Kräftig motorisiert und ausgesprochen komfortabel ist Pegasus' Jubiläumsmodell Solero Evo 10 ein beispielhaftes E-Bike mit tiefem Durchstieg und hat auch für nur knapp 3000 Euro kaum Schwächen. Das Gewicht ist hoch und verladen und rangieren lässt sich das Rad schlecht, aber das liegt beim Tiefeinsteiger etwas in der Natur der Sache.
| Preis | 2.999,00 € |
| Gewicht | 29.7 kg |
| Motor | Bosch Performance Line PX |
| Akku | Bosch Power Tube 600 |
| Schaltung | Shimano Cues U6000 |
Wie feiert man als Fahrradhersteller Jubiläum? Natürlich mit passenden Jubiläums-Modellen. Das Solero Evo 10 von Pegasus ist genau so ein Rad, das nicht nur durch sein knalliges Rot, sondern vor allem durch seine hohe Funktionalität zum kleinen Preis auffallen soll. Zur Einordnung: E-Bikes unter 3000 Euro gelten als echte Einstiegsklasse. Trotzdem steht das Solero Evo 10 mit grundsätzlich guter Ausstattung komfortabel beim freundlichen Rad-Händler um die Ecke zur Probefahrt bereit.
Bevor wir bei den verbauten Komponenten ins Detail gehen, steigen wir also erst einmal auf. Lässig thront man hinter dem extrem hohen Lenker. Der niedrige Durchstieg und der komfortable Sattel sprechen eine klare Sprache: Beim Fahrkomfort, will das Solero besonders glänzen. Und das gelingt dem Rad auch wirklich gut. Man sitzt zwar schon fast zu aufrecht, hat im Stadtverkehr aber kaum Druck auf den Handgelenken. Auf langen Touren kann man den Vorbau stärker nach vorne neigen. Dann steht die Wirbelsäule nicht so senkrecht und kann Unebenheiten vom Untergrund besser abfedern. Der Geradeauslauf profitiert ebenfalls.
Auffallend schön sind die Kontaktpunkte beim Pegasus gelöst. Außerdem fährt sich das Rad auch mit Beladung sehr stabil – gerade für einen Tiefeinsteiger ist das keineswegs selbstverständlich. Die Verarbeitung ist gelungen und erinnert an Pegasus höherwertige und natürlich teurere Premio-Reihe (Premio Evo 10 hier im Test). Die Akkuentnahme nach oben und auch die Akkuklappe selbst sind besonders benutzerfreundlich.
Die Ausstattung ist für ein Fachhandelsrad tatsächlich überdurchschnittlich. Eine Cues 6000 Mittelklasse-Schaltung wechselt 10 Gänge. Dazu gibt es einen 70 Lux Scheinwerfer und vor allem dem starken PX-Motor mit schon 600 Wattstunden im Akku sowie einem kleinen Purion Farbdisplay. Der Motor ist mit bis zu 90 Newtonmetern über jeden Zweifel erhaben. Mit dem 600 Wattstunden Akku sind Reichweiten um 80 Kilometer mit mittlerer Unterstützung kein Problem. Wer Batterie spart, kann noch längere Touren fahren.
Der Seitenständer ist stabil, die 55 breiten Schwalbe-Reifen verstärken den hohen Fahrkomfort noch. Auch bei der hohen Gewichtszuladung leistet sich das Pegasus keine Schwächen. Echte Schwachpunkte gibt es kaum. Das erstaunt an einem E-Bike für knapp 3000 Euro schon. Natürlich ist die Federgabel einfach und wenig sensibel. Und das Rad insgesamt schwer, etwas träge beim Fahren und lässt sich schlecht greifen, falls man es mal über ein paar Treppenstufen tragen muss. Alles bei einem Tiefeinsteiger kein Beinbruch und der solide Gesamteindruck macht das locker wett.
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Redakteur