Das Pegasus Codo SL 7F ist richtig viel Rad fürs Geld. Ein konsequent durchdachtes Bike für Stadt und Alltag, bei dem man mit Nabenschaltung, anständigen Bremsen und sogar einem Racktime Gepäckträger kaum Kompromisse eingehen muss. - Adrian Kaether, Redakteur Test und Technik
Für 2027 legt Pegasus die klassischen Tourenräder ohne Motor neu auf. Je nach Ausstattung heißen sie Codo (günstig), Solero (Mittelklasse) oder Premio (Oberklasse). Eine zeitgemäße Geometrie und ein geringes Gewicht bei hoher Stabilität waren den Entwicklern dabei besonders wichtig.
Das nahezu günstigste Rad der neuen Baureihe ist das Codo SL 7F. Und wer davor steht, staunt unweigerlich: Das Rad, das in einem trendigen Lavendel-Ton daherkommt, wirkt deutlich hochwertiger, als sein moderates Preisschild suggeriert. Der schlanke Look und überraschend wertige Anbauteile lassen auf ein durchdachtes Gesamtpaket schließen, das mit klarem Fokus auf Alltagstauglichkeit entwickelt wurde.
Mit 16,6 Kilogramm bewegt sich das Codo SL 7F für ein günstiges Stadtrad in einem respektablen Gewichtsbereich. Dazu trägt maßgeblich die Starrgabel aus Pegasus-Eigenproduktion in Aluminium bei. Für so ein Rad die absolut richtige Entscheidung. Günstige Federgabeln sind oft deutlich schwerer, federn kaum und brauchen auch noch regelmäßige Pflege. Die Starrgabel ist da die deutlich bessere Option.
Wo viele Räder in dieser Preisklasse auf günstige Kettenschaltungen setzen, verbaut Pegasus beim Codo SL 7F eine Shimano Nexus 7-Gang-Nabenschaltung. Die arbeitet vollständig eingekapselt, ist damit weitgehend unempfindlich gegenüber Schmutz, Regen und mechanischen Einwirkungen. Der Wartungsaufwand tendiert gegen null, was gerade für Allwetterradler ein enormer Vorteil ist.
Schalten geht per Drehgriff und auch im Stand – ein Komfortgewinn gegenüber einer Kettenschaltung, die ein präziseres Timing erfordert. Sieben Gänge reichen für ein Stadtrad vollkommen aus und decken sowohl flaches Terrain als auch moderate Steigungen komfortabel ab. Und a propos Komfort: Der wird mit einem bewährten Selle Royal Essenza Sattel, Flügelgriffen und einem verstellbaren Vorbau auch bei den Kontaktpunkten groß geschrieben.
Auch bei den Bremsen wird nicht gespart. Das Codo SL 7F bremst mit einfachen aber zuverlässigen Tektro TKD-176 hydraulischen Scheibenbremsen. Sie bieten gegenüber mechanischen Bremsen ein deutlich konstanteres Ansprechverhalten, funktionieren auch bei Nässe zuverlässig und erfordern weniger Handkraft. Für diese Preisklasse absolut top.
Trotz Nabenschaltung und Hydraulik-Bremsen kann das Codo SL 7F auch in den Details überzeugen. Selbstverständlich kommt das Rad mit einem Nabendynamo von Shimano, der die Beleuchtung ohne zusätzliche Batterien mit Strom versorgt. Der Seitenständer ist kein No-Name-Produkt sondern ein hochwertiges Bauteil von Pletscher.
Der Racktime-Gepäckträger ist eine echte Überraschung: Racktime gilt als einer der führenden Hersteller von Fahrradgepäckträgern im deutschsprachigen Raum, und das Snap-it-2.0-System ist ein offener Standard, der eine breite Palette kompatibler Taschen und Accessoires erschließt. Satte 30 Kilo dürfen hier aufgeladen werden. Schwalbes unkomplizierte Clik-Valve Ventile und zeitgemäß breite 47 Millimeter Schwalbe Road Cruiser Reifen runden die Ausstattung ab.
Technische Daten im Überblick:
| Preis | 699 € (UVP) |
| Gewicht | 16,6 kg |
| Gabel | Pegasus Aluminium (Starrgabel) |
| Schaltung | Shimano Nexus 7-Gang Nabenschaltung |
| Bremsen | Tektro TKD-176 hydraulische Scheibenbremse |
| Licht | Nabendynamo mit Beleuchtung |
| Gepäckträger | Racktime Snap-it 2.0 |
| Farbe | Light Purple |

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