Eurobike 2018: Haibike setzt auf TQ-Motoren

Haibike gibt mit stärkstem Serienmotor Gas

  • Sebastian May
 • Publiziert vor 2 Jahren

Haibike überrascht auf der Eurobike 2018! Mit ihrem neuen Flyon Haibike ePerformance System präsentiert der Hersteller gemeinsam mit TQ System sein neues Antriebssystem, das neue Maßstäbe setzen soll.

Das Herzstück wird ausgetauscht: Haibike setzt künftig in vielen Modellen auf den stärksten Pedelec-Mittelmotor auf dem Markt, den HPR 120 von TQ-Systems. Output: 120 Newtonmeter Drehmoment. Verbaut ist der kraftvolle Motor in allen 2019er-Topmodellen. In Verbindung mit dem 630 Wattstunden starken, im Rahmen integrierten, Akku ist der TQ-Antrieb einer der Superlativen: Neben dem drehmomentstarken Motor hat der Akku mit 56 Zellen nebenbei noch die größte Sensordichte am Markt. Haibike macht damit den kräftigen TQ-Motor, der bisher nur von M1 Sporttechnik verbaut wurde, der breiten Masse zugänglich.

Haibike schafft, was bislang noch keiner geschafft hat. Das Antriebssystem aus TQ-Motor mit 120 Newtonmeter Drehmoment in Kombination mit dem starken 630-Wattstunden-Akku ist eines der bislang leistungsstärksten auf dem Markt.

630 Wattstunden aus 56 Zellen: Der mit BMZ entwickelte sehr große Haibike-Akku lässt sich über ein wiederum mit Abus entwickeltes Schloss verriegeln. Unter dem TQ-Motor befindet sich die von Haibike konzipierte Skidplate, die den Motor vor Stößen, Schmutz oder Steinschlägen schützen soll.

Ein weiteres Feature soll den E-Biker am Berg unterstützen. Wer kennt es nicht: Man möchte mit seinem E-Bike am Berg anfahren. Man tritt in die Pedale, hofft, dass der Motor anspringt und einem den entscheidenden Schub gibt, um sich elegant auf den Sattel zu schwingen. Doch der Motor reagiert nicht. In letzter Sekunde schmeißt man den rettenden Fuß noch auf den Boden. Der Grund: Der Motor reagiert erst nach einer Radumdrehung. Doch laut Haibike gibt es jetzt Abhilfe: die sogenannte Speed Sensor Disc. Pro Umdrehung sendet diese Tachoscheibe 18 Signale an das interne System und sorgt dafür, dass der Motor selbst bei kleinen Radbewegungen reagiert. Haibike verspricht sich durch die im Rahmen integrierte Disc ein deutlich schneller und dynamischer laufendes System.

Die neu entwickelte Speed Sensor Disc sendet 18 Signale pro Radumdrehung an das interne Software-System. Der Antrieb soll so in der Lage sein, die Geschwindigkeit genauer messen zu können und schneller auf wechselnde Anforderungen zu reagieren.

Des einen Freud ist des anderen Leid: die codierte Disc soll laut Haibike unmöglich zu manipulieren sein. Leidenschaftliche Tuner wären damit nicht mehr in der Lage, die Geschwindigkeitssperrung zu manipulieren. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Neues Display, neue App

Und auch am Cockpit hat sich einiges getan. Ganze fünf verschiedene Fahrmodi stehen für den Fahrer bereit: Eco, Low, Mid, High und Xtreme. Wählen lassen sich die Modi nur über den Remote-Schalter am Lenker. Am Schalter zeigen verschiedene Farben, in welchem Modus der Motor gerade den Fahrer unterstützt. Wie gewohnt lässt sich der Modus aber auch am Display kontrollieren. Eben jenes wurde komplett überarbeitet. Auf vier verschiedenen Bildschirmmenüs werden aktuelle Fahrdaten und System-Informationen, sowie trainingsrelevante Daten wie Pulsmessung, Kadenz oder Kalorienverbrauch angezeigt.

Das neue Display liefert dem Fahrer auf fünf verschieden farbigen Menüs Informationen zu den aktuellen Fahrdaten, System-Informationen und trainingsrelevaten Daten.

Für alle Fans der digitalen Interaktivität bietet Haibike demnächst eine neue Version der Smartphone-App eConnect an: eConnect 2.0 heißt die App, die sich mit der Sensorik des Bikes verbindet und dementsprechend reagiert. Darin enthalten ist auch eine Notfall-Funktion. Nach einem Sturz wird dem User eine Nachricht geschickt. Falls der Fahrer nicht antwortet wird eine Notfall-Mitteilung an zwei festgelegte Notruf-Nummern versendet.

Hier alle Haibike-Neuheiten im Überblick: der neue Remote-Schalter mit dem neuen Haibike-Display, und dem TQ-Motor mit 630-Wattstunden-Akku.

Darüber hinaus bietet die App dem Benutzer eine automatische Diebstahlüberwachung. Bei Aktivierung der Funktion in der App empfängt der User eine Nachricht, sobald das Fahrrad sich bewegt. Daraufhin wird das mutmaßlich gestohlene Fahrrad dauerhaft verfolgt. Das überarbeitete Tracking hilft nicht nur bei Diebstahl, sondern kann auch zum Aufzeichnen der eigenen Fahrroute benutzt werden.

Erhältlich sind die Haibike E-Bikes mit den neuen TQ-Motoren und integrierten 630-Wattstunden Akkus in der Nduro-Variante ab 6299 Euro, mit 180 Millimetern Federweg und mit 2,6 Zoll breiten 27,5 Zoll großen Reifen. In der Allmtn-Variante hat das Rad 150 Millimeter Federweg und rollt wahlweise auf 2,5 Zoll breiten 29-Zoll-Reifen oder 2,8 Zoll breiten 27,5-Zöllern. Der Preis hier: ab 5999 Euro.

Haibike Alltmn 10.0: Die Topversion des E-Trailbikes bietet neben dem neuen Antriebssystem eine Top-Ausstattung. Der Preis: 8999 Euro.

Vorne und hinten Fox Factory mit Kashima-Beschichtung, Magura MT7 Bremsen und Sram EX1 Schaltung: Die Komponenten des Nduro 10.0 sind erste Klasse.

Themen: E-MTB-Neuheiten 2018EurobikeEurobike_2018HaibikeTQ-Systems


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