EMTB-Neuheiten 2019: Brose Drive S Mag

Kleiner, leichter, stärker: Brose bringt neuen E-Motor

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 2 Jahren

Für 2019 stellt Brose einen neuen E-Bike-Motor vor, der nicht nur kleiner und leichter, sondern auch stärker sein soll. Alle Details zum neuen Brose-Flagschiff Drive S Mag und dessen "Super-Modus".

Das Geheimnis ist gar nicht so kompliziert: Statt Alu baut Brose das Gehäuse des neuen Drive S Mag aus Magnesium und spart damit satte 500 Gramm Gewicht. Damit landet das neue E-Antrieb-Topmodell der Berliner bei 2900 Gramm und liegt damit auf einem Level mit dem Shimano Steps E8000. Auch das Volumen des E-Bike-Motors soll um 15 Prozent geschrumpft sein, zudem geben zwei unterschiedliche Einbauvarianten den Bike-Herstellern mehr Freiheit und ermöglichen eine noch bessere Integration.

Die zwei unterschiedlichen Einbau-Varianten des Brose Drive S Mag mit unterschiedlichen Befestigungspunkten.

Das Gehäuse des Drive S Mag (links) und des Drive S Alu (rechts) im Vergleich. Der Größenunterschied ist sichtbar, Brose spricht von einer Einsparung um 15 Prozent.

Auch im Inneren des E-Antriebs hat Brose kaum ein Teil unangetastet gelassen. Die neue Elektronik und die verbesserte Software sollen eine maximale Unterstützung von 410 Prozent ermöglichen. Beim bisherigen Topmodell Drive S war diese mit 380 Prozent angegeben. Das maximale Drehmoment wird bei beiden Varianten mit 90 Newtonmetern angegeben.

In allen belangen besser? Der Brose Drive S Mag hat das Zeug, E-MTBs noch besser zu machen.

Den größten Sprung soll der Drive S Mag neben dem Einsatz von Magnesium durch die neue Software gemacht haben. Die neu kreierte Unterstützungsstufe mit dem klingenden Namen „Flex Power Mode“ soll durch die Kombination zweier Software-Features durchstarten: In diesem Modus läuft die Unterstützung drehzahl- und drehmomentgesteuert. So sollen bei hohen Kadenzen bis zu 30 Prozent mehr Leistung zur Verfügung stehen. Auch das Ansprechverhalten des Motors soll verbessert worden sein, was das Anfahren am Berg massiv erleichtern wird.

Der neue Brose Drive S Mag in einem Brose-Musterrad. In dieser Konfiguration konnten wir den neuen Motor bereits probefahren.

Wir konnten die neueste Entwicklungsstufe von Brose bereits testen, auch im direkten Vergleich zu seinem Vorgänger. Wie sich der neue Flex Power Mode anfühlt und ob die Unterschiede zum 2018er-Modell wirklich spürbar sind, lesen Sie in EMTB 3/2018, ab Anfang August am Kiosk. Übrigens: Die Alu-Variante Drive S Alu ist identisch zum 2018er Drive S. Sie wird auch 2019 weiter erhältlich sein, natürlich günstiger als das neue Topmodell. Ebenfalls für alle Brose-Fahrer und Interessenten spannend: Mit dem anstehenden Software-Update soll die Schiebehilfe an allen Brose-Motoren stärker werden.

Kompakt, klein und minimalistisch: neue Bedieneinheit von Brose, die sportlichen Mountainbikern besonders gut gefallen dürfte.  

Neben dem neuen Motor hat Brose im Rahmen der Eurobike 2018 auch eigene Bedienelemente und Displays präsentiert. Für Mountainbiker besonders spannend dürfte der sehr kompakte und unauffällige Shifter mit integriertem Mini-Display sein.

Für ein Plus an Informationen: Zentrales Display mit Lenkerhalterung von Brose.

Die zum Display passende Bedieneinheit von Brose. Diese Kombi wird wohl eher an Trekking- und City-E-Bikes zu finden sein, denn an sportlichen Mountainbikes.


DER ERSTE FAHRBERICHT zum BROSE DRIVE S MAG

Fahrbericht Wir konnten Broses neuen Drive S Mag bereits im direkten Vergleich zum Vorgänger testen. Das Plus an Leistung ist spürbar, besonders bei hohen Trittfrequenzen schiebt der Motor deutlich stärker an. Auch das Ansprechen hat sich verbessert. Gepaart mit dem geringen Gewicht könnte der neue Antrieb 2019 für Furore sorgen. Einziges

Manko: Das Vorserienmodell lief nicht ganz so leise, wie wir es von Brose gewohnt sind. Die präzise Serienfertigung soll dieses Problem laut Brose beheben.


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