Editor Pro im CheckCube mit Riemen und Nabenschaltung

Adrian Kaether

 · 09.09.2026

Das Editor Pro wiegt 13,2 Kilogramm (BIKE-Messung) und kostet 999 Euro.
Foto: Cube

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Von der Pendler-Strecke bis zur Ausfahrt die City: Das Cube Editor Pro will beweisen, dass ein Stadtrad nicht langweilig sein muss. Mit Riemenantrieb, Nabenschaltung und einem konsequent geradlinigem Konzept. Wir haben das Editor Pro unter die Lupe genommen.

​BIKE-Fazit: Ein Stadtrad mit Haltung

Das Cube Editor Pro ist angenehm konsequent. Es sagt klar, was es ist und was es nicht ist – und genau das macht es sympathisch. Die Kombination aus Riemenantrieb und Nexus-Nabe ist bewährt und unschlagbar alltagstauglich, der Trigger-Shifter hebt das Schalterlebnis auf ein sportliches Niveau. Das Gewicht ist angenehm, der Preis angemessen. Wer bereit ist, auf Gepäckträger und Schutzbleche zu verzichten oder diese individuell nachzurüsten, bekommt für knapp unter 1.000 Euro ein puristisches, wartungsarmes Stadtrad mit Charakter. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik

Erster Eindruck: Aufgeräumt bis ins Detail

Wer das Cube Editor Pro zum ersten Mal sieht, versteht sofort, wofür der Name steht. Hier wurde editiert – rigoros und ohne Sentimentalität. Was bleibt, ist ein cleaner Alu-Rahmen, der optisch eher an ein sportliches Fixie erinnert als an das klassische Stadtrad. Cube hat die Linie des Editor bewusst schlank und dynamisch gehalten, und das kommt an.

Die Pro-Variante ohne FE ist dabei besonders konsequent. Hier fehlen sogar Gepäckträger und Schutzbleche. Dadurch richtet sich das Cube an eine klar definierte Zielgruppe: Stadtfahrer, die Wert auf Optik und Wartungsfreiheit legen, Zubehör aber lieber nach dem eigenen Geschmack nachrüsten wollen. Für alle, die direkt ab Werk einen vollausgestatteten Alltagsbegleiter suchen, hat Cube das reguläre Editor FE im Programm – inklusive Schutzblechen Licht und Gepäckträger für 200 Euro Aufpreis.

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Herzstück: Riemenantrieb und Nabenschaltung

Das technische Highlight des Editor Pro ist die Kombination aus Gates-Riemenantrieb und Shimano Nexus 8-Gang-Nabenschaltung. Kein Öl an der Hose, kein lästiges Nachfetten, kein Rost im Antrieb – der Riemen läuft leise, sauber und kann gerade wenn das Rad viel draußen steht oder auch im Winter bewegt wird seine Vorteile ausspielen. Weniger pflegen, mehr fahren, so die Idee.

Die Shimano Nexus-Nabe mit ihren acht Gängen ist ein bewährtes Arbeitstier. Die Bandbreite ist für urbane Verhältnisse vollkommen ausreichend – vom entspannten Rollen auf flachen Boulevards bis zum beherzten Anstieg auf Brücken oder Rampen findet man stets einen passenden Gang. Nur wenn’s extrem steil wird, kommt die Nexus an ihr Limit. Die Schaltvorgänge erfolgen auch unter Last angenehm sanft, was den Alltagskomfort deutlich erhöht. Nur die Effizienz und Dauerhaltbarkeit der hochwertigeren Alfine darf man hier noch nicht erwarten.

Das entscheidende Detail: Trigger statt Drehgriff

Hier trifft Cube eine Entscheidung, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, beim Fahren aber sofort überzeugt: Statt des sonst für Nabenschaltungen typischen Drehgriffs verbaut Cube am Editor Pro den Trigger-Schalter aus der Shimano-Alfine-Familie. Das sorgt für ein Schalterlebnis, das man eher von sportlichen Trekkingrädern oder Mountainbikes kennt. So rasten die Gänge knackig ein und das Umgreifen sowie die mäßige Griff-Ergonomie mit konischer Auflagefläche unter der Hand wird effektiv umgangen.

Leicht auf den Beinen, direkt im Charakter

13,2 Kilogramm in Größe M (BIKE-Messung) – das ist für ein wartungsarmes Stadtrad mit Nabenschaltung ein anständiger Wert. Möglich wird das durch das schlanke Aluminium-Rahmenkonzept und eben durch den Verzicht auf Gepäckträger und Bleche. Im direkten Vergleich zu vollausgestatteten Alltagsrädern, die schnell 15 bis 17 Kilogramm auf die Waage bringen, ist das Editor Pro ein Leichtgewicht.

Die Beschleunigung aus dem Stand ist flott, das Handling mit kurzem Vorbau und geradem Lenker direkt und wendig. Die Geometrie lädt nicht zum gemütlichen Aufrechtsitzen ein, sondern zu einem leicht nach vorne geneigten, aktiven Fahrstil. Komfort wird dafür nicht so groß geschrieben. 55 Millimeter Breite Reifen federn aber zumindest etwas und der Riemenantrieb sorgt für eine angenehme Ruhe im Antriebsstrang.

Ausstattung und Komponenten auf einen Blick

Neben dem bereits erwähnten Antriebsstrang zeigt sich das Editor Pro auch bei den weiteren Komponenten solide aufgestellt. Die Bremsen – hydraulische Scheibenbremsen von Shimano zählen in dieser Klasse zunehmend zum guten Ton – sorgen für verlässliche Verzögerung, gerade bei wechselnden Stadtbedingungen ein klares Plus gegenüber einfachen Felgenbremsen. Der Lenker, der Sattel und die Ergonomie des Cockpits unterstreichen den sportlichen Charakter des Rades. Cubes Ergogriffe sind bewährt und dürften gerade mit der sportlichen Sitzposition den Druck auf die Hände etwas reduzieren.

SchaltungShimano Nexus 8-Gang
SchalthebelTrigger-Shifter (Alfine)
AntriebRiemenantrieb (Gates)
Gewicht (Gr. M)13,2 kg
GepäckträgerNein
SchutzblecheNein
Preis999 Euro

Für wen ist das Editor Pro gemacht?

Cube spricht mit dem Editor Pro den urbanen Pendler und Freizeitfahrer an, der Ästhetik, Wartungsfreiheit und Fahrspaß über maximale Alltagstauglichkeit stellt. Wer täglich bei Regen fährt und die Hose sauber halten will, greift besser zur vollausgestatteten Editor-Variante oder rüstet Schutzbleche separat nach.

Wer hingegen ein schlankes, sportives Stadtrad sucht, das wartungsarm läuft, gut aussieht und echten Fahrspaß bietet, ist beim Editor Pro goldrichtig. Auch als Zweitrad für Vielfahrer, die ihr Rad schon kennen und einfach ein verlässliches, unkompliziertes Alltagswerkzeug wollen, macht das Editor Pro ebenfalls eine gute Figur.

Preis-Leistung: 999 Euro – fair kalkuliert

999 Euro für ein Rad mit Riemenantrieb, hochwertiger Nabenschaltung und Trigger-Shifter sind ein fairer Einstiegspreis. Vergleichbare Konfigurationen aus dem Premiumbereich kosten schnell das Doppelte. Cube schafft es hier, ein technisch überzeugendes Produkt in ein attraktives Preisfenster zu bringen, ohne an den entscheidenden Stellen zu sparen.

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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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