Das Ziel von Fahrraddieben: Das Bike schnell zu Geld machen, bevor du es merkst. Doch es gibt eine Waffe, die jedem Hehler den Schweiß auf die Stirn treibt: die Codierung. Wir erklären, wie du dein Bike unverkäuflich machst – und woran du beim Gebrauchtkauf erkennst, ob dir jemand heiße Ware andrehen will.
Ein gestohlenes Fahrrad ist für einen professionellen Dieb nichts anderes als eine Währung. Sein Ziel: Schnelles Geld auf Online-Plattformen oder Flohmärkten. In diesem Teil der Serie zeigen wir dir, wie du dein Rad für den Schwarzmarkt „unbrauchbar“ machst und wie du selbst verhinderst, versehentlich Diebesgut zu kaufen.
Während eine Rahmennummer oft nur in den Datenbanken der Hersteller existiert, ist eine EIN-Codierung (Eigentümer-Identifizierungs-Nummer) eine deutliche Botschaft an jeden Hehler. Wie es funktioniert? Ein spezielles Gerät graviert oder prägt einen verschlüsselten Code in den Rahmen (meist am Sattelrohr). Dieser Code enthält verschlüsselt deine Initialen, deine Adresse und das aktuelle Jahr.
Der Abschreckungseffekt: Ein Dieb sieht sofort, dass dieses Rad sich nicht anonym weiterverkaufen lässt. Jeder Käufer und jeder Polizist erkennt auf den ersten Blick, dass der Verkäufer vermutlich nicht der rechtmäßige Eigentümer ist.
Wo lässt man das machen? Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), viele Polizeidienststellen und spezialisierte Fahrradhändler bieten Termine für die Codierung an (Kosten ca. 10 € – 20 €).
Achtung bei Carbon: Bei Carbonrahmen oder extrem dünnwandigen Alurahmen ist eine Gravur nicht möglich, da sie die Stabilität gefährden könnte. Hier greift man zu speziellen, hochfesten Klebecodierungen, die sich nicht rückstandsfrei entfernen lassen.
Gerade in der Hobbyszene werden oft hochwertige Rahmen oder Komponenten gebraucht gekauft. Doch Vorsicht: Wer unwissend ein gestohlenes Rad kauft, erwirbt kein rechtmäßiges Eigentum (gutgläubiger Erwerb von Diebesgut ist in Deutschland nicht möglich). Wenn die Polizei das Rad findet, musst du es ohne Entschädigung abgeben.
Woran erkennst du aber „heiße Ware“?
Bevor du Geld übergibst, solltest du folgende drei Schritte machen: