Reifenbreite (vorne 38 mm, hinten 35 mm) verspricht der Hersteller zusätzliche Lenksicherheit und Komfort, sowie die Dämpfung von Unebenheiten. Auch wenn mittlerweile durchaus 40 mm und breiter zum Einsatz kommen und entsprechend mehr Grip und Dämpfung bieten.
Eine Besonderheit ist, dass das E-Gravelbike direkt mit 3 Bikepacking-Taschen für Sattel, Lenker und Rahmen geliefert wird. Diese seien aus vollständig wasserundurchlässigem Material gefertigt und sollen genug Stauraum für das Equipment beim Bikepacking bieten.

Werkstudent