Evie Richards wächst in in einer sportbegeisterten Familie in Malvern auf, in einer Kleinstadt in der englischen Grafschaft Worcestershire. Der Radsport spielte zunächst keine Rolle im Leben der Familie Richards - stattdessen verbrachten sie die Wochenenden im örtlichen Rugbyclub. Dann entdeckt Evie das Radfahren für sich. Im Cyclocross wurde Richards in der Saison 2015 und 2016 britische Meisterin in der U23 und gewann das U23-Rennen bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften. Im Mountainbikesport belegte Richards bei den MTB-Weltmeisterschaften 2015 den zweiten Platz im Cross-Country (XCO) der Juniorinnen. 2021 holt sich Richards die WM-Goldmedaille im Cross Country XCO und Vizeweltmeisterin im Short-Track (XCC).
Was ist XCC?
Erst 2018 führte die UCI diese Rennen ein, die meist am Freitag vor den XCO-Rennen ausgetragen werden. Der Kurs ist kürzer, besitzt weniger Runden und garantiert einen Lenker-an-Lenker-Krimi. Die Starter sind aus dem XCO-Fahrerfeld. Hier gibt's wichtige UCI-Punkte fürs Gesamtranking.
Was ist XCO?
Das Kürzel steht für Cross-Country Olympics. Es ist die Königsklasse. Auf anspruchsvollen Rundkursen kämpfen die Starter um die Führung. Die Bikes besitzen zwischen 100 und 120 Millimeter Federweg.
2013 legt Evie den Hockeyschläger zur Seite und wechselt auf das Rad. In dieser Zeit probiert sie etliche Disziplinen aus, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, Olympia-Sportlerin zu werden. Evie sagt: „Ich verliebte mich weniger in den Radsport, eher in den Fakt, dass ich gut darin war.“ Dann geht alles Schlag auf Schlag. Sie wird 2016 Cyclocross (U23) Weltmeisterin, wechselt dann aufs Mountainbike. 2021 geht ihr Olympia-Traum in Erfüllung.
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Evie hört auf Stimmen von außen, die ihr sagen: Wenn du besser werden willst, musst du abnehmen. Sie entwickelt eine Essstörung, die nicht nur zu einem Leistungsabfall führt, sondern auch dazu, dass ihre Periode ausbleibt. Mit Hilfe einer Ernährungsberaterin kommt Evie wieder auf Kurs.
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Nach ihrer Siegesserie kämpft Evie mit einem Magen-Darm-Infekt und Rückenproblemen. Als es wieder bergauf geht, infiziert sie sich mit Covid. Einige Worldcup-Rennen muss sie auslassen. Diese Zeit war hart, erklärt sie im Interview. “Doch sie hat mich auch mental stärker gemacht”, sagt Evie im Interview mit ihrem Sponsor Red Bull.
Evie ist jung, erfolgreich und sieht gut aus. Auf Letzteres legt die Britin viel Wert. Sie zeigt sich so gut wie nie ungeschminkt. Auch direkt nach den Rennen sieht Evie aus, als käme sie gerade aus der Maske. Ihren Insta-Account füllen neben Fotos auf dem Bike auch Lifestyle-Shots. Ihren rund 260.000 Followern gefällt das.
Ein Höhepunkt des Jahres ist für Evie der Urlaub nach der Rennsaison. Die Zutaten für eine gute Zeit sind einfach, sagt Evie: „Hauptsache, meine Freunde sind dabei.
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Redakteur