Velo de Ville Revo-C im TestAvinox-Motor am Alltagsrad?

Adrian Kaether

 · 08.08.2026

Das Velo de Ville Revo-C überzeugt als spaßiges und spritziges Stadt E-Bike mit extra starkem Motor. Preis: 4.270 Euro.
Foto: Wolfgang Papp
Schlank, leicht und direkt: Das Velo de Ville Revo-C ist eines der ersten Tourenräder mit Avinox-Motor. Der fest verbaute Akku und das sportliche Konzept dürften aber nicht jedem gefallen. Wir konnten das Revo-C schon ausführlich fahren.

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Fazit zum Test des Velo de Ville Revo-C

Das Velo de Ville ist ein spritziges und sportliches E-Bike für kurze Alltagsfahrten. Das starke Avinox-System, das geringe Gewicht und die individualisierbarkeit via Baukasten-Prinzip sind klare Pluspunkte. Das spitz ausgelegte Konzept mit schmalen Reifen und wenig Komfort schränkt den Einsatzbereich aber etwas ein.

Daten und Fakten zum Velo de Ville Revo-C

Preis4.270,00 €
Gewicht21.1 kg
MotorAvinox M1
AkkuAvinox 600Wh
SchaltungShimano Cues U4000

Messwerte

Sitzposition
aufrecht
66
sportlich
0
33
66
100

Alle Messwerte findest du hier

​Mit dem Revo-C wagt Velo de Ville einen mutigen Wurf. Die Münsterländer haben das Rad schon 2025 auf der Eurobike gezeigt– als eines der ersten Avinox-Bikes überhaupt. Dabei setzt Velo de Ville beim Avinox-Debut keineswegs auf ein klassisches Touring-Konzept. Das Revo-C ist eher ein Leichtbau E-Bike, nur eben mit besonders hoher Motorleistung.

Light E-Bike oder Full Power: Beides!

Das Rad spielt also zwischen den Welten. Schmale Reifen, der fest verbaute Akku und der Gepäckträger mit nur 10 Kilogramm Zuladung sowie das geringe Gewicht sprechen aber eine klare Sprache. Leichtfüßiger Fahrspaß zählt beim Revo-C mehr als touriger Langstrecken-Komfort. Entsprechend haben wir das Velo de Ville auch bewertet.

Wo genau die Prioritäten beim Revo-C liegen, kann man bei Velo de Ville übrigens über ein Baukastenprinzip mitentscheiden. Neben einer üppigen Farbauswahl stehen hier auch unterschiedliche Ausstattungen von günstig bis teurer, von leicht komfort- bis stark geländeorientiert zur Wahl. Unser Testrad kommt mit Kettenschaltung, leichter Starrgabel aus Carbon sowie 40 Millimeter breiten G-One Allround-Reifen mit feinem Gravel-Profil.

Avinox M1 und 600 Wattstunden

Keine Auswahl gibt’s hingegen beim E-System. Das Velo de Ville kommt noch mit dem ersten Avinox-Motor, dem M1 im im Tretlager. Mittlerweile hat Avinox bereits einen Nachfolger in Form von M2 und M2S mit nochmal mehr Leistung präsentiert. Anlass zur Kritik kann das am Velo de Ville aber kaum sein. Auch der M1 fährt sich exzellent. Die nochmal höhere Leistung von bis zu 1500 statt 1000 Watt beim M1 spielt in der Praxis keine Rolle. Erst recht nicht bei einem urbanen Rad. Zur Einordnung: Schon mit 1000 den 1000 Watt Motorleistung des M1 fährt ein durchschnittlicher E-Biker eine extreme Steigung von 20 Prozent mit fast 20 km/h hinauf.

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Mehr Anlass zur Kritik gibt dagegen der Akku. Velo de Ville verbaut im Revo-C die Avinox Batterie mit 600 Wattstunden. Damit sind Reichweiten bis 80 Kilometer realistisch, ohne zu stark Akku zu sparen. Wie bei vielen Avinox-Bikes ist der Akku aber fest verbaut und kann nicht zum Laden aus dem Unterrohr entnommen werden. Ein klares Plus für ein City E-Bike ist hingegen das optionale GPS-Tracking über das Avinox System. Steckt man eine SIM-Karte in das Display, lässt sich das Rad bei Diebstahl orten und verfügt auch über eine grundlegende Alarm-Funktion. Das bieten so bislang nur wenige E-Bikes am Markt. Auf das optionale Fast-Charging des Avinox-Systems muss man beim Velo de Ville noch verzichten. Ab Werk kommt das Rad mit dem normalen 4 statt dem exklusiven 12 Ampere Ladegerät.

Leichtfüßig über 25 km/h?

Beim Fahren bestimmen die sportive Sitzhaltung und der kräftige Motor das Erlebnis. Der „ältere“ Avinox M1 Motor brummt angenehm tieffrequent vor sich hin. Das leichte Rad feuert der starke Motor auf Wunsch in Sekundenschnelle an die Unterstützungsgrenze. Gute Shimano-Bremsen und hochwertige Ergotec-Teile sorgen für grundlegenden Komfort. Mit den 40 Millimeter Reifen und starrem Chassis werden Komfort-Fans aber wenig anfangen können.

Die günstige Cues-Schaltung schaltet die neun Gänge auch unter Last sicher durch. Mit den schnellen Reifen kann man das Rad gut über 25 km/h treten. Perfekt für spritziges Fahren im Alltag. Hier bewähren sich auch das Abus ICS Schloss, Rücklicht mit Bremslichtfunktion sowie das optionale GPS- Tracking. Für lange Touren oder Radreisen gibt es konzeptbedingt bessere Räder. Der Gepäckträger hat zwar einen MIK-Standard, trägt aber nur 10 Kilogramm. Hier setzt das Velo de Ville einfach nicht den Schwerpunkt. Achtung: Nur zwei Größen stehen zur Auswahl. Eine Probefahrt beim Händler ergibt daher vor dem Kauf unbedingt Sinn.

Das Velo de Ville Revo-C im Überblick

​Stärken

  • Spaßig und direkt zu fahren
  • leicht und praktisch im Alltag
  • Motor stark und sensibel

Schwächen

  • Fest verbauter Akku
  • Wenig komfortorientiert
  • nur zwei Rahmengrößen
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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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