Specialized Turbo Vado 3Zwei Plattformen, ein Antrieb: volle Power für jeden Zweck

Barbara Merz-Weigandt

 · 19.04.2026

Der amerikanische Premium-Hersteller Specialized bringt mit dem Turbo Vado 3 eine neue Modellpalette an den Start. Grundlage ist eine Rahmenplattform, die in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten erhältlich sein wird.
Foto: Specialized

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Specialized bringt die neue Vado-3-Kollektion auf den Markt. Die neuen Vado-3-Modelle erscheinen in zwei unterschiedlichen Plattformen, die sich im Einsatzbereich unterscheiden. Herzstück der vielseitigen Urban-Bikes ist der 3.1-Motor, der bislang in den E-Mountainbikes der Levo-4-Generation arbeitet. Der Mittelmotor entwickelt 810 W Leistung und 105 Nm Drehmoment. Die Energieversorgung übernimmt ein integrierter 840-Wh-Akku.

​Die neue Vado-3-Kollektion von Specialized teilt sich in zwei Varianten: Das Turbo Vado 3 ist für Stadt und Touren ausgelegt, das Turbo Vado 3 EVO ist für gemischtes Terrain konzipiert. Es stehen jeweils drei Ausstattungsstufen zur Wahl.

​Specialized Turbo Vado 3 versus Vado 3 EVO

Das Turbo Vado 3 ist straßenorientiert ausgerichtet und verfügt über 90 mm Federweg an der Front. Die Bereifung besteht aus 2,3 Zoll Infinity Touring-Reifen, die auf Asphalt und befestigte Wege abgestimmt sind. Das Turbo Vado 3 EVO nutzt eine Federgabel mit 120 mm Federweg; bei Rahmengröße S sind es 100 mm. Die Reifen fallen mit 2,6 Zoll Breite deutlich voluminöser aus. Hier verwendet Specialized die Hemisphere All-Terrain-Reifen, die mehr Grip auf losem Untergrund bieten sollen. Motor, Akku und Rahmenplattform sind bei beiden Varianten identisch.

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​Das Designkonzept des Vado 3 folgt einer klaren Linie: Reduzierung auf das Wesentliche. In den Topmodellen verschmilzt das Cockpit nahtlos mit dem Rahmen und nimmt das neue MasterMind C4 Display auf. Der 2,2-Zoll-Touchscreen punktet laut Hersteller mit hoher Auflösung und Kratzresistenz. Zu den durchdachten Features zählt die drahtlose Ladefunktion für Smartphones via Quad Lock System. Softwareseitig setzt Specialized auf Over-the-Air-Technologie – Updates lassen sich so ohne Werkstattbesuch einspielen.

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Der Motor: Anlehnung beim E-Mountainbike Specialized Levo

​Der Specialized 3.1 Antrieb markiert einen deutlichen Evolutionssprung: Die 105 Nm bedeuten ein Drehmoment-Plus von 50 Prozent gegenüber dem Schwestermodell Vado 2 – in der Praxis soll das Tempo 25 binnen drei Sekunden erreicht sein. Interessanter als die reine Kraft ist jedoch das Versprechen der natürlichen Entfaltung: Die „SuperNatural Power"-Charakteristik zielt auf harmonische Unterstützung statt roher Gewalt. Kombiniert mit leisem Lauf und optimierter Energieeffizienz ergibt sich ein Antriebskonzept, das gleichermaßen für Stop-and-Go im Stadtverkehr wie für mehrstündige Distanzfahrten taugen soll.

​Drei Ausstattungsstufen

Das Turbo Vado 3 4.0 bildet den Einstieg in die Serie. Die Schaltung stammt aus der Shimano Cues-Gruppe und verfügt über 9 Gänge. Das Modell kostet 4.199 Euro. Ein Farbdisplay zeigt die wichtigsten Fahrdaten an und über einen USB-C-Anschluss können Smartphones geladen werden.

Am Turbo Vado 3 5.0 arbeitet die Shimano-Cues-Schaltung mit 11 Gängen. Der Preis liegt bei 5.299 Euro. Am Cockpit hält der 2,2"-Touchscreen-Display alle Fahrdaten bereit.

Die Topversion, das Turbo Vado 3 .0 nutzt ebenfalls den Touchscreen. Neu ist die kabellose Quad Lock Ladestation für Smartphones mit induktiver Ladefunktion. Hier ersetzt aber eine elektronische Sram S1000 Eagle AXS Schaltung die mechanischen Systeme der günstigeren Modelle. Das Modell 6.0 kostet 6.999 Euro.

​Sicherheitsausstattung und Beleuchtung

Alle drei Vado-Modelle kommen mit integrierter Beleuchtung. Das Frontlicht sitzt am Lenker, das Rücklicht am Gepäckträger. Specialized verbaut ein Bremslicht, das beim Verzögern aufleuchtet. Ein Rahmenschloss gehört zur Serienausstattung, ebenso ein Akkuschloss. Schutzbleche und Gepäckträger sind montiert. Damit erfüllen die Bikes auch die StVZO-Anforderungen für den Straßenverkehr.

​Modellvarianten und Farben

Beide Plattformen erscheinen in allen drei Ausstattungsstufen. Das Turbo Vado 3 4.0 gibt es in Nebula Metallic/Silver Dust, Pacific Blue/Dune White und Sandstone Metallic/Warm Smoke Metallic. Das 5.0 kommt in Amethyst Frost Metallic/Bordeaux Metallic und Metallic Obsidian/Dolomite Metallic. Für das 6.0 stehen Agave Grey/Black Pearl und Warm Smoke Metallic/Satin Brushed Chrome zur Wahl.

Das Turbo Vado 3 EVO nutzt dieselben Farbkombinationen. Beim EVO 6.0 heißt die zweite Farbvariante Warm Smoke Metallic/Brushed Chrome statt Satin Brushed Chrome.

​Rahmengrößen

Alle Modelle erscheinen in den Größen S, M, L und XL. Die Rahmengröße S beim EVO erhält eine Gabel mit 100 mm Federweg statt 120 mm, um die Proportionen anzupassen.

​Technische Spezifikationen Specialized Turbo Vado 3 / EVO

  • Preis Vado 3/ EVO 6.0: 6.999 Euro
  • Preis Vado 3 / EVO 5.0: 5299 Euro
  • Preis Vado 3 / EVO 4.0: 4199 Eur
  • Motor: Specialized 3.1, 810 W, 105 Nm
  • Akku: 840 Wh, integriert, entnehmbar
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Schaltung 4.0: Shimano CUES 9-fach
  • Schaltung 5.0: Shimano CUES 11-fach
  • Schaltung 6.0: SRAM S1000 Eagle AXS
  • Display 4.0: Farbdisplay mit USB-C
  • Display 5.0/6.0: 2,2" Touchscreen
  • Besonderheit 6.0: Kabelloses Quad Lock Laden
  • Sattelstütze: gefedert, 40 mm Federweg
  • Beleuchtung: Integriert mit Bremslicht
  • Sicherheit: Rahmenschloss, Akkuschloss
  • Ausstattung: Schutzbleche, Gepäckträger, für Kindersitz optimiert, Anhänger kompatibel
  • Größen: S, M, L, XL

Unterschiede Specialized Turbo Vado 3 und Vado 3 EVO auf einen Blick

Vado 3Vado 3 EVO
FederungFedergabel, 90 mm FederwegFedergabel, 120 mm Federweg (Größe S: 100 mm)
Laufräder29” / 27.5” 27.5” / 27.5”
ReifenInfinity Touring 2,3"Hemisphere All-Terrain 2,6"

Einschätzung: Welches Modell für wen?

Die Wahl zwischen beiden Modellen hängt primär vom Einsatzszenario ab. Das Turbo Vado 3 zeigt seine Stärken auf befestigten Untergründen: Asphaltierte Radwege, urbane Pendelstrecken und klassische Tourenrouten sind sein Metier. Hier punktet es mit seiner straßenoptimierten Auslegung durch effiziente Kraftübertragung und dynamisches Fahrverhalten.

Das Turbo Vado 3 EVO positioniert sich hingegen als vielseitigerer Allrounder. Die breiteren Reifen, der längere Federweg und die robustere Abstimmung machen es zur überlegenen Wahl, sobald die Strecke rauer wird. Waldwege, Schotterpassagen und unebenes Gelände meistert es mit spürbar mehr Souveränität und Fahrkomfort. Der Aufpreis zahlt sich in erweitertem Einsatzspektrum aus.

Barbara Merz-Weigandt

Barbara Merz-Weigandt

Chefredakteurin

Barbara Merz-Weigandt, Chefredakteurin von MYBIKE, dem Magazin für engagierte Alltags- und Reiseradler, lebt am Starnberger See. Ihre große Leidenschaft: das Reisen. Mit dem Tourenrad überquerte sie die Alpen – auf der Via Claudia Augusta, der Ciclovia München-Venezia und dem Alpe-Adria-Radweg. Mit Motorsegler und Rad erkundete sie die Inselwelt Kroatiens und die lykische Küste, alle Balearen und Kanaren hat sie mit dem Fahrrad bereist. Am liebsten ist sie mit dem Mountainbike auf den Trails in den Bayerischen Voralpen, den Dolomiten oder auf La Palma unterwegs.

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