Foto-Highlights Januar 2026Diese Bike-Fotos musst du sehen

Dimitri Lehner

 · 18.01.2026

Farbenspiel in der Natur. Geht’s eindrucksvoller? Wir sagen: nein.
Foto: Lorenz Holder / Red Bull Illume
Nur die besten Bike-Fotos haben hier einen Platz: Die BIKE-Gallery versammelt Monat für Monat die eindrucksvollsten Bilder aus der Mountainbike-Welt. Das sind unsere Januar-Highlights.

Wasser marsch!

Insel der Naturgewalten: Island. Freeride-Profi Hannes Klausner auf Entdeckungstour.Foto: Christoph BreinerInsel der Naturgewalten: Island. Freeride-Profi Hannes Klausner auf Entdeckungstour.

Der Skógafoss ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands. Auf 250 Metern Breite stürzen hier die Wassermassen 60 Meter in die Tiefe und erfüllen die Luft mit einem Brausen, als würden Jumbo-Jets starten. Am Skógafoss endet der Laugavegur, ein 52 Kilometer langer Trekkingpfad durch Vulkansand und Gletscherzungen. Der Trail stammt noch aus der Wikingerzeit; er kann heute auch mit dem Bike befahren werden. Hier schlängelt sich Profi-Biker Hannes Klausner dem Meer entgegen, denn unten angekommen, rollt Hannes direkt auf den Strand und steht vorm wilden Atlantik. Foto: Christoph Breiner

Ganz weit weg

Da lohnt sich die Buckelei. Kilian Bron an seinem Sehnsuchtsort.Foto: Fotos: Pierre VieiraDa lohnt sich die Buckelei. Kilian Bron an seinem Sehnsuchtsort.Tief im höchsten Gebirge der Welt: Landschaftskünstler Kilian Bron.Foto: Fotos: Pierre VieiraTief im höchsten Gebirge der Welt: Landschaftskünstler Kilian Bron.

Der Bike-Abenteurer Kilian Bron reiste mit dem Mountainbike nach Nepal, um für den Film „Mandala“ – den zweiten Teil seiner Doku-Triologie – die isolierte Bergregion Dolpo zu erkunden. Hier an der Grenze zu Tibet befinden sich die höchstgelegenen Siedlungen der Erde und die Berge ragen 6000 Meter in die Höhe. Erst Mitte der 1990er-Jahre durfte Dolpo von Ausländern besucht werden. Der französische Bike-Akrobat kam mit atemberaubenden Aufnahmen aus einer unbekannten Bergwelt zurück. Wir sind schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung seines Abenteuers und auf Teil 3 der Bike-Doku. Fotos: Pierre Vieira

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Eins der besten Trailriding-Shots des Jahres. Kilian Bron in Action.Foto: Fotos: Pierre VieiraEins der besten Trailriding-Shots des Jahres. Kilian Bron in Action.
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Farbexplosion

Das gibt es tatsächlich! BMXer Senad Grosic in Galenz/Sachsen. Fotograf Lorenz Holder gewann damit den Fotowettbewerb.Foto: Lorenz Holder/Red BullDas gibt es tatsächlich! BMXer Senad Grosic in Galenz/Sachsen. Fotograf Lorenz Holder gewann damit den Fotowettbewerb.

Nein, hier war keine KI im Spiel – diese Brücke gibt es wirklich. Die sogenannte Teufelsbrücke steht im Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau in der Oberlausitz/Sachsen. 1866 ließ sie der Rittergutsbesitzer Herrmann Friedrich Roetschke bauen. Der Romantiker wollte mit dem Phänomen spielen, dass sich ihr Halbkreis im Wasser zum Vollkreis spiegelt. Fotograf Lorenz Holder wartete den Herbst ab, garnierte das Naturspektakel mit dem Profi-BMXer Senad Grosic und gewann mit diesem Bild den Fotowettbewerb Red Bull Illume. Wir sagen: Besser kann man den Herbst kaum in Szene setzen. Foto: Lorenz Holder

Himmelsleiter

Da nur nicht den Lenker verreißen! 
Brage Vestavik knüpft mit seinem Leiter-Ride 
an die Pioniertage des Freeriding an.Foto: Ale di LulloDa nur nicht den Lenker verreißen! Brage Vestavik knüpft mit seinem Leiter-Ride an die Pioniertage des Freeriding an.

​Der Bike-Profi Brage Vestavik inspiziert sein neuestes Bauwerk – eine irre schmale Hühnerleiter über dem Abgrund, irgendwo in den Wäldern von British Columbia. In seinem Youtube-Clip „Trolldom“ braust der junge Norweger über Bretter aus gespaltenem Zedernholz hinunter in die Tiefe, wo erst die echten Mutproben lauern. 2021 erlangte Brage Vestavik mediales Aufsehen, als er bei dem hochkarätigen Online-Wettkampf X Games Real MTB die Silbermedaille gewann und zum Publikumsliebling gekrönt wurde. Foto: Ale di Lullo

Der Norweger Brage Vestavik machte als Publikumsliebling bei den X Games Real auf sich aufmerksam. Jetzt ist er der Inbegriff von Freeriding wie kein anderer.Foto: Ale di LulloDer Norweger Brage Vestavik machte als Publikumsliebling bei den X Games Real auf sich aufmerksam. Jetzt ist er der Inbegriff von Freeriding wie kein anderer.

Interview mit Freeride-Profi Brage Vestavik

„Kein Halten mehr!“

BIKE: Brage, du hast gerade ein spektakuläres Youtube-Video veröffentlicht. Es heißt Trolldom. Was bedeutet das Wort?

BRAGE VESTAVIK: Troll ist ein Walddämon. Also eine Kreatur, die früher in den Bergen lebte. Das Wort Trolldom kann als Hexerei übersetzt werden.

Treffend, denn was du da in deinem Edit zeigst, grenzt an Hexerei. Ein irrer Balanceakt auf dünnen Holzbalken über dem Abgrund. Was fasziniert dich an den sogenannten Skinnies?

Mit den Northshore-Skinnies hat alles angefangen. Sie waren fester Bestandteil des Freeriding und wurden in Filmen wie „New World Disorder“ in Szene gesetzt. Diese Filme prägten mich als Kind.

Und du baust sie selbst.

Ja, das Bauen macht mir viel Spaß. Und noch mehr Freude macht es mir, Bäume zu finden, die schon passend daliegen. Es geht mir darum, das zu nutzen, was mir die Natur anbietet.

Die Holzkonstruktionen sahen irre aufwändig aus. Wie lange habt ihr gebraucht, das alles zu bauen?

Wir haben zweieinhalb Monate rumgewerkelt, bis alles fertig war – gottseidank hatte ich ein großes Team, sonst hätte es viel länger gedauert.

Welcher Teil der Line war am kniffligsten zu fahren?

Der letzte Doppel-Drop war am krassesten. Denn du hast von oben gar nichts sehen können. Ich fuhr komplett „blind“. Und es gab kein Halten mehr. Einmal reingefahren, musste ich es durchziehen.

Was passiert damit jetzt? Wird es verrotten, wie die alten „New World Disorder“-Stunts?

Wir haben jetzt schon die Landungen rausgenommen und werden auch den Rest abbauen. Ich will nicht, dass sich jemand verletzt.

Dein erfolgreichstes Video „The Sound of pure MTB Mayhem“ wurde zwei Millionen Mal geklickt. Orientierst du dich daran, wenn du neue Projekte planst?

Nein, das ist mir egal. Ich will mich von spontanen Einfällen inspirieren lassen. Gerade gefällt es mir, meine eigenen Ideen umzusetzen, ohne Zeitplan von außen und ohne fremde Vorgaben. Ich will also ein Freerider im wahrsten Sinn des Wortes sein.

Gleich kommt der Doppel-Drop. 
„Ich hatte keine Ahnung, was passieren würde“, erinnert sich Brage Vestavik.Foto: Ale di LulloGleich kommt der Doppel-Drop. „Ich hatte keine Ahnung, was passieren würde“, erinnert sich Brage Vestavik.

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