UCI MTB-WorldcupErgebnisse, Typen, Gerüchte und Termine für 2024

Laurin Lehner

 · 24.10.2023

Schlammfinale in Mont  Sainte-Anne. Lars Forster auf der  Suche nach Grip.
Foto: Red Bull Content Pool
Gerade erst hat der MTB-Worldcup in Mont Sainte-Anne (Kanada) sein spektakuläres Finale gefeiert, und schon brodelt die Gerüchteküche für die kommende UCI-Saison.

Spektakulärer kann ein Mountainbike Worldcup kaum zu Ende gehen. Im kanadischen Mont Sainte-Anne kämpfte die Cross-Country-Elite bei widrigen Bedingungen auf einer technisch anspruchsvollen Strecke um wichtige Punkte. Shootingstar Pidcock rollte als Erster über die Ziellinie, dem Schweizer Nino Schurter reichte Rang 14 für seinen neunten Gesamtsieg. Der Deutsche Luca Schwarzbauer sicherte sich einen starken 5. Platz in der XCO-Gesamtwertung und den Gesamtsieg im Short Track. Bei den Damen stand die erst 21-jährige Puck Pieterse (NL) am Ende der Saison ganz oben. Für viele eine Überraschung, aber nicht für alle. „Ich wusste schon immer, wie stark Puck ist“, sagt Landsfrau Anne Terpstra. Die Niederländerin fuhr unter die Top Ten.

Die Downhiller hatten am Vortag etwas mehr Glück mit dem Wetter, bissen sich aber auf der felsübersäten Worldcup-Strecke die Zähne aus. „Das war ein Krimi bis zum Schluss“, sagt Downhill-Urgestein Marcus Klausmann über die letzte Worldcup-Station. Deutschlands Downhill-Hoffnung Max Hartenstern schaffte es als bester Deutscher in die Top 20 der Gesamtwertung. Kaum ist die Saison vorbei, brodelt es bereits in der Gerüchte­küche. 2025 soll es zusätzliche Worldcup-Stopps in Asien, Südamerika und Ozeanien geben. „Für mich keine schlaue Entscheidung – so werden nicht alle Top-Athleten überall starten“, vermutet Schwarzbauer und zeigt sich wenig euphorisch.

Überraschend schlechte Nachrichten gibt es vom gerade erst für 2023 gegründeten Enduro-Worldcup. Die ersten großen Rennteams ziehen sich zurück, auch weil es 2025 angeblich nur noch den E-Enduro-Worldcup geben soll, das Bio-Pendant soll fallen gelassen werden. Eine offizielle Bestätigung zu den Gerüchten gab es bis Redaktionsschluss nicht. Den UCI Rennkalender für die Saison 2024 findet ihr weiter unten im Artikel.

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Worldcup-Gesichter, die 2023 für Schlagzeilen sorgten

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Top 10 Ergebnisse XCO / ED / DH

Top 10 Ergebnisse XCO / ED / DHFoto: Grafik BIKE MagazinTop 10 Ergebnisse XCO / ED / DH

Der UCI Worldcup-Kalender für 2024

Der UCI-Rennkalender 2024Foto: UCIDer UCI-Rennkalender 2024

Pressemitteilung der UCI (Auszüge)

Die Union Cycliste Internationale (UCI) und Warner Bros. Discovery freuen sich, den Kalender für den UCI Mountain Bike World Cup 2024 bekannt zu geben.

Erneut werden alle wichtigen Mountainbike-Formate in einem einzigen Kalender zusammengefasst. Die Veranstaltungen finden nächstes Jahr in 10 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika statt. Der Kalender enthält sechs neue Austragungsorte.

Der Kalender für die UCI-Weltcups im olympischen Cross-Country (XCO), Cross-Country Short Track (XCC), Downhill (DHI) und Enduro (EDR) - einschließlich E-Enduro (E-EDR) - umfasst 15 Wettkampfwochenenden, wobei alle Formate sowohl eigenständige Veranstaltungen als auch Veranstaltungen in Kombination mit anderen Formaten haben. Einer der Höhepunkte der Saison wird wieder das Flaggschiff-Festival in Haute-Savoie, Frankreich, sein, das 2023 über 100.000 Zuschauer anzog.

Weitere Informationen über den UCI-Weltcup im Cross-Country-Marathon (XCM) werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die Saison wird mit zwei aufeinanderfolgenden Cross-Country-Wochenenden in Brasilien eröffnet, wobei die neuen Austragungsorte Mairiporã und Araxá, Minas Gerais, ihr Debüt im UCI Mountain Bike World Cup geben. Erstmalige Gastgeber sind außerdem: Bielsko Biała in Polen, Crans-Montana und Aletsch Arena - Bellwald, beide im Wallis in der Schweiz, und Mt Van Hoevenberg - Lake Placid in den USA.

Laurin Lehner

Laurin Lehner

Redakteur

Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.

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