SUV Fully E-VilleScott zeigt vollgefedertes E-Bike für Touren

Adrian Kaether

 · 15.10.2026

Das E-Ville ist der neue vollgefederte Tiefeinsteiger von Scott.
Foto: Scott /Paul Masukowitz
Mit dem E-Ville kombiniert Scott ein E-Bike für Touren- und Alltagseinsatz mit einer Vollfederung für maximalen Komfort. Ob Scott damit den perfekten Allrounder mit tiefem Einstieg geschaffen hat? Wir zeigen die Details.

Themen in diesem Artikel

​BIKE-Fazit: Vielseitig und komfortabel

Vollgefederte E-Bikes sind voll im Trend. Scotts Konzept trifft einen sinnvollen Mittelweg zwischen bequemem Stadt-E-Bike und ausflugstauglichem SUV. Der Fully-Rahmen mit tiefem Durchstieg, die Vario-Stütze und die vollständige Alltagsausstattung sind die eigentlichen Neuheiten für den praktischen Einsatz. Wir sind gespannt, wie sich Federung und Details in der Praxis schlagen. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik

Scott bringt das E-Ville für das Modelljahr 2027 als vollgefedertes E-Bike mit tiefem Durchstieg. Es gibt lediglich zwei Ausstattungsvarianten: Das E-Ville 10 SUV für Stadt und Schotterwege sowie das stärker auf Asphalt ausgelegte E-Ville 20. Beide kombinieren einen Bosch Performance Line CX mit alltagstauglicher Ausstattung. Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein in den 80 Wattstunden Akku-Kapazität, sondern auch bei Reifen, Gabel und Display.

Scott E-Ville 10 SUV und E-Ville 20: Die Unterschiede

MerkmalE-Ville 10 SUVE-Ville 20
EinsatzbereichStadt, Schotter und ForstwegeStadt, Radwege und leichter Mischuntergrund
Federweg vorn/hinten120/100 mm100/100 mm
AkkuBosch PowerTube 800 WhBosch PowerTube 720 Wh
Display / LadegerätKiox 300 / 4 APurion 200 / 2 A
ReifenSchwalbe Advancer, 60-622Schwalbe Big Apple Performance, 60-622
SchaltungShimano Cues, 11-fach, 11–45 ZähneShimano Cues, 10-fach, 11–48 Zähne
Gewicht laut Scottca. 31,16 kgca. 31,3 kg
Preis5399 Euro4599 Euro

Bosch CX und entnehmbarer Akku: Was steckt im Antrieb?

In beiden Modellen sitzt der Bosch Performance Line CX. Wie sich der Motor auf dem Prüfstand und im Gelände schlägt, zeigt unser Test des Bosch Performance CX. Der 800-Wh-Akku des SUV-Modells E-Ville 100 hat gut zehn Prozent mehr Kapazität als der 720-Wh-Akku des E-Ville 20. Beide Akkus lassen sich seitlich aus dem Rahmen entnehmen. Displayseitig kommt ein Kiox 300 am E-Ville 10 zum Einsatz. Das kann auch auch einfachen Touren zur Navigation genutzt werden. Das Purion 200 am E-Ville 20 ist da etwas einfacher gehalten.

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Tiefeinstieg, Vario-Stütze und Gepäckträger für den Alltag

Das E-Ville ist vor allem für Alltag und entspannte Touren gedacht. Der tiefe Durchstieg vereinfacht das Auf- und Absteigen; ein verstellbarer Vorbau erlaubt eine Anpassung der Sitzhaltung. Die absenkbare Sattelstütze ist an beiden Modellen serienmäßig und erhöht die Fahrsicherheit in anspruchsvollen Situationen. Auch an der Ampel lässt sich der Sattel per Knopfdruck absenken, statt die Sitzhöhe dauerhaft zu niedrig einzustellen.

Zum Paket gehören Schutzbleche, Ständer, Front- und Rücklicht sowie ein Racktime-Snapit-2.0-Gepäckträger mit 20 Kilo Zuladung. Auch eine SP-Connect-Aufnahme für ein Smartphone ist vorgesehen. Beide Räder haben eine Anhängerzulassung.

Dämpfer im Rahmen integriert

Wie bei manchen (E-)Mountainbikes von Scott sitzt geschützt im Rahmen. Das sorgt für einen besonders aufgeräumten und integrierten Look. Wie gut sich der Dämpfer im Service erreichen lässt, muss ein Praxistest zeigen.

160 Kilogramm Systemgewicht: Wie viel Zuladung bleibt?

Scott gibt für das E-Ville ein maximales Gesamtgewicht von 160 Kilogramm an. Das ist für ein vollgefedertes Tiefeinsteigerrad eine positive Überraschung. Bei gut 30 Kilo Radgewicht bleiben immer noch fast 130 Kilogramm für Fahrer und Gepäck. Die 20-Kilogramm-Grenze des Gepäckträgers gilt zusätzlich und wird durch das höhere Gesamtgewicht nicht aufgehoben. Was solche Zahlen im Vergleich bedeuten, erläutert unser SUV-E-Bike-Test mit Blick auf Zuladung und Gewicht.

Mit gut 31 Kilogramm sind beide Versionen keine Räder, die man gern regelmäßig eine Kellertreppe hinaufträgt. Der entnehmbare Akku ist deshalb auch abseits des Ladevorgangs ein praktisches Detail, etwa wenn das Rad draußen parkt.

Welches Scott E-Ville passt zu wem?

Das E-Ville 10 SUV ist die Wahl für Menschen, deren Arbeitsweg auch über feste Schotter- oder Waldwege führt und die den größeren Akku möchten. Es hat profiliertere Schwalbe Advancer-Reifen, 120 Millimeter Frontfederweg, eine funktionale Rockshox-Gabel, das Kiox-300-Display und ein 4-A-Ladegerät, ist aber mit 5399 Euro auch etwas teurer.

Das E-Ville 20 passt besser zu überwiegend asphaltierten Strecken. Schwalbes Big Apple, 100 Millimeter Federweg vorn wie hinten, Purion 200 und das 2-A-Ladegerät kennzeichnen die City-Variante. Von der SR Suntour XCM Gabel darf man aber nicht zu viel erwarten. Der Preis liegt dafür mit 4599 Euro spürbar niedriger.

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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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