Update Brose Drive S Mag Update Brose Drive S Mag Update Brose Drive S Mag

Test 2020: E-Motor Brose Drive S Mag

Update Brose Drive S Mag

  • Markus Greber
 • Publiziert vor einem Jahr

Mit dem Software-Update 7.3.6 werden die kleinen Leistungsspitzen gekappt und dadurch der Motor vor allzu hohen Belastungen bewahrt.

Es passiert aus heiterem Himmel und ist noch nicht mal hörbar. Plötzlich tritt man ins Leere, als wäre die Kette gerissen. Doch es ist nicht die Kette, sondern der Antriebsriemen im Inneren des Brose-Drive-S-Mag-Motors – jenes Teil, das den Brose im Gegensatz zur Konkurrenz so leise macht. Über die Gründe für den Defekt diskutieren die Experten: Manche sprechen von Toleranzproblemen, andere machen die Leistungsspitzen bei den hohen Drehmomenten im niedrigen Kadenzbereich für das Malheur verantwortlich. Fakt ist: Manche Motoren halten seit Jahren problemlos, bei anderen wiederholt sich der Defekt.

Jetzt hat Brose reagiert. Mit dem Software-Update 7.3.6 werden die kleinen Leistungsspitzen gekappt und dadurch der Motor vor allzu hohen Belastungen bewahrt. Das Update kann man sich beim Händler aufspielen lassen, zudem haben wir aus Firmenkreisen erfahren, dass die Garantie für S-Mag-Motoren verlängert werden soll. Um die Auswirkungen des Software-Updates auf die Fahrleistungen zu ermitteln, haben wir mit dem Drive S Mag einen ausgiebigen Vorher/Nachher-Check gemacht, in der Praxis und auf unserem Laborprüfstand.

Preis: gratis

Info: www.brose.com

Markus Greber, Testredakteur EMTB:

Wird der S Mag durch das Update schwächer? Um diese bange Frage zu klären, testeten wir zwei Motoren – einmal mit und einmal ohne Update.

Fazit: Die Motoren funktionierten in ihrer Charakteristik spürbar unterschiedlich. Ob das nun am Update oder an der bekannten Serienstreuung bei Brose liegt, lässt sich nicht sagen. In unserem Vergleich war der Motor mit Update gefühlt sogar etwas stärker. Eine richtige Überraschung liefert das Update jedoch auf unserem Prüfstand: Erst nach satten 1801 Höhenmetern ging dem Rotwild RX 750 Ultra die Luft aus. Das vergleichbare Setup, aber ohne Update, testeten wir in EMTB Ausgabe 01/20 in einem Rotwild RC 750 Pro: Das lieferte damals nur 1587 Höhenmeter. Das Ergebnis bestätigt die Praxistests von Rotwild, nach denen dank Update jetzt eine deutlich größere Reichhöhe zur Verfügung steht. Allerdings – auch das bestätigt unser Prüfstand – regelt der Motor mit Upddate deutlich früher in den Energiesparmodus. Bereits ab etwa 1500 Höhenmeter steht nur noch eine deutlich reduzierte Leistung zur Verfügung.

Themen: BroseDrive S MagTest


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