Cross Superlite Evo SXUnter 20 Kilo - Bulls zeigt leichtes E-Bike

Adrian Kaether

 · 07.08.2026

Bosch SX Motor und unter 20 Kilogramm: Das neue Cross Superlite Evo SX von Bulls.
Foto: Adrian Kaether
Bulls schickt mit dem Cross Superlite Evo SX eine konsequent auf Leichtbau getrimmte Variante des ohnehin schon leichten Cross Lite Evo SX E-Bikes ins Rennen – und unterbietet dabei sogar beim Tiefeinsteiger die magische 20-Kilo-Marke.

Themen in diesem Artikel

Faires E-Bike mit sportlichem Touch

​Das Bulls Cross Superlite Evo SX ist kein Kompromiss, sondern eine klare Positionierung: leicht, sportlich, alltagstauglich. Wer kein Gepäck auf dem Rad verstauen will und dafür mit einem flinken, leichten und clever ausgestatteten E-Bike unterwegs sein möchte, bekommt hier Anfang 2027 ein überzeugendes Paket zu einem fairen Preis. Wir sind gespannt auf den ersten ausführlichen Test. - Adrian Kaether, Redakteur Test & Technik

Wer schon einmal ein modernes Trekking-E-Bike über eine Kellertreppe gehievt hat weiß: Leichtbau und elektrische Alltagstauglichkeit schließen sich in dieser Klasse häufig aus. Bikes Gepäckträger, Licht und Schutzblechen wiegen nicht selten jenseits von 28 Kilo. Bulls will das mit dem neuen Cross Superlite Evo SX ändern – und schickt für das Modelljahr 2027 eine Sonderedition des bewährten Cross Lite Evo SX an den Start.

Klares Bekenntnis zum Leichtbau – auch optisch

Wer das Superlite Evo SX zum ersten Mal sieht, erkennt sofort den Unterschied: Der Aluminiumrahmen trägt lediglich einen klaren Lack, der die natürliche Metalloberfläche in Szene setzt. Das passt zur minimalistisch-sportiven Philosophie des Bikes. Frei nach dem Motto “what you see is what you get”.

Das offensichtlichste Gewichtsargument hängt vorne am Bike: eine Carbon-Starrgabel, die nicht nur erheblich Gewicht gegenüber günstigen Federgabeln spart, sondern auch keine Wartung braucht. Serienmäßig verzichtet Bulls zudem auf einen Gepäckträger – konsequent, wenn man auf jedes Gramm achtet. Wer dennoch Gepäck transportieren möchte, kann nachrüsten; die Basis ist aber auf sportliches, gepäckfreies Fahren ausgelegt.

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19,9 Kilo – auch beim Tiefeinsteiger

Die konsequente Linie zahlt sich an der Waage aus. Mit Pedalen bringt es sogar der Tiefeinsteiger auf nur ganz knapp über 20 Kilo. Das ist für ein vollausgestattetes Trekking-E-Bike mit Beleuchtung, herausnehmbarem Akku und Smart-Features wie Monkey Link 2.0 eine bemerkenswerte Ansage und nochmal dreieinhalb Kilo leichter, als das bisherige leichte Trekking E-Bike Cross Lite Evo. Wer beim Superlite den Diamantrahmen wählt, dürfte nochmals minimal leichter davonkommen.

Bosch SX und 400 Wattstunden

Möglich macht das neben der reduzierten Ausstattung und der Carbon-Gabel auch das Antriebskonzept: Der Bosch Performance Line SX ist mit seinem kompakten Gehäuse und einem Gewicht von gerade mal rund zwei Kilogramm der leichteste Bosch-Mittelmotor überhaupt. Das 55-Nm-Aggregat bietet dabei angenehm natürliche Unterstützungscharakteristik und harmoniert sehr gut mit einem sportiv-aktiven Fahrstil. Optional kann man das Drehmoment sogar bis 60 Nm aufziehen, wer Leistung satt für schwere Lastentouren sucht, ist hier aber falsch.

Der Akku im Rad hat 400 Wattstunden und lässt sich unkompliziert aus dem Unterrohr entnehmen. Praktisch, wenn das Rad nicht direkt neben der Steckdose geparkt werden kann. Bei sparsamer Fahrweise sind damit circa 80 Kilometer Reichweite realistisch. Mehr gibt’s mit Power More Range Extender (hier im Test). Ein kompaktes Purion 200 Display rundet das E-System ab.

Monkey Link für Smartphone und Zubehör

Auf eine Navigation wie bei Boschs Kiox Display muss man hier verzichten. Dafür hat das Bulls eine Monkey Link 2.0 Schnittstelle. Hier kann man mit SP Connect Standard ein Smartphone einhängen und mit entsprechendem Zubehör sogar induktiv laden - zum Beispiel um eine eigene Navi App wie Google Maps oder Komoot während der Fahrt zu nutzen. Auch ein stärkerer Scheinwerfer lässt sich hier unkompliziert nachrüsten. Eine alltagstaugliche Beleuchtung ist aber ohnehin ab Werk mit verbaut.

Schwalbe G-One Overland: Vielseitiger Komfort auf 50 mm

Bereifungsseitig setzt Bulls auf den Schwalbe G-One Overland in der Breite 50 mm – und das in der allwettertauglichen 365-Variante, die dank ihres Allseason-Compounds auch bei niedrigen Temperaturen und auf nasser Fahrbahn gut funktioniert. Mit 50 mm Breite rollt das Superlite Evo SX komfortabel über Schlaglöcher und Schotterpisten und bleibt dabei etwas komfortabler als viele leichte E-Bikes mit schmaleren Reifen. Übrigens: Die breiten Reifen rollen prinzipiell auch besser als schmale Pneus. Das dürfte besonders beim Treten über der Unterstützungsgrenze zu spüren sein.

Shimano Deore: Sportlich-präzise Schaltung

Die Shimano Deore RD-M5120 in der 11-fach Shadow-Ausführung sorgt für knackige, präzise Schaltvorgänge – angesteuert über den SL-M4100 Schalthebel. Gerade in Kombination mit dem Bosch SX, der deutlich weniger Vorsicht beim Schalten erfordert als schwerere Motoren, macht das Schalten Spaß. Gestoppt wird das Superlite Evo SX zuverlässig von Shimano BR-UR300 hydraulischen Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben (SM-RT54 CL) – bewährte Bremskraft für alle Bedingungen, bei gleichzeitig gutem Druckpunkt.

Preis und Verfügbarkeit

Das Bulls Cross Superlite Evo SX ist in zwei Rahmenformen erhältlich – Diamant und Tiefeinsteiger – und soll Anfang 2027 in den Handel kommen. Der Preis liegt bei 3.499 Euro – ein fairer Wert für ein konsequent durchgedachtes Leichtbau-Trekking-E-Bike mit Markenkomponenten und hochwertiger Carbongabel.


Technische Daten Bulls Cross Superlite Evo SX (2027)

MotorBosch Performance Line SX (Smart System), 55 Nm
Akku400 Wh, entnehmbar
GabelCarbon Trekking
SchaltwerkShimano Deore RD-M5120 Shadow, 11-fach
SchalthebelShimano SL-M4100
BremsenShimano BR-UR300 Hydraulic Disc, 180 mm
ReifenSchwalbe G-One Overland 365, 50 mm
Gewicht19,9 kg (Tiefeinsteiger, eigene Messung)
RahmenvariantenDiamant, Tiefeinsteiger
Preis3.499 Euro
VerfügbarkeitAnfang 2027

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Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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