Ralf Meutgens über Doping im Hobby-Sport

Sebastian Brust

 · 03.02.2013

Ralf Meutgens über Doping im Hobby-SportFoto: Privatfoto
Ralf Meutgens über Doping im Hobby-Sport
Hat der Mountainbike-Sport ein Dopingproblem? Wir sprachen mit dem Doping-Experten Ralf Meutgens über Doping im Hobby-Sport.

Bike-Sport-Deutschland ist schockiert: Der ambitionierte Hobby-Fahrer Frederik Zierke wurde tot aufgefunden. In seinem Körper und in der Wohnung fanden sich neueste Doping-Substanzen. Wir wollten vom Doping-Experten Ralf Meutgens wissen: Wie verseucht ist der Sport, wenn schon Wochenend-Profis zur Nadel greifen? Für Meutgens ist klar: Der Mountainbikesport hat eine deutlich geringere Anfälligkeit für Doping als der Straßenradsport. Die Ursachen dafür sieht er in den Wurzeln. Mountainbiken, sagt Meutgens, sei nicht aus Verbandsstrukturen erwachsen. "Es war einfach cool, so ein Fahrrad zu haben. Leistung war zweitrangig und ist es wahrscheinlich immer noch.”
Mit Sorgen betrachtet der Experte den Hobby-Sport: Wer glaube, das Thema Doping beträfe nur Profis, liege falsch. Mit der Einnahme von Schmerztabletten bei Hobbyrennen gehe es oft los. Meutgens warnt vor einer Spirale, die nicht selten in der Einnahme von Medikamenten und Designerdrogen ende.

Das gesamte interview lesen Sie in BIKE 3/2013, erhältlich ab 5. Februar am Kiosk oder hier online bestellen


Zur Person:
Ralf Meutgens gilt als einer der renommiertesten Experten zum Thema Doping. Bekannt wurde der ehemalige Radrennfahrer, heutige Journalist und Autor spätestens mit seinem 2007 erschienen Buch Doping im Radsport, das längst als Standardwerk zum Thema Doping zählt. Als wichtiger Kritiker der Strukturen des Radsports verurteilt er die Systemimmanenz des Themas Doping aufs Schärfste.

Sebastian Brust ist Jahrgang 1979 und ursprünglich vom Klapprad der Oma sozialisiert, seit seinem fünften Geburtstag aber hauptsächlich auf Stollenreifen unterwegs. Liebt alle Arten Bikes – und das Verschmelzen mit der Natur. Findet, dass Scheibenbremsen heute viel sicherer sind als vor 15 Jahren und glaubt, mit seinen Bremsen- und Belagstests dabei geholfen zu haben. Dass sich die Fahrradindustrie an anderer Stelle ausgerechnet an für ihn falschen Idealen der Autobranche orientiert, bedauert der gelernte Ingenieur für Fahrzeugtechnologie allerdings sehr. Bei BIKE korrigiert, produziert und organisiert er digitalen Content auf der Webseite.

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