Jede Saison bringt neue Top-Namen hervor – manchmal sind es die bekannten Favoriten, manchmal echte Überraschungen. Wir haben mit Szene-Insidern gesprochen, die Form, Entwicklung und Momentum der Athleten genau verfolgen, und zeigen, wer das Potenzial hat, den nächsten Schritt zu machen. Welche dieser Namen hattet ihr bereits auf eurer Liste?
Der Südbadener aus Freiburg kommt wie viele Enduro-Fahrer aus dem Cross-Country-Lager. Zwölf Jahre fuhr Frederik auf dünnen Reifen, lange Zeit erfolgreich im Lexware Mountainbike Team. Die Ausbildung zum Technischen Produktdesigner raubte ihm Zeit fürs Training – irgendwann auch die Freude am Rennenfahren.
2023 startete er bei einem Enduro-Rennen. Sofort war er Feuer und Flamme. Mehr Abfahrt. Mehr Vielfalt. Mehr Spaß. Zuletzt fuhr Frederik fürs Cube-Action-Team im Worldcup. Top-30-Resultate, Platz 14 bei der Enduro-Weltmeisterschaft. 2026 fährt der 21-Jährige im S1 Racing Team auf Zerode Bikes.
Für einen Tapetenwechsel zog Frederik nach Innsbruck in eine WG. „Hier gibt’s jede Menge neue Trails und viele andere starke Fahrer“, sagt Frederik. Die abgewanderten Promi-Racer im EDR-Worldcup findet er zwar schade. Nach dem Abgang von Christian Textor ist Frederik unsere Enduro-Hoffnung im Worldcup. Go Frederik, go!
Der Mann mit dem US-Namen ist ein Deutscher mit amerikanischen Vater. Der gelernte Industriemechaniker aus Löhne bei Bielefeld startet zusammen mit Erik Fedko als einziger Deutscher bei der FMB World Tour.
Letztes Jahr gelang Tobey der Sprung in die Weltspitze mit seinem Platzierungen bei der Crankworx-Serie. Mit gerade mal 21 Jahren hat Tobey die besten Voraussetzungen dieses Jahr eins draufzusetzen. Vielleicht sogar beim Red Bull District Ride in Groningen mit seiner Trick-Spezialität: Cork 720.
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Matt ist ein alter Hase im Slopestyle-Business. Mit 31 Jahren zählt er in dieser Disziplin bereits zu den „Oldies“. Und trotzdem passt er perfekt in diese Riege – wir sagen euch auch warum.
Zwar liegen seine größten Wettkampferfolge schon eine Weile zurück, doch Matt ist motivierter denn je. Statt sich im Wettkampf-Wirbel aufzureiben, setzt der Brite inzwischen lieber auf kreative Stunt-Ideen und setzt diese spektakulär in Szene. Sein jüngster Streich: ein Sprung durch die Laderampen zweier aufeinander zufahrender LKWs – zu sehen auf YouTube.
Zudem ist Matt bekannt für seine sogenannten World Firsts, also Tricks, die vor ihm noch niemand auf einem Mountainbike gestanden hat. Und eines ist sicher: Matt hat für 2026 Großes vor. Mehr dürfen wir (noch) nicht verraten.
Der Junge ist gerade einmal 18 Jahre alt und wird unter Slopestyle-Kennern bereits als der nächste Nicholi Rogatkin gehandelt. Der Australier stand bei einem FMB-Silver-Event schon ganz oben auf dem Treppchen – ein Ausrufezeichen, wenn auch noch nicht die ganz große Liga. Denn Gold- und Diamond-Events ziehen höhere Prominenz ins Startertfeld.
Trotzdem: Dane Folpp sollte man auf dem Schirm haben. Ob es für ihn schon 2026 für einen Podestplatz in der neuen Slopestyle Superleague reicht, bleibt abzuwarten. Szene-Kenner Tarek Rasouli sagt dem jungen Australier eine große Zukunft voraus.
Der junge Amerikaner aus Durango, Colorado, ist wahrlich kein Underdog – eh klar. Seinen Brause-Helmsponsor sicherte er sich bereits mit 17 Jahren, ein Ritterschlag, der im Actionsport nur wenigen zuteil wird. Doch Asa ruht sich darauf keineswegs aus: Als UCI-DH-Junioren-Gesamtsieger und Hardline-Gewinner steigt er in dieser Saison mit 19 Jahren in die Elite-Klasse auf.
Der Sprung zu den Großen ist schon vielen Talenten zum Verhängnis geworden. Unsere Szene-Experten sind sich jedoch einig: Asa bringt alles mit, um von Beginn an vorne mitzumischen. Erfahrung ist reichlich vorhanden – und am Selbstbewusstsein mangelt es ihm ganz sicher nicht. Gemeinsam mit den ebenfalls frisch aufgestiegenen Alran-Brüdern könnte Asa den Downhill-Worldcup spannender machen als je zuvor.
Noch nie war die Starterliste des DH-Worldcups so spannend wie 2026. Diese Saison hat das Zeug zum schnellsten Worldcup aller Zeiten. Ich kann´s kaum abwarten! - Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Redakteur
Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.