BIKE
· 25.08.2024
Von Anfang an dabei: Tomi Misser startete seine Karriere bereits 1990 in den Anfangsjahren des Mountainbikens. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Pau konzentrierte er sich auf die Downhill-Disziplin. 1996 gewann Tomi in Kanada seinen ersten Worldcup. Es folgten zwei weitere Worldcup-Siege. Im Jahre 2003 zog sich Misser aus dem professionellen DH-Worldcup zurück. Doch statt das Bike komplett an den Nagel zu hängen, probierte der drahtige Spanier andere Radsport-Disziplinen aus.
Misser verfügt nicht nur über eine tadellose Bike-Beherrschung, sondern ist obendrein ein gnadenloses Ausdauer-Tier. Mit fast 50 Jahren gewinnt er in diesem Jahr erneut die Weltmeisterschaften in der Disziplin Cross Country und Downhill und setzt sich gegen die fast zehn Jahre jüngere Konkurrenz durch. Damit wiederholt er den Doppelsieg aus dem Jahre 2019 in Mont-Sainte-Anne.
Obwohl Tomi alle Disziplinen auf dem Bike beherrscht, konnte er sich erst vor Kurzem mit einer Teleskopsattelstüze anfreunden. „Die macht mich zwar nicht schneller, bringt aber etwas mehr Reserven“, sagt Misser.
Zusammen mit Team-Partner Karl Platt konnte Misser nicht nur zweimal das Cape Epic, sondern auch Swiss Epic, Transalp und 4Islands in der Masters-Kategorie gewinnen. „Tomi ist ein sehr umgänglicher, bodenständiger Typ“, sagt Karl Platt. Er habe keine Allüren oder Ticks. Nur bei der Präparation seines Bikes und der Ausrüstung mag Tomi keine halben Sachen. Seine Bikes müssen immer handpoliert sein, und das Equipment muss zu 100 Prozent stimmen.
Der 15-jährige Sohn Max (rechts) tritt in die Fußstapfen von Papa Tomi, wie hier zusammen beim BC Bike Race.
Nicht zu schlagen: In Cairns in Australien gewinnt Tomi Misser dieses Jahr erneut die Weltmeisterschaft im Downhill und Cross Country.
Große Pläne: Mit fast 50 Jahren auf der Uhr und zwei Goldmedaillen im Gepäck bleibt Tomi erfolgshungrig. Im Oktober will er sich in Belgien die Gravel-Krone sichern. Im Dezember macht er bei der Cyclo-Cross WM Jagd nach einem weiteren Regenbogentrikot.