E-MTB-Neuheiten 2020: Santa Cruz Heckler

Der Bann ist gebrochen: Santa Cruz zeigt erstes E-MTB

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor einem Jahr

Mit der kalifornischen Kult-Marke Santa Cruz steigt das nächste US-Label in den E-MTB-Markt ein. Das Versprechen: Das Fahrverhalten soll sich kaum von unmotorisierten Santa-Cruz-Bikes unterscheiden.

In Amerika haben E-MTBs einen schweren Stand. In einigen Regionen dürfen Trails mit E-Unterstützung nicht genutzt werden, die Akzeptanz unter Mountainbikern ist mäßig. Entsprechend gehen einige kleinere US-Labels zurückhaltend mit dem Thema E-MTB um. Während Rocky Mountain, Pivot und Norco relativ früh auf den E-Zug aufgesprungen sind, setzen andere voll auf motorfreies Biken. Neben der Kult-Marke Yeti war Santa Cruz bisher Teil dieser Bastion. Doch damit ist jetzt Schluss. "Heckler", zu deutsch: der Störenfried, will auch die letzten Zweifler vom E-MTB überzeugen. Das Bike schlägt in die gleiche Kerbe, wie alle Santa-Cruz-Bikes: An erster Stelle steht der Spaß bergab und das Handling auf dem Trail.

Neue, abgelegene Traum-Trails erschließen, dafür hat Santa Cruz das Heckler elektrifiziert.

Voilà: Das erste E-MTB von Santa Cruz! Das Heckler hat 160/150 mm Federweg und kommt mit 27,5er-Laufrädern.

Das Heckler wird vom Shimano Steps E8000 angetrieben, die Grundlage für eine quirlige Trail-Geometrie und ein geringes Gesamtgewicht. Drumherum baut Santa Cruz einen Carbonrahmen, der auf den markentypischen VPP-Hinterbau setzt. Die Topversion soll laut Santa Cruz schlanke 21 Kilo wiegen - allerdings auch schwindelerregende 13399 Euro kosten.

Das ausgeklügelte VPP-Hinterbau-System soll am Heckler auf E-MTB-Bedürfnisse getunt sein. An unmotorisierten Santa-Cruz-Bikes konnten die Hinterbauten meist mit großer Effektivität überzeugen.

Die Fakten zum Santa Cruz Heckler

  • Motor: Shimano Steps E8000
  • Federweg: 160/150 mm (vorne/hinten)
  • Laufradgröße: 27,5 Zoll
  • Rahmenmaterial: Carbon, komplett
  • Gewicht: ab 21,0 kg (Herstellerangabe)
  • Vier Varianten zwischen 7499 Euro und 13399 Euro
  • Fünf Rahmengrößen S bis XXL

Top: Die Bremsaufnahme am Rahmen ist für 200er-Scheiben ausgelegt, der Geschwindigkeitssensor ist im Ausfallende integriert. Statt Speichenmagnet kommt ein Magnet an der Bremsscheibe zum Einsatz.

Und los! Der Power-Button für Shimanos Steps-System sitzt im Tretlagerbereich direkt über dem Motor.

Der Wechselakku kann auch im Bike geladen werden, die Buchse sitzt ebenfalls im Tretlagerbereich.

Die Geometrie des Santa Cruz Heckler

Irgendwo zwischen Trail und Enduro siedelt Santa Cruz sein neues Heckler an. "Agressive Trailriding", nennen die Kalifornier das Einsatzgebiet des Bikes. Klar ist: Besonders bergab soll das Bike punkten. Der Lenkwinkel liegt bei 65,5 Grad, der Sitzwinkel bei rund 76 Grad, der Reach in Größe L beträgt 465 Millimeter. Die Kettenstreben fallen mit 445 Millimetern zwar kurz aus, für ein 27,5er-Bike mit Shimano-Motor aber keinesfalls extrem. Experimente wagt Santa Cruz also mit diesen Werten nicht. Allerdings: Das Heckler gibt's bis Rahmengröße XXL mit einem Reach von 515 Millimetern. Dank kurzer Sitzrohre können auch kleinere Fahrer zu größeren Rahmengrößen greifen.

Die Geometrie des Santa Cruz Heckler: Fünf Rahmengrößen von S bis XXL.

Santa Cruz Heckler: Modelle und Preise

Wer ein günstiges E-MTB sucht, muss sich leider bei anderen Herstellern umschauen. Das Heckler CC R gibt´s für 7499 Euro. Die weiteren Ausstattungsvarianten kosten 8599 Euro (CC S), 11.199 Euro (CC X01 RSV, mit Reserve Carbon-Laufradsatz inkl. lebenslanger Garantie) und 13.399 Euro (CC XX1 AXS RSV, mit Reserve Carbon-Laufradsatz inkl. lebenslanger Garantie und elektronischer Sram AXS Schaltung).

Objekt der Begierde: Das Topmodell Santa Cruz Heckler CC XX1 AXS RSV. Unter 21 Kilo, 13399 Euro.

Themen: E-EnduroEMTBE-MTB-Neuheiten 2020Santa CruzShimano Steps


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