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Nox, Maxx und Scapin mit neuen E-MTBs mit Fazua-Antrieb

Fazua-Offensive: Vier neue Leicht-E-MTBs

Florentin Vesenbeckh am 04.07.2019

Leicht, natürlich, leise: Diese Attribute zeichnen den kleinen Fazua-Motor aus. Bisher war die Auswahl an E-MTBs aber begrenzt. Jetzt kommen vier neue Bikes ans Licht – mit unterschiedlichen Ansätzen.

E-Mountainbikes unter 20 Kilo haben absoluten Seltenheitswert. Wer auf den Fazua-Motor setzt, verzichtet auf üppige Akkukapazität und volle Maximalleistung, landet dafür leicht unter 20 Kilo. Obendrauf gibt´s ein natürliches Fahrgefühl und den Zwei-Bikes-in-Einem-Bonus. Im Rahmen der Eurobike Mediadays wurden vier Bikes mit Fazua-Motor vorgestellt. Bisher gab es nur wenig Fazua-E-MTBs: Ein Race-Hardtail von Focus, das Raven2. Das Race-Fully Wild Flow Evo RS von Bulls. Und das E-Enduro Lapierre E-Zesty.

Nox Helium Fazua

Die Besonderheit des Fazua-Antriebs: Die Einheit aus Motor (unten) und 250-Wh-Akku (oben) kann komplett entnommen werden. So wird das Bike rund drei Kilo leichter und kann auch ohne Motor gefahren werden.

Nox Helium Fazua

Der Tretlagerbereich fällt extrem schlank aus, denn der Motor sitzt im Unterrohr.

Nox Helium Fazua

An den Showbikes haben wir einen neuen Verschlussmechanismus gesichtet. Detaillierte Infos dazu will Fazua bald veröffentlichen.

Nox Helium Fazua

Die Akku-/Motoreinheit lässt sich so leichter entnehmen als beim bekannten System.

Nox Helium Fazua

Ein Display gibt´s bei Fazua nicht, dafür eine Bedieneinheit, die mittels farbiger LEDs Akkustand und Unterstützung anzeigt.

Nox Helium Fazua

Der Geschwindigkeitssensor sitzt bei Fazua an der Kettenstrebe, der Magnet an der Speiche. Das ist etwas anfälliger als eine integrierte Lösung mit Magnet an der Bremsscheibe.

Nox Helium

Nox Cycles will mit dem Helium sportliche Trail- und Enduro-Biker ansprechen, die von dem geringen Gewicht durch mehr Fahrdynamik profitieren sollen. Das Bike ist also ganz auf Trail-Spaß ausgerichtet und setzt auf einen Carbon-Hauptrahmen mit Alu-Hinterbau. Es wird ein All Mountain mit 150 Millimetern Federweg und ein Enduro mit satten 180 Millimetern geben. Jeweils werden zwei Ausstattungsvarianten angeboten und alle Varianten sind sowohl mit 29 Zoll, als auch 27,5 Zoll fahrbar. Serienmäßig kommen die All Mountains mit 29er-Laufrädern, die Enduros rollen auf 27,5ern. Wir konnten einen Prototypen des Helium All Mountain bereits an die Wage hängen. Mit Top-Ausstattung, die noch nicht ganz der Serie entspricht, landete das Bike mit 27,5 x 2,4er-Reifen bei 19,4 Kilo ohne Pedale. Nox peilt in Serie ein Gewicht zwischen 18,5 und 18,9 Kilo an. Die beiden Expert-Varianten sollen 5999 Euro kosten, die Pro-Versionen 7999 (All Mountain), bzw. 7599 Euro (Enduro) kosten.

Nox Helium Fazua

Die Nox-Topmodelle der beiden Varianten kommen in edlem schwarz/gold. Der gezeigte Prototyp rollt auf 27,5er-Reifen und stand leider noch nicht für Fahrtests zur Verfügung.

Nox Helium Fazua

Die günstigen Ausstattungsvarianten kommen in grau/schwarz. Im Bild das Nox All Mountain 5.9 Expert mit 29er-Laufrädern.

Nox Helium Fazua

Zwei verschiedene Montagepositionen am Ausfallende erlauben eine Einstellung der Kettenstrebenlänge auf 27,5 oder 29 Zoll. Auch die Kombi aus 29 Zoll vorne und 27,5 hinten ist möglich. Die Tretlagerhöhe wird beim Laufradwechsel allerdings nicht angepsst.

Nox Helium Fazua

Keine Kompromisse bei der Ausstattung: Vierkolbenstopper von Magura und solide 200er-Scheiben an Vorder- wie Hinterrad.

Nox Helium Fazua

Saubere Zugführung zwischen Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau.

Maxx ELF

Die Rosenheimer von Maxx verfolgen mit ihren zwei Fazua-Modellen einen anderen Ansatz: Sie sehen den Sinn ihrer E-Bikes mit geringem Gewicht, dezenter Motor-Power und kleinem Akku besonders für kleine und leichte Fahrerinnen und Fahrer. Dementsprechend kommt sowohl das Fully Jinxx ELF (140 Millimeter Federweg, als auch das Hardtail Racemaxx ELF, nur bis Rahmengröße L. Die Rahmen sind aus Aluminium. Beide Bikes kommen in M und L mit 29er-Laufrädern, in den kleineren Größen mit 27,5 Zoll. Beim Gewichtscheck des Fullys Jinxx ELF in Größe XS blieb die Wage bei 19,3 Kilo stehen.

Maxx ELF

Das Maxx Jinxx ELF bietet 140 Millimeter Federweg, 27,5-Zoll-Laufräder und einen Alu-Rahmen in den Größen XS und S.

Scapin E-Bone

Die extravaganteste Fazua-Neuheit für 2020 kommt aus Italien und hört auf den Namen E-Bone. Scapin will mit seinem Neuling die Brücke zwischen Mountainbike und E-Mountainbike schlagen. Die Italiener verpassen ihrem Bike, das auf einen Vollcarbonrahmen setzt, diverse Verstellmöglichkeiten. So wird aus der gleichen Rahmenplattform wahlweise ein sportliches 120-Millimeter-Bike, oder ein 140er-Trailbike. Beide Varianten rollen auf 29-Zoll-Laufrädern. Der Prototyp des 120er-E-Bone zauberte schlanke 16,5 Kilo (ohne Pedale) auf unsere Hängewage. Mit diversen Carbon-Parts waren allerdings schon viele Tuning-Register gezogen. Von beiden Federwegsversionen soll es drei Ausstattungsvarianten geben.

Scapin E-Bone

Das Scapin E-Bone XR kommt mit 29er-Carbonlaufrädern, 120 Millimetern Federweg und elektronischer Sram-Schaltung.

Scapin E-Bone

Zum Höhenausgleich der Gabel wird im Vergleich zum 140er-Modell ein größerer Spacer unter dem Steuerrohr eingesetzt.

Scapin E-Bone

Der Vollcarbon-Rahmen ist mit seinem asymmetrischen Design ein echter Hingucker.

Scapin E-Bone

Trail-Biker bekommen mit dem E-Bone xrr 140 Millimeter Federweg an Front und Heck, ebenfalls auf 29er-Laufrädern.

Scapin E-Bone

Optional kann in einem speziellen Flaschenhalter ein Zweitakku mitgeführt werden, somit sind 500 Wattstunden mit an Bord.

Florentin Vesenbeckh am 04.07.2019