EMDrei Mal Bronze für Deutschland

BIKE Magazin

 · 16.08.2021

EM: Drei Mal Bronze für DeutschlandFoto: Michele Mondini
EM: Drei Mal Bronze für Deutschland

Pauline Ferrand-Prévot und Lars Forster heißen die neuen MTB-Europameister 2021 im Cross Country. Für Deutschland gab's im serbischen Novi Sad drei Bronze-Medaillen.

  EM-Gold ging an den Schweizer Lars Forster, der bei Olympia in Tokio nicht am Start war. Silber holt der Däne Sebastian Fini (links) vor dem Schweizer Filippo Colombo. Hier gibt's <a href="http://www.uec.ch/resources/2021%20Events/MTB%20XCO/res/XCO%20ME.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">das komplette EM 2021-Ergebnis</a> .Foto: Michele Mondini
EM-Gold ging an den Schweizer Lars Forster, der bei Olympia in Tokio nicht am Start war. Silber holt der Däne Sebastian Fini (links) vor dem Schweizer Filippo Colombo. Hier gibt's das komplette EM 2021-Ergebnis .
  Zum zweiten Mal in Folge Europameisterin: die Französin Pauline Ferrand-Prévot. Sie setzte sich schon früh allein an die Spitze und fuhr einer ungefährdeten Titelverteidigung entgegen.Foto: Michele Mondini
Zum zweiten Mal in Folge Europameisterin: die Französin Pauline Ferrand-Prévot. Sie setzte sich schon früh allein an die Spitze und fuhr einer ungefährdeten Titelverteidigung entgegen.
  Das Podium der Frauen bei der EM 2021 in Novi Sad: Europameisterin Ferrand-Prévot (Mitte) und die beiden Niederländerinnen Anne Terpstra (links), die Silber holte, und Anne Tauber.Foto: Michele Mondini
Das Podium der Frauen bei der EM 2021 in Novi Sad: Europameisterin Ferrand-Prévot (Mitte) und die beiden Niederländerinnen Anne Terpstra (links), die Silber holte, und Anne Tauber.

Vier Deutsche fahren in die Top 15

Im Elite-Rennen der Männer bei der EM in Novi Sad wussten die deutschen Starter zu überzeugen. Georg Egger (Lexware MTB Team) gehörte sehr lange zur Spitzengruppe um den späteren Sieger Lars Forster. Am Ende wurde es Platz acht, 46 Sekunden hinter dem Schweizer. Eggers Team-Kollegen Luca Schwarzbauer und Maximilian Brandl lieferten sich einen packenden Sprint um Platz zehn, den Schwarzbauer knapp vor Brandl gewann. Niklas Schehl (Team Bulls) belegte Platz 13. Vier Fahrer unter den Top 15 ist ein starkes Ergebnis.

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  Georg Egger mischte lange in der Spitzengruppe mit, am Ende wurde er als Achter bester Deutscher und sagte: „Ich freue mich, dass ich auch mal wieder bester Deutscher bin. Ich glaube, dass mir das persönlich auch richtig gut tut. Die Strecke kam mir sehr entgegen. Daher war es mir wichtig, gerade auf einem solchen Kurs etwas abzuliefern, um mein Selbstvertrauen wiederzufinden.“Foto: Michele Mondini
Georg Egger mischte lange in der Spitzengruppe mit, am Ende wurde er als Achter bester Deutscher und sagte: „Ich freue mich, dass ich auch mal wieder bester Deutscher bin. Ich glaube, dass mir das persönlich auch richtig gut tut. Die Strecke kam mir sehr entgegen. Daher war es mir wichtig, gerade auf einem solchen Kurs etwas abzuliefern, um mein Selbstvertrauen wiederzufinden.“

Bronze-Medaillen in U23 für List und Eibl

Die Deutsche Ronja Eibl kam 1:37 Minuten hinter der souveränen Siegerin aus Österreich, Mona Mitterwallner, und eine Minute hinter der Niederländerin Puck Pieterse ins Ziel und holte damit EM-Bronze in der U23-Kategorie.

„Ich bin froh, dass es endlich zu einer Einzelmedaille gereicht hat. Mit der Hitze kam ich diesmal gut klar, wohl auch, weil ich aus Tokio kam und mich dort schon an solche klimatischen Bedingungen gewöhnt hatte. Das war heute nicht der beste Kurs für mich, ich mag es lieber, wenn es mehr Höhenmeter hat. Aber ich habe unterwegs gemerkt, dass ich an Kraft zugelegt habe“, sagte Eibl im Ziel. Leonie Daubermann als Sechste und ihre Schwester Luisa, die noch einen Defekt hatte, als Zwölfte rundeten das gute Abschneiden der deutschen U23-Frauen bei dieser EM ab.

  Ronja Eibl (rechts) holte U23-Bronze hinter ihrer Alpecin Fenix-Teamkollegin Puck Pieterse (links) und Siegerin Mona Mitterwallner aus Österreich.Foto: Michele Mondini
Ronja Eibl (rechts) holte U23-Bronze hinter ihrer Alpecin Fenix-Teamkollegin Puck Pieterse (links) und Siegerin Mona Mitterwallner aus Österreich.

David List aus Friedrichshafen holte ebenfalls Bronze im Rennen der männlichen U23. Der Fahrer vom Lexware MTB Team war nur zwei Sekunden langsamer als der siegreiche Schweizer Joel Roth. Zur Silbermedaille, die an den Italiener Juri Zanotti ging, fehlte sogar nur eine Sekunde. Danach sagte List: „Ich bin super happy. Mein Ziel war, die top Drei anzugreifen. Ich wusste, das Potenzial ist da, und ich habe mich voll auf diese EM vorbereitet und bin glücklich, dass mein Plan aufgegangen ist. Das ist meine erste Medaille bei internationalen Wettkämpfen. Jetzt bin ich gespannt auf die WM in zwei Wochen.“

  David List wurde für ein starkes Rennen in Novi Sad mit Bronze belohnt.Foto: Michele Mondini
David List wurde für ein starkes Rennen in Novi Sad mit Bronze belohnt.

Deutsche Staffel holt EM-Bronze

Bei der Mountainbike-Europameisterschaft der Cross-Country-Biker in Novi Sad in Serbien gab es am ersten Tag die erste Medaille für Deutschland. Das BDR-Team holte im Staffelrennen Bronze. Leon Kaiser, Lars Gräter, Nina Benz, Finja Lipp, Ronja Eibl und Niklas Schehl fuhren ein starkes Rennen auf der staubigen, schnellen Strecke. Am Ende wurden die sechs jungen Deutschen mit Bronze belohnt. Nach sechs Runden lag das deutsche Team im Ziel nur 34 Sekunden hinter Sieger Italien und 18 Sekunden hinter der Schweiz, die Silber holte. „Es war ein sehr interessantes Rennen, mit spannenden Positionskämpfen. Die Strecke ist sehr fair, es gibt nicht so viele technische Schwierigkeiten. Und das war heute ein sehr guter Auftakt für uns,“ sagte Bundestrainer Peter Schaupp. Obwohl einige Top-Fahrer nach den Olympischen Spielen auf die EM verzichten, ist die Leistung bemerkenswert. Denn der älteste Fahrer im deutschen Team war Niklas Schehl mit gerade einmal 23 Jahren. Auch Olympia-Starterin Ronja Eibl zählt mit ihren 21 Jahren zu den jüngsten Elite-Fahrerinnen bei den Damen. „Wir waren mit einer sehr jungen Mannschaft am Start, und wussten, dass alle auf ihren Positionen ein gutes Rennen abliefern können. Jeder ist eine schnelle gute Runde gefahren. Die Bedingungen waren sehr hart, weil es heute auch sehr heiß war,“ resümierte Nachwuchs-Bundestrainer Marc Schäfer.

Foto: Privat
  17 Nationen waren beim EM-Staffelrennen 2021 am Start. Hier das <a href="http://www.uec.ch/resources/2021%20Events/MTB%20XCO/res/XCR%20results.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Ergebnis</a> .Foto: Screenshot
17 Nationen waren beim EM-Staffelrennen 2021 am Start. Hier das Ergebnis .

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