Victoria Avyon 11 im TestSorglos E-Bike mit Getriebenabe

Adrian Kaether

 · 01.07.2026

Das Victoria Avyon 11 ist das neue SUV E-Bike von Victoria.


Foto: Wolfgang Papp
Foto: Wolfgang Papp
Das Victoria Avyon 11 bringt als SUV E-Bike einen Riemenantrieb und einen breiten Einsatzbereich in Einklang. Wir konnten das neue Tourenrad von Victoria schon fahren.

Themen in diesem Artikel

Fazit zum Test des Victoria Avyon 11 Diamant

Das Victoria Avyon 11 ist als SUV kein Gelände Extremo, macht aber als Trekkingbike mit erweitertem Einsatzbereich eine gute Figur. Riemenantrieb, Bosch System und das 3x3 Getriebe "made in Germany" rechtfertigen den hohen Preis. Leider etwas schwer.

Daten und Fakten zum Victoria Avyon 11 Diamant

Federweg100 mm
Laufradgröße27,5"+/584mm
Gewicht30.34 kg
MotorBosch Performance Line CX
AkkuBosch Power Tube 800
GabelRock Shox Recon RL
Schaltung3x3 Nine
Bremse vorneMagura MT 5

SUV E-Bikes sind Trend. Mit breiten Geländereifen machen sie auf leichten Schottertouren eine gute Figur, können aber auch im Alltag überzeugen. Genau so ein Bike ist auch das neue Victoria Avyon 11, setzt dabei aber mit einem besonders dauerhaltbaren Antrieb mit Riemen und 3x3 Getriebenabe eigene Akzente.

Ganz neu ist das Konzept des Victoria Avyon nicht. Das Schwestermodell mit Riemen und Enviolo Nabe hatten wir hier schonmal im Test. Für 2026 wurde das Avyon aber nochmals überarbeitet und kommt nun mit dem aktuellen Bosch CX Motor mit bis zu 120 Newtonmetern und 800 Wattstunden im Unterrohr. Vor dem Lenker thront das große Kiox 500 Display und ein IQ-XS Scheinwerfer von Busch und Müller mit Fernlicht.

Im Video: BIKE checkt das Victoria Avyon 11

Nie mehr Schrauben? Die 3x3 Getriebenabe

Die größte Neuerung ist die 3x3 Nine Getriebenabe im Heck. Sie ist per eShift ans Bosch-System gekoppelt und bietet Neun Gänge mit einer Bandbreite von 550 Prozent. Massig Spielraum also, um mit dem Victoria aus starke Steigungen mit Gepäck gut zu bewältigen. Der starke Motor tut im Zweifel ohnehin sein übrigens und nimmt steilem Gefälle den Schrecken.

Allerdings: Unter Volllast schalten will die 3x3 Nabe nicht so gerne. Der Motor nimmt deswegen bei Schaltvorgängen spürbar Last aus dem Antrieb. Das macht sich besonders an Steigungen bemerkbar. Trotzdem kracht es manchmal etwas im Getriebe. Technisch unbedenklich, aber wer hier sensibel ist, könnte sich dran stören. Anders als mit anderen Getriebe-Naben in Boschs E-Shift System gibt es mit der 3x3 keine Automatik-Funktion. Im Stand schaltet die Nabe aber selbstständig in einen passenden Anfahrtsgang.

Moderate Geometrie für agiles Handling

Bei der Geometrie bleibt das Victoria nach wie vor moderat: Ein steiler Lenkwinkel und kleine Laufräder in 27,5 Zoll zahlen auf ein agiles Fahrverhalten ein. Der klassisch lange Winkel-Vorbau macht das Lenken aber etwas indirekt. Die Ergo-Griffe sind trotz Premium-Preis eher einfach gehalten. Hier würde sich noch ein Upgrade lohnen. Der weiche Sattel und die Federstütze machen das Fahren dagegen sehr komfortabel.

Starker Partner im Alltag

Im Alltag kann das Rad als kompetenter Partner besonders überzeugen. Der stabile Gepäckträger mit MIK System trägt 27 Kilogramm. Dank Rahmenschloss kann man das Rad bei kleinen Stopps schnell grundlegend sichern. Für noch mehr Zuladung gibt’s optional einen Frontträger für vorne. Leider kollidiert der leicht mit den Bremsleitungen und sorgte in unserem Fall für etwas nerviges Klappern.

Das maximal zulässige Gesamtgewicht liegt bei 140 Kilogramm. Ein guter Wert. Trotzdem könnten sich große und schwere Fahrer, die das Rad dann auch noch umfassend beladen wollen etwas mehr wünschen. Der Rahmen selbst wirkt sehr stabil und könnte hier vielleicht auch mehr.

Das Victoria Avyon 11 im Überblick

Stärken

  • Bosch-Motor
  • Wartungsarm dank Riemen und Getriebe
  • Intuitive Fahreigenschaften

Schwächen

  • Kleinigkeiten wie Griffe und Zugführung
Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

Meistgelesen in der Rubrik Fahrräder