Rob Warner beendet Worldcup-ModerationNie wieder “Look at the Time!”

FREERIDE Magazin

 · 23.11.2022

Rob Warner beendet Worldcup-Moderation: Nie wieder “Look at the Time!”Foto: Jan Kastl/ Red Bull
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Ex-Worldcup-Rennfahrer Rob Warner kommentierte bis jetzt die UCI MTB-Worldcups und steckte uns alle mit seiner Begeisterung an. Doch nun ist Schluss damit, denn Red Bull gab die Übertragungsrechte ab. Eine Ära geht zu Ende! FREERIDE sprach mit der Legende über das, was war, und das, was kommt.

Diese Inhalte finden Sie hier:


Interview mit Rob Warner:

“Look at the time!”

FREERIDE: Deine Zeit als DH-Moderator ist vorbei. Bist Du traurig!

Rob Warner: Sehr traurig. In Andorra wurde ich schwermütig, denn da wusste ich, dass mir nicht mehr viele Rennen bleiben. Irgendwann versteckte ich meine Gefühle, denn mich schlauchte die Wehmut. Ich muss jetzt einen Schlussstrich ziehen, nach vorne gucken.

Kriegst Du Du-wirst-uns-fehlen-Botschaften?

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Ständig. Es rührt mich, dass meine Moderation den Leuten so viel bedeutet. Auf der anderen Seite hat es den Abschied nur schwerer gemacht. Der Sport ist spektakulär. Wirklich spektakulär. Daher ist es vielleicht gar kein schlechter Zeitpunkt zum Aussteigen. Also, wenn, dann jetzt.

Was machst Du nun? Man munkelt, die Red Bull Hardline wird zur Serie ausgebaut.

Ich bleibe bei Red Bull und darf nichts verraten. Nur so viel: Es hat mit Cross-Country- und Downhill-Racing zu tun, und ich werde ziemlich beschäftigt sein.

Dennoch: Kein „Look at the time“ mehr. Wer wird jetzt den Worldcup moderieren?

Das werde ich oft gefragt, doch ich weiß es nicht.

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Du genießt Kultstatus mit großer Fan-Gemeinde. Hat Discovery versucht, Dich anzuwerben?

Es gab einige Gespräche. Eine Panikreaktion, denn damals wusste niemand, wie es weitergeht, auch Red Bull nicht. Ich kommentierte also als Test in den Eurosport-Studios eine Pilot-Veranstaltung. Danach habe ich nichts mehr gehört, selbst als ich nachfragte – keine Antwort.

Wenn Du zurückblickst, welcher Glanzmoment fällt Dir ein?

Natürlich Sam Hills Crash bei der Weltmeisterschaft 2008. Ich hatte das Gefühl, Sam Hill fährt im Zeitraffer den Berg runter. Sein Vorsprung war riesig, und dann stürzt er in der letzten Kurve. Was für eine Tragödie! Oder Danny Harts Regen-Run in Champery. Mein Satz von damals wird häufig zitiert: „How can Danny Hart sit down with balls that big.“ (Lacht).

Wie reagieren die Fahrer auf Deinen Ausstieg?

Viele haben sich gemeldet. Ich war auf einer After-Race-Party, als Jolanda Neff zu mir kam. Sie bot mir an, der Coach ihres Teams zu werden. Die Olympia-Siegerin bietet mir einen Job an, wie cool ist das! Jolanda hat einen Job für mich gefunden, damit ich weiterhin beim Worldcup dabei sein kann. So süß!

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Never change a winning team! Binsenweisheit ignoriert: Rob Warner und Claudio Caluori (li) werden zukünftig keine Downhill-Worldcups mehr kommentieren. Schade!Foto: Red Bull Content Pool
Never change a winning team! Binsenweisheit ignoriert: Rob Warner und Claudio Caluori (li) werden zukünftig keine Downhill-Worldcups mehr kommentieren. Schade!

Downhill-Momente im Video: Was wir nie vergessen!

Legendäre Abfahrten, legendäre Moderation: Hier sind vier Highlights der Downhill-Geschichte, die Rob Warner kommentierte.

WM 2008 in Val di Sole. Sam Hill hat den Run seines Lebens. Elf Sekunden Vorsprung, dann stürzt er in der letzten Kurve. Rob Warner: „How can you live with that?“

WM 2011 in Champery. Danny Hart braust durch Regen und Schmodder wie auf Schienen. Kommentator Rob Warner rastet aus: „Stay on your bike, Danny. This is insane. Look at that whip!“

Worldcup 2015 in Leogang. Aaron Gwin verliert die Kette direkt nach dem Start und gewinnt dennoch. Rob Warner schreit: „Aaron Gwin does the impossible!“

WM 2021 in Val di Sole. Greg Minnaar wird mit 39 Jahren Weltmeister, 18 Jahre nach seinem ersten Titel. Rob Warner flippt aus: „How on the earth does he do that? My good-ness. Minnaar goes fastest!“

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