Aventon TravaPreis-Leistungs E-Bikemarke startet durch

Adrian Kaether

 · 09.03.2026

Angriff auf Cube und Co? Mit dem Trava feiert die E-Bike Marke Aventon ihr Debut in Europa.
​Mit dem Tourenbike Trava feiert die E-Bike-Marke Aventon ihr Debut in Europa. Das Versprechen: Ordentlich Power zum fairen Kurs – plus smarte Sicherheits-Features, die man so von vielen anderen Herstellern noch nicht kennt. Preise beginnen bei 2899 Euro.

Aventon ist hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt, in den USA aber bereits eine feste Größe im E-Bike-Markt. Die Marke mit chinesischen Wurzeln wurde vor über zehn Jahren in Kalifornien gegründet, und machte sich zunächst mit Singlespeed und Fixie-Rädern einen Namen in der Radsport-Community. Inzwischen zählt Aventon nach eigenen Angaben zu den führenden E-Bike-Herstellern Nordamerikas und kontrolliert große Teile der Fertigung – vom Schweißen bis zur Lackierung – selbst. Jetzt wagt man den Schritt über den großen Teich.

Eigener Motor mit 90 Nm und 800er Akku

Speziell für den europäischen Markstart hat man bei Aventon auch die Produktpalette umfangreich angepasst. Statt reduzierter Fixies und E-Bikes mit ballonartigen Breitreifen sehen die neuen Modelle nun nach klassischen Touren-E-Bikes mit modernem Look aus. Das Trava positioniert sich als erstes Bike als vielseitiges SUV für Alltag und Wochenend-Touren.

Herzstück ist der Aventon Ultro S Mittelmotor auf Gobao-Basis mit 90 Nm Drehmoment und 750 Watt Leistung – Werte auf Augenhöhe mit Bosch und Co. Die 800-Wh-Batterie verspricht eine ordentliche Reichweite. Das Gesamtgewicht der Räder soll auf einem in diesem Bereich üblichen Niveau von 27,2 kg (Diamantrahmen) bzw. 28,5 kg (Tiefeinsteiger) liegen.

Mit viel Motorpower und smarter Technik zum niedrigen Preis will sich Aventon einen Namen machen.Mit viel Motorpower und smarter Technik zum niedrigen Preis will sich Aventon einen Namen machen.

Adv oder Exp: Ab 2899 Euro

Die Ausstattung kann sich für Preise ab 2.899 Euro beim Trava Adv durchaus sehen lassen: 100 mm Coil-Federgabel, Shimano Cues 10-Gang-Schaltung, Tektro-Scheibenbremsen mit 180-mm-Scheiben und eine gefederte Sattelstütze mit 35 mm Hub für maximalen Komfort. Das edlere Trava Exp kommt für 3899 Euro sogar mit Enviolo Automatik-Schaltung und Riemenantrieb. Beide Modelle sind mit Gepäckträger, Schutzblechen, integrierten Lichtern und Seitenständer – für den Alltagseinsatz ausgestattet.

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Das Ass im Ärmel: Die Aventon Control Unit

Der eigentliche Clou des Trava ist jedoch die Aventon Control Unit (ACU) – Aventons hauseigenes Steuerungssystem. Hier wird es spannend: Die ACU verwandelt das E-Bike in ein vernetztes Sicherheitssystem und soll so nicht nur zusätzliche Technik sondern echten Mehrwert für den Nutzer bieten. Die Steuerung erfolgt komplett über die Aventon-App per Bluetooth.

Smarte Features im Überblick:

  • GPS-Tracking mit 4G-Anbindung für Echtzeit-Ortung
  • Passwortschutz am Display – ohne Code keine Fahrt
  • Integriertes Hinterradschloss direkt am Bike
  • Aktivitätserkennung mit Alarm bei ungewöhnlichen Bewegungen
  • Push-Benachrichtigungen aufs Smartphone
  • Ride Tune: Individuelle Anpassung der Unterstützungsstufen über die App

Verfügbarkeit und Farben

Das Trava wird in drei Farbvarianten angeboten: Matt Black, Camouflage und Haze. Der Diamantrahmen ist in den Größen M, L und XL verfügbar, der Tiefeinsteiger in S/M und L. Ungewöhnlich: Aventon setzt auf etwas kleinere Laufräder im Format 27,5-Zoll, die dem Rad ein agiles Fahrverhalten bringen sollen.

BIKE Fazit zum Aventon Trava

Aventon versucht einen interessanten Spagat: Einerseits will die Marke ein klassisches E-Bike mit einem Preis bieten, der klassischen Marken Kopfzerbrechen bereitet. Andererseits setzt Aventon auch im günstigen Segment auf ein smartes Ökosystem mit umfangreichen Sicherheits-Features. Ob die Rechnung aufgeht und ob die ACU im Alltag hält, was sie verspricht, wird sich zeigen müssen. Die technischen Daten lesen sich jedenfalls vielversprechend.

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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