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Nachgefragt: Wie geht es Paul Basagoitia heute?

Sebastian Brust

 · 28.09.2016

Nachgefragt: Wie geht es Paul Basagoitia heute?Foto: Scott

Paul Basagoitia stürzte bei der Rampage 2015 schwer und brach sich den 12. Brustwirbel. Seitdem kämpft er gegen die Querschnittlähmung und saß sogar wieder auf dem Bike! Wir haben nachgefragt.

Vor fast einem Jahr stürzte Paul Basagoitia bei der Rampage schwer und verletzte sich die Brustwirbelsäule so stark, dass ihm die Querschnittlähmung und ein Leben im Rollstuhl drohte (BIKE berichtete). Jetzt pedalierte er zum ersten Mal seitdem wieder auf dem Mountainbike.

In dem auf seinem Instagram-Account geposteten Bild freut sich Basagoita sprichwörtlich wie ein kleines Kind über seinen ersten Bike-Ride nach dem folgenschweren Rampage-Sturz: "Mein Vater scherzte immer rum, dass ich Fahrrad fahren konnte noch bevor ich richtig laufen konnte. Nun, in diesem Fall stimmt es sogar! Ich bin überglücklich, nach meiner Verletzung endlich wieder biken zu können."

Tag für Tag trainiert er, will sich Schritt für Schritt die Kontrolle über seinen Körper zurück holen. Um die teuren Behandlungen und Reha-Maßnahmen bezahlen zu können, wurde extra unter dem Hashtag #irideforpaul eine Spendenaktion für Paul Basagoitia eingerichtet.

Paul ist zwar noch lange nicht so weit, wieder richtig laufen und biken zu können. Eine weitere Etappe auf seinem Weg der Rehabilitation hat er geschafft. "Ich habe noch einen weiten Weg vor mir, aber ich werde kein einziges Ziel, das ich mir für die Zukunft vorgenommen habe, aufgeben." Wir freuen uns über die freudige Nachricht und haben uns bei Paul Basagoita nach seiner aktuellen Verfassung erkundigt.


BIKE: Wie geht es dir heute, knapp ein Jahr nach deinem Crash und deiner Verletzung?
Paul Basagoitia: Jeder meiner Tage ist anders. An manchen läuft’s besser als an anderen. Ich versuche einfach, das Positive zu sehen und weiter in der Physiotherapie Vollgas zu geben.


Wie ist der aktuelle Stand deiner Reha? Wirst du bald wieder ganz gesund?
Jede Rückenmarksverletzung ist individuell verschieden. Du kannst nicht vorhersagen, wie viel du von der Verletzung wieder rückgängig machen kannst. Du kannst nur 100 Prozent in die Reha stecken und schauen, was passiert.


Die Reha ist wahrscheinlich das omnipräsente Thema in deinem Alltag.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an meiner Genesung von der Lähmung arbeite.


Bist du zufrieden mit deinen Forstschritten? Und welche Pläne hast du für die Zukunft?
Ich bin wirklich überglücklich zu sehen, wie weit ich bereits gekommen bin. Ehrlich gesagt habe ich anfangs nicht geglaubt, jemals wieder in Bike-Pedale treten zu können. Ich möchte aber auch in Zukunft auf dem Bike aktiv sein. Nur eben ohne die ganzen verrückten Sachen, die ich vor meinem Unfall gemacht habe.

  Der Freerider Paul Basagoitia brach sich bei einem schweren Rampage-Sturz 2015 den 12. Brustwirbel. Heute, knapp ein Jahr später, steht er wieder und war auch schon wieder biken.Foto: Scott
Der Freerider Paul Basagoitia brach sich bei einem schweren Rampage-Sturz 2015 den 12. Brustwirbel. Heute, knapp ein Jahr später, steht er wieder und war auch schon wieder biken.

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