Kunsthandwerk RahmenbauIm Kurs selbst einen 32” Rahmen bauen

Jan Timmermann

 · 15.03.2026

Einer der ersten 32-Zoll-Rahmen der Welt: Handgebaut von Rahmenbaukünstler Leo und unserem Redakteur.
Foto: Jan Bürgermeister
Fast 100 Arbeitsstunden fließen in einen Maßrahmen von Leovelo. Unser Reporter belegte einen Kurs in der Werkstatt des Rahmenbau-Künstlers und packte selbst an. Gemeinsam schufen sie aus Feuer und Stahl einen der ersten 32-Zoll-Rahmen der Welt.

Adrenalin pumpt durch meine Adern. So müssen sich einst Jäger in der Serengeti gefühlt haben, kurz bevor sie den tödlichen Pfeilschuss auf ein keifendes Warzenschwein abgaben. Ich bin voll fokussiert und blende alles aus: keine Gedanken, keine Ablenkung. Unter der Atemmaske sind meine Lippen zusammengekniffen. Auf keinen Fall darf ich mir jetzt einen Fehler erlauben. Ganz langsam lenke ich die giftgrüne Flamme aufs Metall. Mit 1000 Grad Celsius faucht das Feuer. Ich spüre die Hitze auf der Haut. Durch die tiefschwarzen Scheiben meiner Brille vernehme ich das orangene Glühen des Stahls. Jetzt gilt‘s! Leo steht in Habachtstellung wenige Zentimeter neben mir und überwacht mein Timing. Ohne diesen Mann wäre ich verloren!

Geboren aus Feuer und Stahl: Unser Custom-Rahmen wird mit Messing verlötet.Foto: Jan BürgermeisterGeboren aus Feuer und Stahl: Unser Custom-Rahmen wird mit Messing verlötet.

Pionierarbeit

Zwei Stunden zuvor: Grinsend reicht mir Leo die Hand. Er trägt eine dünne Brille. Auf die Schultern fällt langes schwarzes Haar. In den Riemensandalen aus Leder stecken dicke Wollsocken. An einer Kette baumelt eine winzige Pistole vom linken Ohrläppchen. Der 39-Jährige ist ein ruhiger, sanfter, aber bestimmter Typ. Am Körper: ein Blaumann, sein persönliches Markenzeichen. Auf der letzten Eurobike war mir sein freakiger Look gleich aufgefallen und ich konnte meinen Blick kaum von den zarten, farbenfrohen Rohren seiner Exponate losreißen. Mir war schnell klar, dass ich in einem seiner Rahmenbaukurse ein 32-Zoll-Bike aufbauen wollte. Noch gab es fürs neue Laufradmaß nichts von der Stange zu kaufen. Das bedeutete allerdings auch: Null Erfahrungswerte mit passenden Geometrien und Materialanforderungen. Leo hatte zwar als einer der ersten überhaupt einen 32er Chassis gebaut, mein Maßrahmen soll aber sein erstes Projekt mit Federgabel werden.

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Leo von Leovelo mit seinem - natürlich selbstgebauten - 32-Zöller “El Grandito”.Foto: Jan BürgermeisterLeo von Leovelo mit seinem - natürlich selbstgebauten - 32-Zöller “El Grandito”.

„Ich habe hier auch einen für dich“, sagt Leo und reicht mir einen zweiten Blaumann. Obwohl ich noch keinen Handgriff getan habe, fühle ich mich bereits wie der Handwerker-König. Zunächst aber zieht Leo ein simples Bikefitting-Gestell aus der Ecke. Er will sich die Geometrieskizze seines CAD-Programms, auf die wir uns bereits im Vorfeld verständigt hatten, nochmal am lebenden Objekt anschauen. Ich steige in den Sattel und spüre sofort: Das passt, wie ein Handschuh! Auch Leo scheint zufrieden, läuft um mich herum und raunt: „Das Ding wird richtig groß!“

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Kurzer Bikefitting-Check: Passt die Custom-Geometrie zum Körper?Foto: Jan BürgermeisterKurzer Bikefitting-Check: Passt die Custom-Geometrie zum Körper?

Wie zu Opas Zeiten

Als nächstes erklärt mir Leo die Radienschleifmaschine, ein kreischendes Biest, das sich mit einem rotierenden Schleifpapier durch Stahl frisst. Wie komplex es ist zwei runde Rohre miteinander zu vereinen wird mir erst jetzt bewusst. Alle Verbindungen brauchen passgenaue Gehrungen. Bei den Toleranzen gibt es maximal Spielräume im Halben-Millimeter-Bereich. „Pfuschen ist nicht“ erhöht Leo den Druck. Der Rohrsatz für mein Fahrgestell ist stellenweise sehr dünnwandig, sensibel und wertvoll. Beim Unterrohr handelt es sich um das längste und stabilste verfügbare Rohr von Reynolds aus Großbritannien. Das Oberrohr hat Leo extra bei Columbus in Italien in Auftrag gegeben. Aus Hannover kommt das präzise gedrehte Tretlagergehäuse. Das Sitzrohr ging zu einem Spezialisten in Luxemburg, der es in Form bog, um dem großen Hinterrad nicht im Weg zu sein.

Für den 32-Zoll-Rahmen kommen ein Spezial-Rohrsatz und eine individuelle Geometrie zum Einsatz.Foto: Jan BürgermeisterFür den 32-Zoll-Rahmen kommen ein Spezial-Rohrsatz und eine individuelle Geometrie zum Einsatz.

An der Rahmenbaulehre können wir mit digitalem Winkelmesser, Lineal und Messchieber die Rohrlängen und -Winkel bestimmen. Leo hat sich extra ein neues Modell von Cobra rausgelassen. „Der Lamborghini unter den Rahmenbaulehren“ schmunzelt Leo und ergänzt: „Meine alte war zu kurz für deinen Monster-Rahmen.“ Die Maße auf die Maschinen zu übertragen ist eine Wissenschaft für sich. Ich muss erst ein Gefühl für die Werkzeuge entwickeln und bin in der kleinen Werkstatt zunächst völlig planlos. Reibahle, Körner, Anreißer und Dremel: Diese Vokabeln hatte ich das letzte Mal in der Garage meines Großvaters gehört. „Äh, wo geht das Ding an?“ oute ich mich. Zum Glück hilft mir Leo. Nach seiner Lehre als Zweiradmechaniker ging der gebürtige Freiburger auf Wanderschaft. Unter seinen Berufskollegen war diese alte Handwerker-Tradition fast ausgestorben, doch Leo hielt daran fest und reiste viereinhalb Jahre lang zwischen den Studios verschiedener Rahmenbauer umher.

Präzisionsarbeit an der Radienschleifmaschine: Die Gehrungen müssen millimetergenau passen.Foto: Jan BürgermeisterPräzisionsarbeit an der Radienschleifmaschine: Die Gehrungen müssen millimetergenau passen.

1200 Grad

Leo hat sich auf das Löten von Stahlrahmen spezialisiert. Im Gegensatz zum Schweißen braucht das weniger Hitze. „Wenig“ ist in diesem Fall aber relativ. Die Hauptverbindungen meines Rahmens werden bei 900 bis 1200 Grad mit Messing verlötet. Das ist deutlich anfängerfreundlicher als Schweißen und verleiht dem Rahmen mehr Flexibilität. Verlötete Rahmen gelten als weniger bruchanfällig aber auch weniger steif als verschweißte. Dort wo Edelstahlbauteile zum Einsatz kommen, wie etwa bei den Ausfallenden, reichen 700 bis 900 Grad, um das weichere Silberlot zu zerschmelzen. Durch den Brenner fließt eine Mischung aus Sauerstoff und entweder Acetylen oder Propan. Dazu kommen unterschiedliche Flussmittel, um den Stahl vor Oxidation zu schützen. Diese sind hochgiftig und die Flamme ist blendend hell, weshalb Leo mir Atemschutz und Lötbrille reicht. Er zeigt mir, wie ich an den Drehknöpfen mit Gehör und viel Fingerspitzengefühl das richtige Mischverhältnis einstelle. Als ich das Gas entzünde und das Feuer mit einem lauten Rauschen die konzentrierte Stille durchschneidet, fährt mir der Schreck durch die Glieder.

Für das Silberlöten braucht es weniger Hitze und weniger Schutzausrüstung. Damit werden zum Beispiel die Flaschenhalter-Gewinde eingelötet.Foto: Jan BürgermeisterFür das Silberlöten braucht es weniger Hitze und weniger Schutzausrüstung. Damit werden zum Beispiel die Flaschenhalter-Gewinde eingelötet.

Mein erstes Versuchsobjekt ist das Steuerrohr. Dieses soll zwei Verstärkungsringe aufgelötet bekommen, um besser mit den Kräften beim Biken zurechtzukommen. Leo zeigt mir die Technik für einen Lötpunkt: „Flamme erst schön nah aufs dickere Material, bis es glüht. Lot immer gleich vorwärmen. Dann mehr Abstand und Material reinquetschen. Winkel leicht anpassen, das Lot reinsacken lassen und weg“. Mit geschmeidigen Bewegungen lässt er die Flamme übers Metall tänzeln. Ich bin fasziniert und aufgeregt zugleich. Die Hitze, das Gift, die Schutzausrüstung: Das alles jagt mir einen Heiden-Respekt ein.

Hell und heiß verbrennen im Lötprozess Acetylen und Sauerstoff, um das Messing zu verschmelzen.Foto: Jan BürgermeisterHell und heiß verbrennen im Lötprozess Acetylen und Sauerstoff, um das Messing zu verschmelzen.

Kunst aus Stahl

Als Leo mir den Brenner übergibt bin ich supernervös und hochkonzentriert. „Jaaa, tolles Hitzemanagement, ein Naturtalent!“ freut sich Leo. Ich bin heilfroh, dass er dicht neben mir steht und mich durch den Prozess führt: „Hier jetzt mal den Punkt verziehen. Lass den Kern richtig aufschmelzen und dann gibst du hier nochmal was hin.“ Leo ist Freigeist und Perfektionist zugleich. Seine Kreationen sind Bike-gewordene Kunstwerke mit einer fast schon überschwänglichen Liebe zum Detail: hier noch ein Herzchen, dort perfekt abgerundete Kanten und Silhouetten zum Niederknien. Feine Strukturen, hohl, leicht und anmutig wie das Skelett eines Vogels, sind seine Spezialität. So viel Raffinesse braucht Zeit. Auch Leo selbst benötigt fünf volle Tage, um die insgesamt 30 großen und kleinen Metallteile in einen Rahmen zu verwandeln.

Auge fürs Detail: Leo prägt extra eine Rahmenplakette. Wir taufen das 32-Zoll-Riesen-Bike “Goliath”.Foto: Jan BürgermeisterAuge fürs Detail: Leo prägt extra eine Rahmenplakette. Wir taufen das 32-Zoll-Riesen-Bike “Goliath”.

Als das Steuerrohr abgekühlt ist, lässt sich das Flussmittel mit kochendem Wasser abwaschen. Leo zeigt mir, wie ich das überschüssige Lot abschleifen kann. Wie in jedem metallverarbeitenden Betrieb ist die Feile das wichtigste Tool und wie jeder mittelmäßig begabte Lehrling feile ich gleich mal ein paar Kerben ins Werkstück. Um die wieder rauszubringen, muss ich noch mehr schleifen. So langsam bekomme ich den Dreh raus und feile im Flow zu Leos lateinamerikanischer Musik. Herrlich dieser Kontrast zu meinem Bürojob in der Medienbranche! Reichweite, digitale Transformation und Influencer-Gehabe erscheinen mir gerade meilenweit weg. Mit den eigenen Händen schaffe ich ein Statement an meine Liebe zum Mountainbiken. Das Handy ist fürs Schweizer Netz gesperrt und hier an der Werkbank gibt es kein WLAN. Statt Bildschirmzeit gibt’s Urlaub fürs Gehirn: Im Wahnsinn der aktuellen Welt ist es ein Geschenk, das ich mir selbst mache. Die Sonne scheint in die Werkstatt auf dem Gelände der ehemaligen Thomy Senf-Fabrik Basel, in die der Rahmenbauer kürzlich umgezogen ist. Sie liegt auf der zweiten Ebene einer alten Garage, welche Leo eigenhändig eingebaut hat. Unten werkelt ein Schweizer Künstlerkollektiv. In der gemeinsamen Kaffeepause philosophieren wir über die Zukunft von Mountainbikes und die Rebellion gegen das System.

Leos kleine Werkstatt befindet sich über einem Schweizer Künstlerkollektiv in der ehemaligen Thomy Senffabrik in Basel.Foto: Jan BürgermeisterLeos kleine Werkstatt befindet sich über einem Schweizer Künstlerkollektiv in der ehemaligen Thomy Senffabrik in Basel.

Rückschläge

Am nächsten Tag bekommt das Unterrohr ein verstärkendes Gussset verpasst und wird mit dem Steuerrohr verheiratet. Heute ist Leo nicht ganz zufrieden mit meiner Löttechnik: „Au Mann, Punkt für Punkt, das verbrennt uns hier alles. Wenn es nicht richtig reinzieht, kann das echt gefährlich werden!“ Meine Lernkurve hat Täler und Gipfel. Euphorie und Stress wechseln sich über den Tag ab. Löcher in den Rahmen zu bohren, finde ich besonders gruselig. Abermals bin ich dankbar, dass Leo in seinen Kursen eine Eins-Zu-Eins Betreuung bietet.

Liebe auf den ersten Blick: Unter der Flaschenhalteraufnahme werden Herzchen eingelötet. Das Unterrohr erweist sich als Sorgenkind.Foto: Jan BürgermeisterLiebe auf den ersten Blick: Unter der Flaschenhalteraufnahme werden Herzchen eingelötet. Das Unterrohr erweist sich als Sorgenkind.

Am späten Nachmittag bahnt sich ein Drama an. Das Unterrohr hat sich unter der Hitze verzogen und will sich auch mit sanfter Gewalt nicht richten lassen. „Fuck!“ flucht Leo. „Ich glaube das müssen wir nochmal machen.“ Wie bitte? Ich meine mich verhört zu haben: „Nochmal? Das alles?“ Panik steigt in mir auf. „Mein perfekt verschliffenes Rohr!“ fange ich an zu jammern. „Ich fürchte ja, sonst könnte ich nicht mehr gut schlafen. Ich fange morgen ganz früh an“ entgegnet Leo mit gerunzelter Stirn. Es wurmt ihn, das sehe ich ihm an. Immer, wenn er mir einen Arbeitsschritt abnimmt, entschuldigt er sich. Leo will, dass Kursteilnehmer an ihren Rahmen möglichst alles selbst machen. Es gehört zum Konzept: Nur so lässt sich eine unvergleichliche Bindung schaffen. Nur so wird aus dem Objekt Fahrradrahmen eine konsequente Verlängerung der eigenen Persönlichkeit.

Immer wieder prüfen und korrigieren: Die Winkel müssen aufs Hundertstel stimmen, sonst passt am Ende nicht alles zusammen.Foto: Jan BürgermeisterImmer wieder prüfen und korrigieren: Die Winkel müssen aufs Hundertstel stimmen, sonst passt am Ende nicht alles zusammen.

Biegen und Quetschen

In der Werkstatt hat Leo seit dem frühen Morgen Gas gegeben. Zum Glück hatte er ausnahmsweise ein zweites Unterrohr geordert. Wir schuften jetzt parallel an den zwei Arbeitsplätzen, um noch rechtzeitig fertig zu werden. Bald stecken die künftigen Kettenstreben im Schraubstock. Die 32-Zoll Räder stellen den Rahmen vor Platzprobleme. Der lange Stahlhinterbau könnte sich unter Last verwinden. Um genügend Raum für den Hinterreifen und das Kettenblatt zu schaffen, müssen wir die Streben biegen und quetschen. Die Spezialwerkzeuge dafür hat Leo aus Holz und einem alten Löffel selbst gebaut. Immer wieder hängen wir das Hinterrad aus seinem 32-Zöller „El Grandito“ in die Lehre. Als dieses erstmals im verlöteten Hinterbau steckt, klatschen wir uns strahlend ab. Die Reifenfreiheit ist on point und die Rohre sehen erstmals aus, wie Teil eines Bikes. Ich kann die Bindung schon spüren.

High-Five: Das große 32-Zoll-Hinterrad passt in den Hinterbau. Erleichterung bei Rahmenbauer Leo.Foto: Jan BürgermeisterHigh-Five: Das große 32-Zoll-Hinterrad passt in den Hinterbau. Erleichterung bei Rahmenbauer Leo.

Trotzdem ist dieser Teil noch lange nicht fertig. Es braucht noch einen eingepassten Verbindungssteg zur Versteifung sowie eine Flaschenhalteraufnahme und die interne Zugführungen. Inzwischen habe ich an Routine gewonnen, weiß wie Schnitte zu entgraten sind und welche Werkzeuge sich für welche Jobs am besten eignen. Auch der Meister vertraut mir mittlerweile so sehr, dass er mich am Abend alleine lässt. Bis spät in die Dunkelheit hantiere ich mit Flex und Metallbohrer. In dieser Nacht träume ich vom Abfeilen der Messingnähte.

Verschliffene Schweißnähte sind ein Markenzeichen der Arbeit von Leovelo. An der Feile ist viel Geduld gefragt.Foto: jan BürgermeisterVerschliffene Schweißnähte sind ein Markenzeichen der Arbeit von Leovelo. An der Feile ist viel Geduld gefragt.

Stolz und Ehre

Für die penible Ausrichtung der Bremsaufnahme brauchen wir fast die erste Hälfte des vierten Tages. Meine Finger sind dick und rau, die Schultern schmerzen vom ungewohnten Pensum an Handarbeit. Als endlich auch das stark konifizierte Oberrohr in der Lehre hängt, entfährt es Leo gelöst: „Wow, das kommt richtig gut. Echt eine Ansage!“ Ich kann förmlich sehen, wie ihm ein Stein vom Herzen fällt. Donnerstagsabends ist „Workshop-Hangaround“ in einem wöchentlich wechselnden Atelier der Baseler Stahlrahmenbauer. Ich bin eingeladen, schließlich bin ich jetzt auch Rahmenbauer – eine Ehre!

Galionsfigur: Als letztes werden Headbadge und Details aufgelötet.Foto: Jan BürgermeisterGalionsfigur: Als letztes werden Headbadge und Details aufgelötet.

Der krönende Abschluss der Woche ist ein regelrechter Löt-Marathon. Alles wird untrennbar miteinander verschmolzen. Selbstbewusst lege ich meine Ausrüstung an, zünde den Brenner, nicke Leo zu und greife mir einen Messingstab. Ich weiß genau, was zu tun ist, vertraue unserem Gespann, lege an und schieße. Das Warzenschwein jagt mir keine Angst mehr ein. Es zischt, bruzzelt, qualmt und glüht. Als der noch warme Rahmen endlich vor uns liegt, bin ich fix und fertig. Gleichzeitig spüre ich, wie sich eine schwerwiegende Ruhe in mir breitmacht. Und da ist noch etwas: Stolz. Dieses wunderschöne Stück Metall ist einer der ersten 32-Zoll-Rahmen der Welt. Einzigartig, handgemacht, von mir selbst!

Zwei mal 32 Zoll: Der Custom-Rahmen ist fertig und wartet auf seinen Aufbau - diesmal mit Federgabel!Foto: Jan BürgermeisterZwei mal 32 Zoll: Der Custom-Rahmen ist fertig und wartet auf seinen Aufbau - diesmal mit Federgabel!

Fazit

Diesen Rahmenbaukurs bei Leovelo werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Wie könnte ich auch? Ich bringe schließlich das bestmögliche Souvenir mit nach Hause. Kunstvoll, handgebaut und individuell: Zu meinem 32-Zoll-Maßrahmen aus Stahl habe ich jetzt schon eine ganz besondere Bindung. Nebenbei gab’s eine halbe Metallbau-Ausbildung - genial! - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Neugierig, wie es mit dem 32-Zoll-Rahmen weitergeht? Es folgt die Lackierung und der Dreambuild mit passenden Teilen. Alle Artikel dazu findet ihr demnächst hier bei BIKE.

BIKE-Redakteur Jan Timmermann mit den zurechtgeschnittenen Kettenstreben.Foto: Jan BürgermeisterBIKE-Redakteur Jan Timmermann mit den zurechtgeschnittenen Kettenstreben.

Jan Timmermann

Jan Timmermann

Redakteur

Jan Timmermann ist ein Mountainbiker aus echtem Schrot und Korn. Dabei deckt sein Interesse von Marathon- bis Trailbikes und von Street bis Gravel fast alles ab. Getreu dem Motto „das Leben ist zu kurz für langweilige Fahrräder“ hängt Herz des Technik-Redakteurs jedoch vor allem an Bikes mit Charisma. Nebenbei leitet Jan auch noch das Fitness-Resort unserer Radsport-Marken.

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