Freerider Daniel Ruso„Alles ist Perspektive.“

Dimitri Lehner

 · 26.07.2026

Freerider Daniel Ruso: „Alles ist Perspektive.“Foto: Tom B (tombphotography)
Tritt meist im Doppelpack mit Bruder Elias auf: Daniel Ruso. Die Freeride-Pros und Bros gehörten zu Welteilite der Freeride-Mountainbiker.
Monster-Drops, Darkfest, Swatch Nines – Daniel Ruso lebt dort, wo andere den Rückwärtsgang einlegen. Im Interview verrät der Österreicher, warum Socken die besten Geschenke sind, weshalb Ehrlichkeit mehr Mut braucht als jeder Backflip und warum ein Airbag manchmal glücklicher macht als ein Sieg.

Themen in diesem Artikel

„Mut beginnt nicht am Sprung“

Worüber kannst du lachen?
Über mich selbst – und über meine Freunde.

Was war deine größte Mutprobe?
Mut braucht man ständig. Am meisten aber, wenn man ehrlich zu sich selbst ist.

Was fordert dich heraus?
Sturheit, Ignoranz und Ungerechtigkeit.

Was ist für dich eine Red Flag?
Fehlende Loyalität und Egoismus.

Welches Motto begleitet dich gerade?
Amor Fati – „Liebe zum Schicksal“

Welche Floskel benutzt du zu oft?
„Alles ist Perspektive.“ Ich glaube allerdings wirklich daran.

„Bike-Tricks hören nie auf“

Wovon träumst du?
Von Freiheit – und auch nach all den Jahren immer noch von neuen Bike-Tricks.

Welchen Wettkampf willst du unbedingt fahren?
Todo o Nada in Chile.

Bester Trick?
Flatspin. Für mich ist das mehr Gefühl als Trick.

Krassester Stunt, den du je gesehen hast?
Bienvenidos 90-Fuß-Frontflip beim Darkfest. Wahnsinnige Kontrolle.

Wem schaust du am liebsten beim Fahren zu?
Harry Schofield. Für mich ein Jahrhunderttalent.

„Socken schlagen Luxus“

Über welches Geschenk freust du dich?
Über Zeit. Über Persönliches. Und über Socken – wer ständig unterwegs ist, weiß warum.

Wofür gibst du gern Geld aus?
Reisen und gutes Essen.

Welches Auto hättest du gern?
Einen perfekt ausgebauten Camper.

Was kannst du überhaupt nicht?
Singen.

Mit welcher Gewohnheit solltest du anfangen?
Regelmäßig schlafen.

...und aufhören?
Zu viele Dinge in einen Tag zu packen.

„Japan ja. Hass nein.“

Wo bleibst du beim Zappen hängen?
Bei Geschichtsreportagen.

Welchen Sport würdest du noch lernen?
Motocross.

Wenn du in einer anderen Sportart Weltklasse wärst?
Surfen oder Skaten. Finanziell wäre Fußball oder Tennis natürlich cleverer.

Welches Land reizt dich?
Japan und Neuseeland.

Welches nicht?
Eigentlich keines. Ich möchte überall etwas entdecken.

„Mein größter Sprung kommt vielleicht noch“

Wann hast du zuletzt vor Glück gejubelt?
Als wir das Airbag-Setup auf den Wexl Trails eröffnet haben. Ein echtes Vermächtnis für die nächste Generation.

Was würdest du niemals bewerben?
Waffen, rechtes Gedankengut oder Schneeballsysteme.

Was würdest du nie anziehen?
Ein FPÖ- oder AfD-T-Shirt.

Was ärgert dich?
Soziale Ungerechtigkeit, Neid und wie Social Media Dinge entwertet.

Welches Abenteuer fehlt noch auf deiner Bucket List?
Das Abenteuer hört nie auf. Aber eine Familie zu gründen – das wäre der größte nächste Schritt.

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Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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