Der UCI Enduro World Cup 2025 begann mit einem dramatischen Auftaktrennen in Pietra Ligure, Italien. In einem spannenden Finale setzte sich Daniel Booker bei den Männern durch, während Harriet Harnden bei den Frauen einen souveränen Sieg einfuhr. Das neue zweitägige Rennformat mit längeren, anspruchsvolleren Strecken stellte die Fahrerinnen und Fahrer vor zusätzliche Herausforderungen und sorgte für packende Wettkämpfe bis zur letzten Sekunde.
Bei den Männern entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Jack Moir, Sławomir Łukasik und Daniel Booker. Moir dominierte zunächst und ging trotz Sturz nach dem ersten Renntag in Führung. Doch auf der technisch anspruchsvollen Spillpietra-Stage am zweiten Renntag verlor er wertvolle Zeit und fiel zurück. Łukasik übernahm daraufhin die Führung, konnte diese aber nicht ins Ziel retten. Auf der finalen Stage zeigte Booker eine bravouröse Leistung und sicherte sich den Sieg mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,374 Sekunden vor Łukasik. Der amtierende Weltmeister Alex Rudeau komplettierte als Dritter das Podium. Booker zeigte sich nach seinem Triumph überglücklich und betonte die physischen Herausforderungen des neuen Rennformats.
Bei den Frauen ließ Harriet Harnden der Konkurrenz keine Chance. Die Britin, die in dieser Saison eigentlich ihren Fokus auf den Downhill World Cup legt, zeigte eine beeindruckende Leistung und distanzierte ihre Landsfrau Ella Conolly um 24 Sekunden. Harnden gewann fünf der sieben Stages und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders auf der anspruchsvollen Fedeli-alla-Linea-Stage mit 700 Tiefenmetern demonstrierte sie ihre Klasse und nahm Conolly fast 30 Sekunden ab. Die Französin Morgane Charre sicherte sich den dritten Platz auf dem Podium. Harnden zeigte sich nach ihrem Sieg überrascht von ihrer starken Form so früh in der Saison und betonte, dass sie das Rennen vor allem genossen und nicht zu viel nachgedacht habe.
Beim dritten Stopp des UCI Enduro World Cups 2025 in Pietra Ligure zeigte Raphaela Richter eine beeindruckende Leistung: Die deutsche Crossworx-Fahrerin belegte in der Elite-Kategorie der Damen einen starken 4. Platz und verpasste das Podium nur knapp – mit einer Gesamtzeit von 32:49.204 Minuten lag sie weniger als 30 Sekunden hinter der Siegerin Morgane Charre (FRA).
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Bei den Herren erreichte Christian Textor als bester deutscher Fahrer den 40. Platz. Der traditionsreiche Austragungsort an der italienischen Riviera forderte die Athlet:innen erneut mit technisch anspruchsvollen und staubigen Trails.
Das neue zweitägige Rennformat des UCI Enduro World Cups wurde von Fahrerinnen und Fahrern positiv aufgenommen. Die längeren, physisch anspruchsvolleren Stages erforderten eine gute Renneinteilung und stellten die Athletinnen und Athleten vor neue Herausforderungen. Besonders die 3,5 Kilometer lange Fedeli alla Linea Strecke mit fast 700 Tiefenmetern erwies sich als Schlüsselmoment des Rennens. Das Format sorgte für spannende Wettkämpfe bis zur letzten Sekunde und unterstrich den Abenteuercharakter der Enduro-Disziplin.

Redakteur