Test 2020: Regenjacken für Mountainbiker Test 2020: Regenjacken für Mountainbiker

Test 2020: Regenjacken für Mountainbiker

12 MTB Regenjacken im BIKE-Check

Thomas Roegner am 30.01.2020

Regen bringt Segen? Nicht für Biker im Herbst. 12 Regenjacken vom Expeditionsmodell bis zur leichten. Immer-dabei-Jacke im BIKE-Check.

Es gibt unzählige Songs über den Regen: I’m singing in the rain, Raindrops keep falling … und so weiter. Ich habe sie alle gehört, als es auf einer Transalp drei Tage ununterbrochen regnete. Vier Jungs aus dem Rheinland hielten unsere durchnässte Gruppe damals bei Laune – mit Singen. Die andere Erfahrung aus 15 Jahren Transalp-Guide: Keine Regenjacke hält ohne regelmäßige Pflege auf Dauer dicht. Nach der ersten Saison benötigt auch das teuerste Wunder-Membran-Modell eine Regeneration. Denn nur im Neuzustand perlen die Tropfen so schön ab wie auf dem Foto oben. Doch dieser Effekt lässt im Lauf der Saison und nach mehreren Waschgängen nach. Dann hilft zunächst eine Runde im Wäschtrockner oder zuletzt eine Nachimprägnierung. Alle vorgestellten Jacken funktionieren im Neuzustand sehr gut, beim ersten Check unter der Dusche erreichte kein Wasser den Tester. Aus Erfahrung wissen wir jedoch, dass nur eine Langzeiterprobung mit mehreren Waschgängen die wahren Abwehrkräfte der Jacken enthüllt. In unseren Labor- und Dauertests der letzten Jahren überzeugten hier regelmäßig Gore, Löffler, Pearl Izumi und Vaude.


Wie die zwölf Regenjacken in diesem Test abgeschnitten haben, erfahren Sie im PDF, das Sie unten im Download-Bereich erhalten - inklusive aller Informationen, Bewertungen und Noten:

DAUERDUSCHER
Lange Regenfahrten erfordern Komfortdetails wie Kapuze, Taschen oder Belüftungsöffnungen. Gewicht und Packmaß müssen trotzdem passen.

MINIMALISTEN
Sportliche Jacken mit körperbetontem Sitz, kaum Taschen und klein verstaubar. Diese Modelle eignen sich für Racer oder die schnelle Abendrunde.

PREISBRECHER
Preisbewusste Biker werden hier fündig. Vaude beweist, dass auch Jacken unter 150 Euro ökologisch korrekt sein können.

Fotostrecke: Test 2020: 12 Regenjacken für Mountainbiker


Interview mit Anna Rodewald, Expertin für Outdoor- und Sporttextilien

Anna Rodewald

Anna Rodewald, Expertin für Outdoor- und Sporttextilien

Warum werde ich trotz Jacke nass?
Zum Glück, ist die spontane Antwort. Ohne Schwitzen überhitzt unser Körper. Der Schweiß dringt als Wasserdampf durch die Haut und kühlt dort mithilfe von Verdunstung. Regenjacken versuchen, diesen Schweiß von innen durch microporöse Membranen oder wasserdampfdurchlässige Textilien so gut wie möglich an die Umgebung abzugeben. Der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab: Menge an Schweiß,

Dicke und Material der Bekleidung unter der Regenjacke, Temperaturdifferenz von der Innenseite zur Umgebung und Materialbeschaffenheit (Dampfdurchgangskapazität). Wer die Schweißnässe auf der Haut nicht mag, dem empfehle ich schnell trocknende Shirts mit einer gut feuchtigkeitsaufnehmenden und eng anliegenden Unterwäsche. Von dort kann die Feuchtigkeit nach und nach durch die Jacke nach außen dringen.

Wie repariert man Schäden?
In den meisten Fällen kann man mechanische Schäden bei einer Regenjacke reparieren. Eingerissene Winkelhaken lassen sich nähen und die Naht anschließend mit einem Patch versiegeln oder verkleben. Reparatur-Sets bietet der Fachhandel oder Bergsportanbieter. Manche Händler oder Hersteller bieten auch einen Reparatur-Service an, ebenso einige Hersteller. Ruhig beim Kunden-Service des Herstellers nachfragen. Denn eine möglichst lange Nutzung ist die beste Form von Umweltschutz und Ressourcen-Schonung.

Was ist mit Recycling?
Das Recycling von Funktionsstoffen und Membranen hängt von den verwendeten Materialien ab. Umweltschutz ist heute ein wichtiges Kauf­argument gerade bei Outdoor-Produkten, und man sollte diese Aspekte beim Hersteller erfragen. Einige Hersteller bieten ein eigenes Rücknahmesystem inklusive Recycling oder Gutscheine für den Kauf eines neuen Produkts. Generell ist das Recycling von Monomaterialien einfacher als beim Materialmix, für Jacken aus reinem Polyester (PES) gibt es schon gute Recycling-Lösungen.


Den kompletten Vergleichstest inkl. aller Daten, Punktetabellen und der Notenübersicht finden Sie in BIKE 11/2019. Als PDF kostet der Vergleichstest 1,99 Euro. Warum nicht kostenlos? Weil Qualitätsjournalismus einen Preis hat. Dafür garantieren wir Unabhängigkeit und Objektivität. Das betrifft ganz besonders die Tests in BIKE. Die lassen wir uns nicht bezahlen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Wir lassen sie uns etwas kosten, und zwar Hunderttausende Euro jedes Jahr.
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Thomas Roegner am 30.01.2020