BIKE Festival Willingen 2026Neue Teststrecken für MTB, Gravel und Rennräder

Gitta Beimfohr

 · 16.03.2026

Das kann kein Fahrradladen: Gravelbikes sämtlicher Hersteller an einem Festival-Wochenende testen und vergleichen.
Foto: Yunique
Vom 29. bis 31. Mai wird das Willinger Upland wieder gerockt: Drei Tage Rennen, Party und jede Menge Aussteller mit brandneuen Bikes, die zur ausgiebigen Testfahrt ausgegeben werden. Dafür werden dieses Jahr optimale Strecken ausgeschildert. Für (E-)MTB, Gravelbikes und Rennräder.

Dass sich grobe Stollen auf Asphalt weniger wohl fühlen, als Rennradreifen ist kein Geheimnis, aber auf welchem Terrain fühlt man mit dem Gravelbikes den geschmeidigsten Vortrieb? Bisher hat man den BIKE Festivalbesuchern selbst überlassen, auf welcher Strecke sie die neuen Bikes der Aussteller ausprobieren wollen. Dieses Jahr hat sich der Streckenbeauftragte Volker Schröder spezielle Teststrecken überlegt. Zum Einen natürlich, damit sich die unterschiedlichen Kategorien im großen Festival-Trubel nicht in die Quere kommen. Aber vor allem sollen die sehr unterschiedlichen Rad-Kategorien auch in ihren jeweiligen Komfortbereichen gefahren werden können. Nur so können sich die Testfahrer wirklich auf die Technik der Bikes konzentrieren.

Die drei Testrunden beim BIKE Festival in Willingen

Sie werden rechtzeitig zum Festival ausgeschildert sein, aber wer sicher gehen will oder die Runden vielleicht vorher schon mal abfahren möchte, kann sich die jeweiligen GPS-Daten der Strecken gratis downloaden.

​1. Teststrecke BIKE und EMTB: Ettelsberg-Runde

Diese vier Jungs haben ihre Bikes etwas länger gequält, hatten aber offensichtlich selbst auf der Marathon-Distanz nichts zu beanstanden.Foto: YuniqueDiese vier Jungs haben ihre Bikes etwas länger gequält, hatten aber offensichtlich selbst auf der Marathon-Distanz nichts zu beanstanden.

Die Route: ​Es geht natürlich auf und um den Willinger Hausgipfel Ettelsberg. Vom BIKE-Festival-Gelände klettert die Runde einmal im Uhrzeigersinn um den Ettelsberg herum und gewinnt dabei stetig bis zum Gipfel sechs Kilometer lang an Höhe. Ein Abschnitt auf den Green Trails läutet schließlich die sehr abwechslungsreiche, lange Trail-Abfahrt ein. Perfekt, um den neuen Bikes in Sachen Klettereigenschaften, Sitzposition, Vortrieb und Fahrwerk ausgiebig auf den Zahn zu fühlen.

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2. Gravelbike-Teststrecke: Nach Usseln und auf den Pön

Auf feinen Kieseln durchs Aartal um den Schneeberg und dann idyllisch weiter zum Hohen Pön.Foto: YuniqueAuf feinen Kieseln durchs Aartal um den Schneeberg und dann idyllisch weiter zum Hohen Pön.
  • Länge: 16,3 Kilometer
  • Bergauf: 292 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht
  • Fahrzeit: ca. 1 Stunde
  • Die GPS-Daten

​Fahrtechnisch einfache Gravelrunde auf den Pön und wieder zurück: Unsere Gravel-Teststrecke führt vom Festival-Gelände in das idyllische Aartal und anschließend über Usseln hinauf zum Pön. Dabei bleibt das Gravelbike in seinem Element: Wechselnde Untergründe aus Schotterwegen und asphaltierten Nebenstraßen sorgen für Abwechslung, ohne technisch anspruchsvoll zu sein. Die Anstiege sind moderat und mit einer Gravelbike-Übersetzung gut zu pedalieren – ideal für lockeres Graveln durch besonders schöne Landschaft.

3. Rennrad-Teststrecke: Road to Usseln

Einen Alpe d’Huez-Anstieg hat Willingen natürlich nicht zu bieten. Aber schöne, idyllische Nebenstraßen durchs Rothaargebirge.Foto: Redaktion TOUREinen Alpe d’Huez-Anstieg hat Willingen natürlich nicht zu bieten. Aber schöne, idyllische Nebenstraßen durchs Rothaargebirge.
  • Länge: 16,3 Kilometer
  • Bergauf: 224 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht - mittel
  • Fahrzeit: ca. 45 Minuten
  • Die GPS-Daten

​Vom Festivalgelände geht es durch den Ort und dann gen Nordosten hinaus ins Willinger Upland. Knapp 4 Kilometer leicht bergab. Über Schwalefeld und Rattlar führen ruhige Straßen mit sportlichen Anstiegen und flüssigen Abfahrten Richtung Usseln. Das Ganze im Sägezahnprofil, damit auch die Schaltungen ordentlich zu tun bekommen. Auf dem Radweg oberhalb von Usseln dreht die Runde wieder gen Norden und führt über Stryck zum Festivalgelände zurück. Eine abwechslungsreiche Runde mit Tempo, Panorama und wenig Verkehr.

Wenn es etwas mehr sein darf: An den BIKE-Festival-Marathonstrecken wird derzeit noch gebastelt, aber sobald die Runden, mit hoffentlich wieder hohem Trailspaß-Anteil stehen, werden wir es euch mitteilen. Trainieren dürft ihr aber schon!

Gitta Beimfohr

Gitta Beimfohr

Redakteurin

Gitta Beimfohr stieg während ihres Tourismus-Studiums ins BIKE-Reiseressort ein, als die Strada delle 52 Gallerie am Pasubio gerade für Mountainbiker gesperrt wurde. Seit Gitta die Alpen zwei Mal im Renntempo überquerte, mag sie am liebsten Mehrtagestouren – mit dem MTB in den Alpen oder per Gravelbike durch deutsche Mittelgebirge.

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