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Eurobike 2018: Lapierre E-Zesty mit Fazua-Antrieb

Lapierre baut erstes Fully mit Fazua-Antrieb

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 2 Jahren

Im vergangenen Jahr machte der neue Fazua-Antrieb Hoffnung auf eine neue E-MTB-Kategorie. Das Motto: endlich leicht! Jetzt zeigt Lapierre das erste Fully mit dem Minimal-Assist-Antrieb.

Die Franzosen von Lapierre setzen mit ihrem neuen E-Zesty ein Ausrufezeichen und zeigen eines der spannendsten E-Mountainbikes der Eurobike 2018. Als erste Firma setzen sie in einem potenten Fully auf den leichten Minimal-Assist-Antrieb von Fazua , der bisher nur im sportlichen Race-Hardtail Raven2 von Focus am Mountainbike eingesetzt wurde.

Der Fazua-Antrieb erlaubt besonders leichte E-Bikes. Das Foto zeigt die Motor- und Getriebeeinheiten. Von dem nur 1,2 kg schweren 250 Wh fassenden Energiespeicher (nicht im Bild) nimmt man schon eher mal einen zweiten mit auf Tour.

Die Besonderheiten des Fazua-Antriebs in Kürze: leicht, kompakt, kein Tretwiderstand. Da der Motor einfach aus dem Rahmen entnommen werden kann, kann das Bike auch als normales Mountainbike ohne Antrieb genutzt werden. Die maximale Motorleistung liegt deutlich unter der eines Bosch- oder Shimano-Antriebs, das System richtet sich also an E-Biker, die ein natürliches und sportliches Fahrgefühl haben wollen, das nicht zu weit von einem normalen Bike weg liegt.

Das neue E-Zesty wurde an die neuen unmotorisierten Modelle Zesty und Spicy angelehnt. Sowohl Federungskinematik, als auch die Geometrie ähneln sich stark. Auch an der Konstruktion des E-Zesty war der zehnmalige Downhill-Weltmeister Nicolas Vouilloz beteiligt. "Dem E-Zesty haben wir wegen des höheren Gewichts im Hinterbau etwas mehr Progression eingehaucht", erklärt Vouilloz.

12 Gänge: Die 12fach-Kassette der Sram NX Eagle ist für E-MTBs freigegeben.

Der Dämpfer liegt geschützt in einer Aussparung des Carbon-Sitzrohrs. 

Gut geschützt: Der untere Teil des Akkus und die Motoreinheit werden von Gummi-Applikationen gegen groben Steinbeschuss abgeschirmt.

Das E-Zesty hat einen Vollcarbonrahmen und kommt mit 160 Millimetern Federweg an der Gabel und 150 Millimetern am Hinterbau als potentes Trail- bis Enduro-Bike. Spannend bleibt, welche Reichweite und welches Gewicht die Franzosen mit dem Serien-Bike erreichen. Entwickler Nicholas Vouilloz gab uns gegenüber jedenfalls an, bei eigenen Testfahrten bereits 1000 Höhenmeter mit einer Akkuladung geschafft zu haben. Beim Gewicht peilt Lapierre für das E-Zesty gut 16 Kilo an, das wäre ein beachtlicher Wert. Nach unseren Erfahrungen mit dem Fazua-Antrieb gehen wir von einem höheren Gewicht aus.

Lapierre verbaut extra eine eigene Carbon-Telestütze. Mit dem Minimal-Assist-Antrieb von Fazua gefahren spielt das Gewicht zwar eine etwas untergeordnete Rolle. Entfernt man die Motoreinheit jedoch, sieht das anders aus.

Die hauseigenen Carbon-Felgen sollen dem Lapierre E-Zesty helfen, das Zielgewicht von gut 16 Kilo zu erreichen.

Platz für eine Trinkflasche bleibt.

Vom Lapierre E-Zesty soll es zwei Modelle geben, die voraussichtlich ab Februar 2019 zu Preisen ab 5999 Euro erhältlich sind.

Die Fakten zum Lapierre E-Zesty

  • Fazua-Antrieb mit 60 Newtonmetern max. Drehmoment (Herstellerangabe)
  • 250 Wh-Akku
  • 160/150 Millimeter Federweg
  • Vollcarbohnrahmen
  • 27,5 Zoll, Reifenfreiheit bis 2,6 Zoll Breite
  • Anvisiertes Gewicht: gut 16 Kilo

Akku-Integration für Yamaha-Antriebe

Neben dem neuen E-Zesty hat Lapierre seine Yamaha-Modelle überarbeitet. Die 500-Wh-Akkus kommen ab 2019 im Unterrohr integriert, ähnlich den Bosch Powertube-Modellen. Sowohl in der TR-Linie, also bei den 130-Millimeter-Bikes, als auch bei der AM-Linie (150 mm Federweg) ist jeweils das Einstiegsmodell mit dem Yamaha-Motor ausgestattet.

Auch die Yahama-Modelle wurden bei Lapierre überarbeitet. Die 500-Wh-Akkus sind ab 2019 im Unterrohr integriert.

Themen: E-EnduroE-MTB-Neuheiten 2019Eurobike_2018FazuaLapierre


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