Gitta Beimfohr
· 16.03.2026
Dass sich grobe Stollen auf Asphalt weniger wohl fühlen, als Rennradreifen ist kein Geheimnis, aber auf welchem Terrain fühlt man mit dem Gravelbikes den geschmeidigsten Vortrieb? Bisher hat man den BIKE Festivalbesuchern selbst überlassen, auf welcher Strecke sie die neuen Bikes der Aussteller ausprobieren wollen. Dieses Jahr hat sich der Streckenbeauftragte Volker Schröder spezielle Teststrecken überlegt. Zum Einen natürlich, damit sich die unterschiedlichen Kategorien im großen Festival-Trubel nicht in die Quere kommen. Aber vor allem sollen die sehr unterschiedlichen Rad-Kategorien auch in ihren jeweiligen Komfortbereichen gefahren werden können. Nur so können sich die Testfahrer wirklich auf die Technik der Bikes konzentrieren.
Sie werden rechtzeitig zum Festival ausgeschildert sein, aber wer sicher gehen will oder die Runden vielleicht vorher schon mal abfahren möchte, kann sich die jeweiligen GPS-Daten der Strecken gratis downloaden.
Die Route: Es geht natürlich auf und um den Willinger Hausgipfel Ettelsberg. Vom BIKE-Festival-Gelände klettert die Runde einmal im Uhrzeigersinn um den Ettelsberg herum und gewinnt dabei stetig bis zum Gipfel sechs Kilometer lang an Höhe. Ein Abschnitt auf den Green Trails läutet schließlich die sehr abwechslungsreiche, lange Trail-Abfahrt ein. Perfekt, um den neuen Bikes in Sachen Klettereigenschaften, Sitzposition, Vortrieb und Fahrwerk ausgiebig auf den Zahn zu fühlen.
Fahrtechnisch einfache Gravelrunde auf den Pön und wieder zurück: Unsere Gravel-Teststrecke führt vom Festival-Gelände in das idyllische Aartal und anschließend über Usseln hinauf zum Pön. Dabei bleibt das Gravelbike in seinem Element: Wechselnde Untergründe aus Schotterwegen und asphaltierten Nebenstraßen sorgen für Abwechslung, ohne technisch anspruchsvoll zu sein. Die Anstiege sind moderat und mit einer Gravelbike-Übersetzung gut zu pedalieren – ideal für lockeres Graveln durch besonders schöne Landschaft.
Vom Festivalgelände geht es durch den Ort und dann gen Nordosten hinaus ins Willinger Upland. Knapp 4 Kilometer leicht bergab. Über Schwalefeld und Rattlar führen ruhige Straßen mit sportlichen Anstiegen und flüssigen Abfahrten Richtung Usseln. Das Ganze im Sägezahnprofil, damit auch die Schaltungen ordentlich zu tun bekommen. Auf dem Radweg oberhalb von Usseln dreht die Runde wieder gen Norden und führt über Stryck zum Festivalgelände zurück. Eine abwechslungsreiche Runde mit Tempo, Panorama und wenig Verkehr.
Wenn es etwas mehr sein darf: An den BIKE-Festival-Marathonstrecken wird derzeit noch gebastelt, aber sobald die Runden, mit hoffentlich wieder hohem Trailspaß-Anteil stehen, werden wir es euch mitteilen. Trainieren dürft ihr aber schon!
Alle Infos zum BIKE-Festival Willingen vom 29. - 31. Mai 2026

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